Fashion Week Berlin Ihr schon wieder

Sehr schlanke Beine, noch mehr Smartphones - in Berlin ist Fashion Week. Die Anwesenden lassen sich in drei Kategorien einteilen: die Schuftenden, die Stammgäste und der Hollywoodstar. Schauen Sie mal.

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Zu Fashion Weeks gehen Menschen, die da arbeiten - und Menschen, die nichts Besseres zu tun haben. Letztere sind dazu da, Veranstaltungen mit ihrer Anwesenheit zu adeln und dem Gastgeber vielleicht ein paar Schlagzeilen zu bescheren.

Shermine Shahrivar zum Beispiel. Nach "Miss Deutschland"-Titel, dem "Playboy"-Cover, einer Liaison mit Thomas Kretschmann ("Deutschlands Hollywood-Hoffnung") und Fiat-Erbe Lapo Elkann ("Ich täusche im Drogenrausch meine eigene Entführung vor") kam nicht mehr viel. Vermutlich hat sie deshalb auch Zeit für den "Press Cocktail" von Modeschmuck-Gigant Thomas Sabo auf der Berliner Fashion Week.

Zu den Stammgästen in Berlin zählen auch Fußballerfrau Cathy Hummels, Ex-Boxerin Regina Halmich, die Schauspielerinnen Mariella Ahrens und Nova Meierhenrich. Bei Riani treffen sie sich in der ersten Reihe. Bussi zur Begrüßung, aufgeregtes Tuscheln. Für die Generation Y am Start: Sami Slimani, der sonst Produkte bei YouTube in die Kamera hält.

Man kennt sich, man herzt sich, man braucht sich.

Der Hollywoodstar: Viele jammern, dass längst nicht mehr so berühmte Besucher zur Berlin Fashion Week kämen wie noch vor einigen Jahren. Aber irgendein Weltstar ist dann doch immer dabei. Diesmal ist es Schauspielerin Kate Bosworth (34, "Superman Returns"). Immerhin ein bisschen internationaler Glamour bei Marc Cain.

Wie es um die Fashion Week in Berlin steht, zeigt sich, wenn sonst belächelte C-Promis plötzlich zum Highlight werden - so wie diesmal Sarah Lombardi ("Ich wäre gerne Deutschlands Superstar"). Ihr erster offizieller Auftritt seit der aufsehenerregenden Trennung von Ehemann Pietro, ebenfalls ein DSDS-Produkt, wird zum Event, die Fotografen sind - mangels Alternativen - begeistert.

Die Schuftenden: Auch auf den Laufstegen ist hier und da ein bekanntes Gesicht zu entdecken. Model Franziska Knuppe ist viel gebucht, ebenso wie einige Teilnehmerinnen aus Heidi Klums Show "Germany's next Topmodel".

Luxus statt Minimalismus

Ach ja, die Mode. Die Shows gestalten sich in diesem Jahr ziemlich prunkvoll. Sie finden statt im Hotel Adlon, im Kronprinzenpalais oder im Kaiserlichen Telegraphenamt. Shabby Chic war gestern, der zerfeierte Berlin-Look ist nicht mehr so gefragt.

Die Mainzer Modeschöpferin Anja Gockel hatte im Vorfeld prophezeit: "Es wird pompös." Tatsächlich entwirft sie sehr festliche Mode - mit viel Samt, Glitzer und langen Abendkleidern. Auch bei Marc Cain tragen die Models Samt, außerdem Animal-Prints, Spitze und Pailletten bis zum Rollkragen. Begleitet werden sie dabei von Streichern.

Ganz ähnlich sieht es bei Riani aus. Dort wird der Leoparden-Look zu Karomustern kombiniert, Model Rebecca Mir (die Schuftende, Sie erinnern Sich?) präsentiert ein langes Kleid komplett aus pinker Spitze. Bei Anja Gockel war es ein opulentes silbernes Glitzerkleid mit langer Schleppe.

Jacken und Röcke sind nach Vorstellung der vertretenen Designer im Herbst mit goldenem Brokatmuster verziert, Bronzetöne werden mit nachtblauer Seide kombiniert, viele Designer betonen im kommenden Winter die Taille.

Auf die Baustelle des Stadtschlosses lädt das Label Malaikaraiss. Dort sitzen am Dienstagabend Model Eva Padberg und Musiker Bill Kaulitz (Tokio Hotel) in der ersten Reihe. Stammgäste eben.

Sie sind vor allem wegen der Mode hier? Dann stimmen Sie ab! Wir haben eine kleine Auswahl an Outfits der Berliner Fashion Week zusammengestellt. Den Sieger küren Sie. Und so geht's: Sie sehen immer zwei Fotos im Vergleich. Klicken Sie auf das Outfit, das Ihnen besser gefällt. Das andere verschwindet, ein neues erscheint - am Ende bleibt Ihr Look übrig.

mit Material von dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
fakenewser 20.01.2017
1. Wieso drei Kategorien ? Sie haben ...
die Gruppe der potentiellen nächsten Dschungelstars zum Rausholen übersehen !
hanfiey 20.01.2017
2. Konservativ
Ich persönlich empfinde die Mode seit einigen Jahren fast als peinlich. So Konservativ langweilig war es vielleicht in den 50ger Jahren mal. Echt öde, mich fragt aber niemand.
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