Fotostrecke

Mobile Wohnformen: Baumzelte und Unterwasserschlafzimmer

Foto: Andrew Walmsley/ Taschen

Mobile Behausungen Architektur in Bewegung

Die meiste Zeit seines Lebens war der Mensch in Bewegung: erst zu Fuß, dann auf dem Pferd und später im Planwagen. Ein neuer Bildband stellt moderne mobile Behausungen vor, vom Hausboot mit Unterwasserblick bis zum Kartonhaus.

An Land, auf dem Wasser und sogar in der Luft - die von dem Architekturexperten Philip Jodidio für sein neuestes Buch gesammelten Heime haben alle gemein, dass sie mobil sind. Auf Rädern, in Containern, im Rucksack oder - im Fall des Walking House - auf Beinen lassen sich diese Behausungen von einem Ort zum nächsten mitnehmen. Damit kommen sie der ursprünglichsten Wohnform des Menschen am nächsten: ständig in Bewegung.

Jodidio stellt in "Nomadic Homes" viele verschiedene Arten des mobilen Wohnens vor. Unterteilt in fünf Kapitel zeigt er Herbergen mit Rädern, Schwimmhäuser, Zelte und Glamping-Träume, Notunterkünfte für den Katastrophenfall und Wohnräume, die sich auf andere Art und Weise bewegen lassen wie zum Beispiel die Ecocapsule. Das autarke, intelligente Mikrohaus wird mit Sonnen- und Windenergie betrieben und kann in einem Container an nahezu jeden beliebigen Ort gebracht und dort aufgestellt werden.

Fotostrecke

Mobile Wohnformen: Baumzelte und Unterwasserschlafzimmer

Foto: Andrew Walmsley/ Taschen

Toll ist, dass jede der Behausungen in diesem Band mit Innen- und Außenaufnahmen sowie einem Profil von Konzept, Designer und Besitzer erläutert wird. Im Fall des Floating House von Architekt Carl Turner gibt es sogar die Bezugsquelle für die Baupläne. Der Brite versteht seine Konstruktion als Antwort auf zunehmende Überflutungen und bietet die Pläne dafür deshalb gratis auf einer Open-Source-Plattform an.

Die außergewöhnlichste mobile Behausung aus dem 344 Seiten dicken Buch ist wohl die Internationale Raumstation ISS. Seit dem 31. Oktober 2000 leben immer wieder Menschen in ihr. Am längsten der Astronaut Jeff Williams, der 534 Tage an Bord war. Die verschiedenen Module bilden den größten künstlichen Satelliten, der die Erde jemals umkreist hat.

Die restlichen Wohnstätten - von klassischen Campern über luxuriöse Hausboote bis hin zu den Flüchtlingsunterkünften von Shigeru Ban - sind weniger abgespaced, vom Design vielleicht einmal abgesehen. Denn so etwas wie das transportable Wohnhaus Mima Light oder das aus 24 Schichten Pappkarton um eine Hausform gewickelte Wikkelhouse hat man auf diesem Planeten bisher eher selten gesehen.

löw
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.