Kochen ohne Kohle Schnelles Pfannen-Fladenbrot mit dreifach Feta – für 1,80 Euro

Sie fahren in den Urlaub? Am Tag davor bleibt meist wenig Zeit für die viel aufgeschobene Arbeit. Die letzte Mittagspause muss kurz ausfallen, Essen schnell und stressfrei sein. Da haben wir was für Sie!
Eine Kolumne von Sebastian Maas
Feta im Teig, Feta im Salat, Feta im Dip – und alles in 30 Minuten!

Feta im Teig, Feta im Salat, Feta im Dip – und alles in 30 Minuten!

Foto:

Sebastian Maas / DER SPIEGEL

Seien wir mal ehrlich: »Urlaub« ist doch generationenübergreifend immer auch mit Stress verbunden. In der Schule stehen vor jeder längeren Auszeit entweder Klausuren oder Zeugnisse an. In der Uni muss man sich in den sogenannten Semesterferien all die Hausarbeiten aus den Fingern saugen. Und im Job fällt einem meist erst am Tag vor der Abreise ein, dass die Aufgaben entweder sauber an Kolleg:innen übergeben oder doch noch selbst gemacht werden müssen, bevor man abschalten kann .

Man stelle sich etwa vor, dass einem Redakteur eines großen Nachrichtenportals Stunden vor Urlaubsbeginn einfällt, noch eine Kochkolumne für die nächste Woche vorbereiten zu müssen. Rein hypothetisch, natürlich.

Alle Rezepte aus »Kochen ohne Kohle«

Bafög oder Azubi-Gehalt sind schon wieder fast aufgebraucht? Der Obstkorb beim unbezahlten Agenturpraktikum war geräubert? Und bitte nicht schon wieder Pizza-Toast? Alles kein Problem: In dieser Kolumne zeigt SPIEGEL-Redakteur und Hobbykoch Sebastian Maas, wie man trotz Flaute auf dem Konto leckere und besondere Gerichte zaubern kann. Dabei gibt es nur zwei Regeln:

  • Eine Portion darf maximal so viel kosten wie ein Essen in der Mensa, also 3 Euro.

  • Teure Spezialgeräte sind tabu.

Wenig Zeit und blanke Nerven, das schreit nach einer kurzen Mittagspause und einem einfachen Rezept. Wie wäre es mit einem Feta-Dip, der nur eine Minute Arbeit kostet, dazu einem Feta-Salat, der nur zwei Minuten beansprucht, und all das auf einem selbst gebackenen Feta-Quark-Fladenbrot, dass einfacher nicht sein könnte? Ach ja: Obendrauf knuspern noch ein paar Kichererbsen herum.

Für das einfache Pfannen-Fladenbrot braucht man nicht mal Küchengeräte. Klar, ein Handrührgerät erleichtert das Leben, aber mit der Hand geknetet wird es ebenso lecker. Und, weil vor dem Urlaub bloß noch länger haltbare Lebensmittel im Kühlschrank liegen, muss man im besten Fall nicht einmal einkaufen gehen. Das schont das ökologische Gewissen und die Urlaubskasse.

Als Gemüse können auch Blattsalate, Tomaten oder Paprika verwendet werden. Ein knackiges, frisches Element sollte auf jeden Fall dabei sein.

Als Gemüse können auch Blattsalate, Tomaten oder Paprika verwendet werden. Ein knackiges, frisches Element sollte auf jeden Fall dabei sein.

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL

Das benötigt man für vier Brote (reicht für mindestens zwei Personen):

  • 200 g feines Weizen- oder Dinkelmehl

  • 200 g Magerquark

  • 200 g Feta

  • 1 Dose Kichererbsen, 200-300g

  • 1 Knolle Rote Bete (vorgekocht)

  • 1/2 Salatgurke

  • je 1 TL Cayennepfeffer (oder Chili-/Paprikapulver) und Kreuzkümmel

  • eine Prise Backpulver

  • etwas Wasser, Salz, Pfeffer, Öl

Was kostet das?

Pro Person etwa 1,80 Euro

Wie lange dauert das?

30 Minuten

So einfach macht man Pfannen-Fladenbrot mit Kichererbsen und Feta-Salat

Das Mehl mit dem Backpulver, 100 Gramm Quark, 100 Milliliter kaltem Wasser, einem Schuss Öl und einer Prise Salz in einer Rührschüssel zu einem glatten Teig verkneten. Wer kein Handrührgerät hat, fängt am besten mit einer Gabel an, damit es nicht so an den Fingern klebt. Dann mit den Händen weitermachen, für maximal fünf Minuten. Die Schüssel mit einem angefeuchteten Tuch abdecken und den Teig zehn Minuten ruhen lassen.

Fotostrecke

So macht man das Pfannenbrot

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL

Die Kichererbsen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Die noch feuchten Kichererbsen mit den Gewürzen bestäuben und auf einem Backblech verteilen. Bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 20 Minuten kross backen.

Die Rote Bete und die gewaschene Gurke würfeln und in eine Schüssel geben, die Hälfte des Fetakäses mit der Hand obendrauf zerkrümeln. Je eine Prise Salz und Pfeffer und einen Esslöffel Öl dazugeben, fertig ist der Salat.

Ein weiteres Viertel des Fetas in den übrigen Quark krümeln und mit ein paar Esslöffeln Wasser verrühren, bis eine geschmeidige Soße entsteht. Mit Pfeffer abschmecken, mit Salz aber vorsichtig sein – der Feta bringt ja selbst schon viel davon mit.

Nun das letzte Viertel des Fetakäses in den Brotteig krümeln und diesen noch einmal für eine Minute kneten, um den Käse einzuarbeiten. Dann den Teig in vier Teile teilen und diese mit der Hand flach drücken. Klebt er zu sehr, kann man etwas Mehl auf die Hände geben.

Eine Pfanne auf mittlere Hitze stellen und die Brote darin für etwa drei Minuten pro Seite ohne Öl backen. Wer keine riesige Pfanne hat und in mehreren Fuhren backt, schlägt die fertigen Brote in das befeuchtete Geschirrtuch von vorhin ein, dann bleiben sie bis zum Essen warm und geschmeidig.

Durch den Quark im Teig bleiben die Brote angenehm weich – durch den Feta werden sie angenehm würzig

Durch den Quark im Teig bleiben die Brote angenehm weich – durch den Feta werden sie angenehm würzig

Foto: Sebastian Maas / DER SPIEGEL

Am Tisch einfach die Brote mit dem Feta-Quark bestreichen, dann den Rote-Bete-Salat und zuletzt die knusprigen Kichererbsen direkt aus dem Ofen darauf geben.

Ich wünsche guten Appetit – und verziehe mich in den Urlaub. Arrivederci, wir lesen uns in zwei Wochen!

Suchen Sie noch mehr Gerichte, die wenig Geld kosten? Dann folgen Sie mir gern auf Instagram . Kennen Sie Gerichte, die wenig Geld kosten? Dann schreiben Sie mir gern eine E-Mail  oder teilen Sie ein Bild unter dem Hashtag #KochenOhneKohle.