Wer als Arbeiterkind studiert, hat zu viele Nachteile

Für mehr Chancengleichheit braucht es mehr Unterstützung, kommentiert bento-Autorin Wiebke.
Von Hannah Doll und Wiebke Bolle
bento

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2019 auf bento.de veröffentlicht.

Wir können heutzutage unabhängig von unseren Eltern eigene Entscheidungen treffen – meistens jedenfalls. Ob wir uns nach der Schulzeit für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden, ist häufig dennoch abhängig von unserer sozialen Herkunft. Für viele Kinder aus Arbeiterfamilien ist es noch immer nicht selbstverständlich, zu studieren. Von 100 jungen Menschen aus Nicht-Akademikerfamilien beginnen nur 27 mit einem Studium. Haben die Eltern einen Hochschulabschluss, sind es 79. (DZWH )

Erst vergangenes Jahr hat der "Bildungstrichter" des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung offenbart, dass die Aufstiegschancen besonders in Deutschland noch immer weiterhin vom Bildungsstand der Eltern abhängen. Ein Grund: Eltern entscheiden über den Bildungsweg ihrer Kinder. "Familien mit geringerem Bildungshintergrund tendieren häufig dazu, die Kosten für höhere Bildung zu überschätzen und Bildungserträge zu unterschätzen, ungeachtet des vielleicht hohen Bildungspotenzials ihres Kindes", sagt eine Autorin der Studie. (IDW )

Damit die Chancengleichheit größer wird, muss es mehr Unterstützung geben. Wie das funktionieren könnte, erfährst du oben im Video. 

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