British Fashion Awards Küren Sie Ihren Siegerlook!

Gold, Silber und viel Glitzer: Die British Fashion Awards waren sehr glamourös. Schauspieler, Popstars, Designer und Models wetteifern um den Titel des bestangezogenen Gasts. Den Sieger bestimmen Sie.

So sehen Siegerinnen aus: Rihanna wurde für ihr Label Fenty ausgezeichnet
WILL OLIVER/EPA-EFE/REX

So sehen Siegerinnen aus: Rihanna wurde für ihr Label Fenty ausgezeichnet


Das Voting finden Sie am Ende des Textes.


Von einer reinen Branchenveranstaltung der britischen Modeindustrie haben sich die British Fashion Awards zu einer glamourösen A-List-Veranstaltung entwickelt. Hollywood-Adel, Popstars, Supermodels, Stilikonen und fast alle wichtigen Modemacher waren am Montag in London dabei. Ein kurzer Auszug aus der Gästeliste: Cate Blanchett, Julia Roberts, Giorgio Armani, Janet Jackson und Rihanna.

Wobei Rihanna ja in mehreren Kategorien zählt: Musik, Film, Stil, Mode - alles schon gemacht, in der Regel erfolgreich. Ausgezeichnet wurde die Frau aus Barbados aber nur für ihr Modelabel Fenty. Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Rihanna und der französischen Holding LVMH erhielt den "Urban Luxe"-Preis, weil es "Luxus neu definiert und Mode kulturell ins Gespräch bringt".

In der Tat ist die Unternehmung bemerkenswert. Zum einen, weil eine Schwarze an der Spitze einer solchen Firma immer noch eine Ausnahme ist, insbesondere wenn es sich dabei um die erste Neugründung des mächtigen LVMH-Konzerns seit 1987 handelt. Fenty macht aber auch sonst vieles anders. Die Modelinie verzichtet auf den üblichen Saisonplan und wirft ihre Produkte in sogenannten Drops auf den Markt. Dabei wird die Zielgruppe im Vorfeld mit Werbung heißgemacht, bevor es die Teile dann für einen kurzen Zeitraum zu kaufen gibt, meist nur an bestimmten Orten und nur in limitierter Auflage.

Fenty ist aber auch gut designt, wie man an der Chefin sehen konnte. Rihanna erschien natürlich in einer Eigenkreation zu ihrer Ehrung, ein mehrlagiger Seidenmantel über einem Minidress und Riemchenpumps, alles glänzend mintgrün. Als zweibeiniges Accessoire hatte die Sängerin den Rapper A$AP Rocky im Schlepptau, der vor Kurzem noch in Schweden einsaß.

"Model of the Year" Adut Akech bekommt ihren Preis von Designer Pier Paolo Piccioli
AFP

"Model of the Year" Adut Akech bekommt ihren Preis von Designer Pier Paolo Piccioli

Der große Gewinner des Abends heißt aber weder A$AP Rocky noch Rihanna, sondern Daniel Lee. Der 32-Jährige löste 2018 Tomas Maier nach 17 Jahren als Kreativdirektor bei Bottega Veneta ab und gilt als Wunderkind der Branche. Sein Handwerk lernte er in London und verfeinerte es danach unter Phoebe Philo bei Celine in Paris, wo er bis zum Chef der Ready-to-Wear-Linie aufstieg. Aus der Royal Albert Hall ging Lee mit vier Preisen heim, darunter die für den "Designer of the Year" und den "British Designer of the Year Womenswear".

Die British Fashion Awards gibt es für Kreativität und Erneuerung in der Modebranche. Dazu bestimmen die rund 2500 Mitglieder des British Fashion Council Menschen und Marken, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders hervorgetan haben. Die komplette Liste der Gewinner gibt es hier. Einen British Fashion Award dürfen Sie heute nicht vergeben, aber Sie dürfen mit darüber abstimmen, welches Outfit das schönste war auf dem roten Teppich.

