Schauen in London, Mailand, Paris Diese fünf Männer-Modetrends sollten Sie kennen

XXL-Schnitte, Anleihen bei Punk und Grunge, kräftige Farben: Die Herrenmode aus London, Mailand und Paris kommt lässig und bunt daher. Welcher Look ist Ihr Favorit?

Der Streetwear-Trend ist noch nicht vorbei, aber die Logos sind verschwunden, Turnschuhe ebenfalls. Traditionelle Herrengarderobe rückt wieder in den Fokus. Für den Herbst kommt der Anzug im Oversized-Look daher. So zu sehen unter anderem bei Raf Simons, der in Paris Models in voluminösen, kastigen Zweireihern über den Laufsteg schickte. Bei Calvin Klein stieß das Design des Belgiers auf wenig Gegenliebe, weswegen man die Zusammenarbeit im Dezember nach nur zwei Jahren beendete. Bleibt abzuwarten, ob er unter eigenem Namen mit seinen sehr künstlerischen Kreationen mehr Erfolg hat.

Virgil Abloh hat die Silhouetten für die kommende Saison ebenfalls aufgeblasen, sowohl für seinen Arbeitgeber Louis Vuitton als auch für sein eigenes Label Off-White. Die Sakkos sind extrem weit und lang, die Hosen schlackern um die Beine wie zu besten Baggy-Jeans-Zeiten in den Neunzigern. Interessantes Detail: Bei seiner Louis-Vuitton-Kollektion öffnen sich die Bundfalten nach unten zum Schuh und geben der Hose so einen Schlag.

Oversized werden auch die wattierten Steppjacken. Unter anderem Ermenegildo Zegna, Les Hommes , Alyx und Cerruti haben die gefütterten Winterbestseller in XXL im Angebot. Dries van Noten kombiniert diesen Trend mit einem anderen, den extra langen Schals. Sie waren in Mailand, London und Paris zu sehen. Über die Schulter gelegt und dann bis zu den Knöcheln hingen sie außerdem bei Loewe, Acne Studios, Marni und Dior.

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Klassiker neu interpretiert

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Neben Anzügen waren auch andere Klassiker wie Cardigans, Strick mit Argyle-Muster oder Dufflecoats auffallend oft bei den Männermodenschauen zu sehen. Kapuzenmäntel zeigten Berluti (sportlich in orange oder edel aus Lammfell), Fumito Ganryu und Valentino. In der mit Hochspannung erwarteten ersten Herrenkollektion für Celine zeigte Hedi Slimane neben seinem Standardprogramm - schlanke Linien, Lederjacken, Hochwasserhosen - auch einen roten Cardigan und zwei Pullover mit V-Ausschnitt und dem schottischen Rautenmuster.

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Anleihen bei Grunge und Punk

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Bei Celine waren anscheinend die britischen Teddy Boys mit ihren schmalen Hosen und Krawatten eine der Hauptinspirationsquellen, teilweise wurden aber auch grungige und punkige Noten sichtbar: Nieten, Leopardenmuster, gefärbte Haare. Nach Grunge und Punk sahen auch die löchrigen Stricksachen von Ann Demeulemeester aus, genauso die rot-

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Schnitte im XXL-Format

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schwarzen Karos bei Andrea Crews. Selbst Donatella Versace, eher bekannt für Pomp statt für Punk, zeigte enge Hosen mit schwarz-weißen Längsstreifen.

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Kräftige Farben

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Farblich wird es bunt: kobaltblau, zitronengelb oder grasgrün soll die Kleidung in der kalten Jahreszeit leuchten. Craig Green verarbeitete gleich alle Farben des Regenbogens, während Heron Preston auffallend viel Orange verwendete. Yusuke Takahashi schneiderte für Issey Miyake ein Sakko aus orangefarbenem Stoff, den er mit gelben Strichen verzierte. Sehr oft kommt auch dunkles Lila zum Einsatz - etwa als Anzug und Bomberjacke bei Zegna, Raf Simons macht daraus Mäntel.

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Komplett in Grau oder Braun

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Wer es nicht ganz so auffällig mag, für den gibt es Grau-in-Grau-Looks und komplett braune Outfits. Graue Männer liefen bei Dior (eigentlich wurden sie über den Laufsteg gefahren) und bei Armani. Der Italiener zeigte in seiner riesigen, 140 Looks umfassenden Kollektion außerdem, wie echt (und gut) falscher Pelz mittlerweile aussehen kann. Lagerfeld wollte sich offenbar nicht so recht entscheiden und nutzte für Fendi beide Farben in einem Kleidungsstück, er setzte ein Sakko aus Stoffen in beiden Tönen zusammen. Die Frage "Grau oder Braun?" stellt sich also zumindest in diesem Fall nicht. Doch Sie dürfen sich entscheiden, und zwar für Ihr Lieblingsoutfit.

So geht's: Sie sehen zwei Fotos im Vergleich. Klicken Sie auf das Outfit, das Ihnen besser gefällt. Das andere verschwindet, ein neues erscheint - wieder können Sie das Ihrer Meinung nach schönere Outfit anklicken. Am Ende bleibt der Siegerlook übrig.

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