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Und was machst du? Der Job-Podcast Was für Trauerbegleiterin Mara Glück bedeutet

Mara Bork unterstützt als Trauerbegleiterin Menschen in ihren schwersten Stunden. Warum der Tod schon im Kindergarten Thema sein sollte und Trauernde keine Lobby haben, erzählt sie im Podcast.
Ein Podcast von Florian Gontek

Trauer, sagt Mara Bork, 27, funktioniere nach keinem Schema F : »Jede und jeder Trauernde ist da ganz individuell.«

Bork muss es wissen, sie hat schon Dutzenden Menschen nach dem Verlust eines geliebten Menschen Beistand geleistet. Seit eineinhalb Jahren arbeitet  sie in einer Einrichtung im nordrhein-westfälischen Schwerte hauptberuflich als Trauerbegleiterin. Davor machte sie eine Ausbildung als Erzieherin und begann ein Psychologie-Studium.

Angefangen hat Bork als ehrenamtliche Trauerbegleiterin in der Onlineberatung. »Es ist einfach toll zu sehen, wie etwa kleine Kinder große Schritte machen, sich mit der Zeit öffnen – und so viel zurückgeben«, sagt Bork über ihren Job. Sie entschied sich, dabei zu bleiben, um hauptamtlich vor allem jüngere Menschen intensiver in ihrer Trauer betreuen zu können.

Wie wird man Trauerbegleiterin?

Trauerbegleitung ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Es gibt verschiedene Fortbildungen und Ausbildungen, die man absolvieren kann. Eine Grundqualifizierung in einem psychologischen oder sozialen Beruf ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

Die Ausbildung gliedert sich meist in Module und ist berufsbegleitend möglich. Vermittelt werden die Inhalte beispielsweise über Vorträge, Selbstreflexion oder praktische Übungen wie Rollenspiele und Partnerübungen. Anerkannte Ausbildungen, Informationen und Ansprechpartner findet man über den Bundesverband für Trauerbegleitung . Informationen zu den Standards der Qualifikation von Trauerbegleitenden gibt es beim Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. 

Trauerbegleiterinnen und -begleiter können in Beratungsstellen, im Rahmen von Hospizarbeit oder freiberuflich arbeiten. Manche üben den Beruf auch rein ehrenamtlich aus. In paritätischen Verbänden, wie dem, für den Mara arbeitet, wird nach Entgeltgruppen bezahlt , die mit den Gehältern von Erzieherinnen und Erziehern vergleichbar sind.

Fragt man sie danach, was für ihren Job wichtig ist, zählt Mara Bork eine ganze Menge auf. Empathie helfe in ihrem Beruf genauso, wie kreativ oder musikalisch zu sein. »Eben, weil jeder und jedem etwas anderes guttut. Glitzer spielt bei uns aber fast immer eine ganz wichtige Rolle«.

Trauerbegleitung wird kaum erforscht – und von den Kassen nicht unterstützt

Eine anerkannte Berufsausbildung für Trauerbegleiter:innen gibt es in Deutschland nicht. Für Bork ist das ein großes Problem. Zwar gebe es Fortbildungen , dennoch wünsche sie sich, dass Tod und Trauer auch in pädagogischen Ausbildungsberufen und im Studium berücksichtigt würden – von einer eigenen Ausbildung mal ganz abgesehen. »Das würde auch dem Stellenwert der Trauerbegleitung in Deutschland guttun«, sagt Bork. Die Kosten für Trauerbegleitung werden in Deutschland nicht von den Krankenkassen  übernommen.

Im Podcast erzählt Mara Bork, warum sich das ändern muss, welche Strategien sie hat, um von ihrer Arbeit abzuschalten und warum sie sich vorstellen kann, ihren Job noch für lange Zeit zu machen.

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