One Barangaroo in Sydney
One Barangaroo in Sydney
Foto: Tom Roe

Skyscraper Awards Aufstrebende Neubauten

Würde man sie aufeinanderstapeln, ragten sie fast drei Kilometer hoch in den Himmel: Eine Fachjury hat aus mehr als 300 neuen Wolkenkratzern die zehn besten ausgewählt. Einer davon steht in Deutschland.
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Der Emporis Skyscraper Award ist der, so schreiben die Organisatoren, »weltweit renommierteste Hochhaus-Architekturpreis«. Das kann jeder behaupten. Doch die Rahmendaten stehen fest: Seit dem Jahr 2000 kürt eine Fachjury im Auftrag des Unternehmens jährlich die spektakulärsten Wolkenkratzer unter allen Gebäuden, die mindestens 100 Meter hoch aufragen und im vorigen Kalenderjahr fertiggestellt worden sind. Bewertet werden vor allem Ästhetik und Funktionalität. Der Gewinner für 2020 heißt One Barangaroo und steht in Australien, genauer in Sydney.

Foto: Tom Roe
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Es ist das erste Mal in seiner 20-jährigen Geschichte, dass der Preis nach Australien geht. One Barangaroo ist ein 271 Meter hoher Wolkenkratzer, der von den britischen Architekten WilkinsonEyre entworfen wurde. Es ist das derzeit höchste Gebäude Sydneys. Aus ihm haben Besucher und Bewohnerinnen freie und lange unverbaubare Sicht auf den Hafen und das berühmte Opernhaus der Stadt.

Foto: Tom Roe
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Der zweite Platz geht nach Kanada. Telus Sky ist noch nicht der Himmel, aber mit 222 Metern das derzeit dritthöchste Gebäude der Stadt Calgary. Der Turm ist nach seinem Mieter Telus Communications benannt, einem kanadischen Telekommunikationsunternehmen. Der Wolkenkratzer hat eine rechteckige Grundfläche, mit zunehmender Höhe werden die Bodenplatten immer kleiner, sodass kleine Terrassen und Balkone entstehen.

Foto: J. Louis Baillargeon
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Telus Sky zeichnet sich neben seiner außergewöhnlichen Struktur durch seine Fassade aus. Sie wird nachts von einer LED-Lichtinstallation beleuchtet, die von dem kanadischen Künstler Douglas Coupland entworfen wurde. Zur Installation gibt es eine App, die Live-Informationen über das laufende Lichtspiel liefert. Das Design stammt von der Bjarke Ingels Group des dänischen Architekten Bjarke Ingels (lesen Sie hier ein Interview mit ihm).

Foto: J. Louis Baillargeon
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Der von Kohn Pedersen and Fox entworfene Büroturm One Vanderbilt in New York City landete auf dem dritten Platz. Er steht in der Nähe des Grand Central Terminal in Manhattan. Das auffälligste Merkmal des Gebäudes sind die vier optisch klar voneinander getrennten Module, die zusammengesetzt dem Gebäude eine asymmetrische und unverwechselbare Form verleihen.

Foto: Raimund Koch
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Ein neuer Hingucker in der Skyline Manhattans: One Vanderbilt (3.v.l.) überragt mit seinen 59 Etagen auf 427 Höhenmetern die meisten Gebäude der Umgebung. Die Architekten waren Kohn Pedersen Fox Associates.

Foto: Raimund Koch
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Nicht mal halb so hoch, 175 Meter, ist der Libeskind Tower des US-amerikanischen Architekten und Stadtplaners Daniel Libeskind in Mailand. Er landete auf Platz vier.

Foto: Alberto Fanelli
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Nicht besonders hoch, aber schief – und damit in Italien vielleicht genau richtig. Vom Libeskind Tower nach Pisa sind es nur knapp 300 Kilometer.

Foto: Alberto Fanelli
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Nur vier Jahre dauerte es, bis Kohn Pedersen Fox Associates das 280 Meter hohe Qiantan Center in Shanghai fertig hatten. Zum Vergleich: Die Bauzeit der Elbphilharmonie dauerte von 2007 bis 2016.