So geht's: Sie sehen zwei Bilder im Vergleich, klicken Sie einfach auf das in Ihren Augen schönere Outfit. Das andere verschwindet, ein neues Motiv erscheint. Am Ende bleibt Ihr Favorit übrig.

löw

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
dasfred 03.12.2019
1. Nennt mich spießig
aber das Kleid von Cate Blanchett hat mich in zeitloser Eleganz überzeugt. Außerdem hat mich Lewis Hamilton überrascht. Dieser Spitzen-Cardigan in weiß auf schwarz hat eine ungewöhnliche Wirkung auf mich. Spitze in maskulin.
Papazaca gestern, 06:54 Uhr
2. Die Mode als Vorgeschmack auf den BREXIT
Zitat von dasfredaber das Kleid von Cate Blanchett hat mich in zeitloser Eleganz überzeugt. Außerdem hat mich Lewis Hamilton überrascht. Dieser Spitzen-Cardigan in weiß auf schwarz hat eine ungewöhnliche Wirkung auf mich. Spitze in maskulin.
Moin Fred, spießig würde ich Cate Blanchetts Kleid nicht nennen. Eher Old Fashion, neu definiert. Wenn man es mag. Viel besser gefällt mir da Adut Akechi. Das ist Schönheit und Eleganz. Sehr spektakulär. Die "Strickjacke" von Lewis Hamilton wirkt auf Schwarz als sehr guter Kontrast, ist auch sicher warm. Aber außergewöhnlich? Gut, das ist fast immer ein Problem, wenn es um Männermode geht. Ansonsten ist diese Modenschau ein Argument für den Brexit. Schon erstaunlich, wie man es wagt, mit Entwürfen wie dem von Sandra Rhodes jedem Normalsterblichen Angst einzuflößen. Naomi Rapace erinnert an Circus, Emma Robert hätte ihre Schultern und Knie vielleicht nicht zeigen sollen, Auch Lily James als Weihnachtsgeschenk erfreut sicher nicht jeden. Little Sinz verbreitet zu mindestens etwas Humor, auch wenn die Schuhe stilistisch nicht passen. Fazit: So spektakulär der Entwurf von Adut Akechi auch ist, bei den meisten Kleidern muß man sich schon wundern, was für ein Verständnis von Geschmack diese Modenschau dominierte. Nicht nur das schlechte Wetter oder die "berühmte englische Küche" können einen in London nachdenklich stimmen. Von Boris Johnsons nachlässiger Klamotte (der ist fast immer beschäftigt, sein Hemd in seine Hose zu "wurschteln) ganz zu schweigen. Nein, diese Modenschau paßt ideal zum Brexit. Liebe Brits, es wird hart. das war erst der Anfang.
andylaine gestern, 07:07 Uhr
3.
Wenn man die Fotos auf dem Mobile vergrössern könnte, wäre das hilfreich.
dasfred gestern, 07:57 Uhr
4. Zu Nr.2 Papazaca
Im großen und ganzen kann ich Dir nur beipflichten. Allerdings glaube Ich, dass zumindest im Rheinland einige Karnevalisten wieder tolle Anregungen für den großen Auftritt finden werden. Zur weißen Strickjacke noch mal. Man assoziiert mit Spitze bei Männern doch normalerweise Priester oder Adlige unter Ludwig XIV. Ich war positiv überrascht, wie selbstverständlich diese opulente Spitze in dem schlichten Cardigan Schnitt wirken kann, ohne dem Träger einen feminine Note zu unterstellen. Ich glaube, viele Modeschöpfer sind schlicht überfordert, die Verpackung jedes Jahr neu erfinden zu müssen. Da ist das Kleid von Cate Blanchett eine positive Ausnahme, weil es auf einer klassischen Basis sehr subtil modernisiert wurde.
JürgenZ gestern, 12:20 Uhr
5. Spitzen-Jacket
Für mich sieht Hamiltons Spitze eher aus wie ein Jacket. Und bildet eine wunderbare Brücke zwischen den Paradisvögeln wie Pizzorno und den zwar gutausseheneden aber doch eher langweiligen Klassikern wie bei Ross. Bruna ist erwähnenswert. Zurückhaltend und raffiniert. Dauer hat im letzten Moment wohl der Mut verlassen. Mir gefällt auch Chungs Mix aus brav und lasziv. Sehr gut sogar. Ist die Frau schüchtern oder ein Vamp? Rapace, entweder Hut oder Stiefe. Beides ist too much. Cates Klassiker ist mir ein bisschen zu ausladend an der Schulter. Ansonsten weiß man doch eh nie, ist es das Kleid oder die Frau, was schwebt. Von denen, die "zeigen" wollen, hat es Ferragni am besten getroffen. Ein Hauch von Orient. Und was macht Donatella da? Zumindest hat die Frau Eier.
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