Finanztipps für Berufseinsteiger »Es geht nicht darum, sich in Ketten zu legen und total geizig zu werden«

Wer neu im Job ist, hat plötzlich Geld zur Verfügung – und muss lernen, damit umzugehen. Einige Spartricks können helfen, sagt SPIEGEL-Redakteur Henning Jauernig. Im Podcast erklärt er, wie man mehr aus seinem Geld macht.

Nach der Schule beginnt der Ernst des Lebens. Die Verfallssymboliken in Thomas Manns »Buddenbrooks« können einem nichts mehr anhaben, ebenso wie spanische Kurzgeschichten oder die Funktionsweise eines Endoplasmatischen Retikulums . Viel wichtiger werden plötzlich Themen wie  die erste Steuererklärung, das Haushalten mit dem eigenen Geld oder eine seriöse Planung fürs Alter. Die Debatte, dass diese Themen in der Schule zu kurz kommen, ist nicht neu.

Gerade mit dem eigenen Geld auszukommen, fällt jungen Menschen häufig schwer. Das zeigt etwa der Überschuldungsreport  des Instituts für Finanzdienstleistungen aus dem vergangenen Jahr: In der Gruppe der unter 25-Jährigen sind demnach »zu hohe Konsumausgaben« und »zu wenig Eigenverantwortung« die häufigsten Gründe für Überschuldung.

Warum ein Haushaltsbuch eine gute Idee ist – und Sparen auch im Kleinen Sinn ergibt

SPIEGEL-Wirtschaftsredakteur Henning Jauernig hat sich dem Thema Finanzen so genähert, dass auch die etwas damit anfangen können, die sich bislang noch kaum damit beschäftigt haben. In seinem Young Money Blog gab Jauernig jahrelang Tipps für den richtigen Umgang mit Geld, die wichtigsten Gedanken seiner Kolumne sammelte er in einem erfolgreichen Buch: dem Young Money Guide.

Einer seiner Tipps: Ein Haushaltsbuch kann beim Sparen helfen. Hierzu müsse man nicht mühsam Kassenbons sammeln, erzählt er im Podcast, mittlerweile gehe all das auch digital, zum Beispiel per App. Auch die Sorge davor, dass die eigene Finanzplanung zum Freizeitfresser wird, kann er nehmen: »Der Sinn ist ja nicht, sich ein Zweithobby zu verschaffen und jede Woche vor seinen Büchern zu sitzen. Man kann alles recht simpel halten.«

Sich etwas zu gönnen, müsse bei all dem nicht auf der Strecke bleiben, betont Jauernig. Wichtiger sei vor allem, sich bewusster über die eigene finanzielle Lage zu werden: »Es geht nicht darum, sich in Ketten zu legen und total geizig zu werden.«

Wie man ein Haushaltsbuch führt, was es mit der 752-Regel auf sich hat und warum schon 25 Euro im Monat zum Sparen reichen, erzählt er im Podcast.

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