Foto: Rex Zou
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Das Qiantan Center steht am Ufer des Huangpu und besteht aus einem Büroturm und einem Hotel. Die Fassade des Turms ist Holz nachempfunden, am Hotel imitieren die Lamellen die Wellen des Flusses.

Foto: Rex Zou
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Der Tour Alto steht im französischen Courbevoie und misst 160 Meter. Dafür und für die Gestaltung gab es von der Emporis-Jury 30 Punkte. Die reichten für den sechsten Platz.

Foto: Thomas Pichereau
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Die Vorhängefassade aus Glas des Tour Alto haben sich die Büros SRA Architectes und IF Architectes ausgedacht. Auch dieses Gebäude wurde ausschließlich gebaut, um gewerbliche Büroflächen zu schaffen.

Foto: Thomas Pichereau
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Australia 108 ist nicht etwa 108 Meter hoch, nein; auch wenn die knapp genügt hätten, um an den Emporis Awards teilnehmen zu können. Das von Fender Katsalidis entworfene Gebäude ragt 317 Meter in den Himmel Melbournes.

Foto: Peter Bennetts
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Australia 108 landete im Ranking für 2020 nur auf Platz sieben, hat aber allerhand zu bieten: Hier wird gewohnt, im Hotel übernachtet, in Restaurants gegessen, es gibt eine Bar, eine Bibliothek, einen Supermarkt, ein Schwimmbad sowie einen Theater- und Opernsaal. Außerdem ist der Wolkenkratzer aktuell das zweithöchste Gebäude der südlichen Hemisphäre; nur der 322,5 Meter hohe Q1 Tower in Queensland ist noch höher.

Foto: Peter Bennetts
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Definitiv schwindelfrei sollte sein, wer im Central Park Tower leben möchte, dem mit 472 Metern derzeit höchsten Wohngebäude der Welt. Schwindelfrei und vermögend: Das Haus steht in New Yorks sogenannter Billionaire Row. Milliarden braucht es allerdings gar nicht zum Einziehen; die günstigste Wohnung, ein 53-Quadratmeter-Studio, hat einen Preis von etwas mehr als 1,5 Millionen US-Dollar. Alle Wohnungen zusammen kosteten geschätzte vier Milliarden. Das macht den Turm zum teuersten jemals in New York City geplanten Gebäude.

Foto: Royce Douglas
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Im Central Park Tower haben die Architekten von Adrian Smith + Gordon Gill Architecture LLP »nur« 95 Stockwerke untergebracht. Weil die Decken aber so hoch sind und außerdem die Stockwerke für die Haustechnik mitgezählt werden, schlagen 131 zu Buche. Es wurde trotzdem nur Platz acht beim Skyscraper Award.

Foto: Royce Douglas
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Bedeutend kleiner, sowohl was die Höhe als auch die Etagen anbelangt, ist das Haus 110 North Wacker Drive. Das ist gleichzeitig die Adresse in Downtown Chicago, wo dieser 248 Meter hohe 55-Stockwerk-Riegel steht. Neunter Platz beim Emporis Skyscraper Award 2020.

Foto: Nick Ulivieri
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Auch 110 North Wacker Drive ist an einem Fluss gebaut, weswegen sich die Architekten von Goettsch Partners, Inc. eines Senkkastens bedienen mussten, um das Fundament bauen zu können.

Foto: Nick Ulivieri
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Immerhin auf den letzten Platz der Top Ten hat es ein deutsches Gebäude geschafft: der 180 Meter hohe Große Turm. Da das Gebäude in der internationalen Bankenstadt Frankfurt am Main steht, haben die Architekten von Magnus Kaminiarz & Cie. Architektur es aber Grand Tower getauft.

Foto: Jochen Kratschmer
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Alternative Namen laut Emporis-Datenbank sind: Tower 2, The Grand, Wohnturm am Skyline Plaza und Aktivhaus. Dann vielleicht doch lieber Grand Tower.

Foto: Jochen Kratschmer
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