Grüne Welle: Eigenheimparadies bei Wien in Österreich
Grüne Welle: Eigenheimparadies bei Wien in Österreich
Foto: Johannes Hloch

Ausgezeichnete Landschaftsarchitektur Das Paradies vor der Haustür

Gartenbesitzer gehören zu den Privilegierten. Einige unter ihnen können sich besonders glücklich schätzen: Ein Blick in die von einer Fachjury ausgewählten "Gärten des Jahres" 2020.
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Birnbäume und ein mehrstämmiger Apfeldorn spenden den Besitzern dieses Gartens Schatten. Auf insgesamt 170 Quadratmetern gibt es genügend Platz, um sich auch mal aus dem Weg zu gehen. Der langgezogene Garten gehört zu einem denkmalgeschützten Altbau mit Backsteinfassade in Düsseldorf. Durch den Grünstreifen windet sich ein kleiner Weg. Er beginnt an der Terrasse und führt vorbei an Sitzmauern und einem Wasserbassin zu einer zweiten Sitzgelegenheit unter weidenblättrigen Birnen. Für diese Komposition gab es den ersten Platz im Wettbewerb "Gärten des Jahres 2020 " für das Team von "gartenplus - die gartenarchitekten". Die Dokumentation mit 50 Gartenporträts zum Wettbewerb ist im Callwey-Verlag erschienen. Weitere Informationen gibt es hier .

Foto: Ferdinand Graf Luckner
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Sieht aus wie England, ist aber am Niederrhein. In Viersen, um genau zu sein. Das Besondere an dieser Anlage ist ihre Pflanzung nach dem phänologischen Kalender. Er unterteilt Frühling, Sommer und Herbst in jeweils drei Phasen. Sie beginnen mit der Blüte gewisser Pflanzen, der Vollfrühling etwa mit der Apfelblüte. Die Gewächse für den Garten wurden so zusammengestellt, dass zu jeder Jahreszeit Farbe auf den Bäumen und Büschen liegt. Hecken, Kies und Rasenflächen gliedern die unterschiedlichen Bereiche. Der Garten ist aber kein reiner Ziergarten. Neben Sitz- und Wasserflächen gibt es einen Obst- und Gemüsegarten.

Foto: Bauherr
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8000 Quadratmeter Garten sind etwas Wunderbares, aber auch viel Arbeit. Gartenarchitekt Thomas Huemer bespielt das Areal in Oberösterreich mit einem 600 Quadratmeter großen Badeteich. Drum herum drapierte er Sumpf-Eichen, Ahorn- und Tulpenbäume sowie insgesamt 250 Tonnen Granitblöcke aus Bayern. Die bis zu acht Meter in den Himmel ragenden Schwarzkiefern gehörten schon vorher zu der ehemaligen Industriellenvilla.

Foto: MARTIN STEINKELLNER
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Zwischen der Straße und dem Wohnhaus im Kanton Schwyz war nicht viel Platz - doch er sollte reichen für einen Pool und eine Gartenküche. Das zumindest war der Wunsch der Auftraggeber. Keine leichte Aufgabe für Landschaftsarchitektin Anja Bandorf. Doch dank einer geschickten Gliederung der langgezogenen Hoffläche entlang des Gebäudes war am Ende sogar noch Raum für eine Lounge mit Kamin.

Foto: Christian Neuenschwander
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Eine Waldkiefer überragt diese in einen Baumstamm geschnitzte Bank in einem Garten in St. Gallen in der Schweiz. Der Landschaftsarchitekt Christian Egli hat sie dort platziert. Der Baum lenkt den Blick der Besucher in die Ferne, weg von den angrenzenden Häusern. Um die Nachbarschaft noch stärker auszublenden, wurde ein Brunnen mit Wasserspeiern installiert.

Foto: Claudia Below
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Diese weiße Walmdachvilla in Bonn stammt aus den Siebzigerjahren, der Garten wurde 2007 passend gemacht. Farblich dominieren Grün und Weiß. Das soll den Landschaftscharakter der Anlage und die klassische Eleganz des Gebäudes unterstreichen. Die gläserne Oldtimergarage auf dem Grundstück integrierte Landschaftsgärtner Klaus Klein in sein Konzept und bepflanzte sie. Dadurch erweiterte sich die Nutzfläche um einen begehbaren Dachgarten. Aus einer anderen Ecke des Hanggrundstücks in Bonn reicht der Blick bis auf das Siebengebirge.

Foto: Ute Stehlmann
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Vier Familien, viermal der Wunsch nach einem eigenen Schwimmbecken. Am Ende siegte die Vernunft: Die Nachbarn entschieden sich für die Variante eines gemeinsamen Badeteichs inmitten ihrer Grundstücke. Idyllisch umstellt von Fachwerkhäusern und alten Scheunen. Gestaltet hat den Gemeinschaftsgarten der Gartenbauingenieur Markus Wolf im Kanton Zürich (Schweiz).

Foto: Andrea Tina Stalder Photography
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Hier rahmen eine Sandbirke und Felsenbirnen eine oberbayerische Seenlandschaft. Die Idee dazu stammt von Alexander Koch. Gegen den über das Wasser blasenden Wind ließ der Gartenarchitekt eine Kalksteinmauer errichten. Dazu passt eine vier Meter lange Tafel aus Blaustein direkt am Seeufer. Zehn Personen können hier sitzen. An heißen Tagen geht es über einen Steg an der privaten Seepromenade ins Wasser vor Voralpenkulisse. Oder man sieht den Wolken am weiß-blauen Bayernhimmel bei ihrem Treiben zu.

Foto: Alexander Koch
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Wer auch immer das Glück hat, dieses Haus bewohnen zu dürfen, das Holzdeck am Wasserbecken mit Blick ins Grüne dürfte zu den Lieblingsplätzen zählen in diesem kleinen Park vor den Toren Wiens. Weil die Wohnhausarchitektur äußerst geradlinig ist, sind auch die Pflanzenbeete, Stauden und Sträucher geometrisch angeordnet. Aber so, dass es nicht streng wirkt, sondern puristisch. Verschiedene Arbeitseinsätze, verteilt über zwölf Jahre, benötigten die beiden österreichischen Landschaftsplaner Armin Haderer und Ralf Wunderer für dieses Kunststück.

Foto: Johannes Hloch
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Bevor Jan Schelling und Robin Lustenberger sich seiner annahmen, war dieser Hanggarten von einer Stützmauer durchzogen. Die musste weichen, damit der Garten im schweizerischen Udligenswil als eine Einheit wahrgenommen werden konnte. Stattdessen halten dort nun Findlinge aus Alpenkalk alles an seinem Platz. Über eine Holztreppe gelangt man in einen japanisch angehauchten Garten mit Bambussen und Fächerahornen. Rhododendren und Azaleen färben den Garten.

Foto: Jan Schelling
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Zur Ostsee gehören Dünen und Strand. Und so hat die Landschaftsgärtnerin Ilka Mahro für diesen Grünraum eines Hauses im Ostseebad Sierksdorf in Schleswig-Holstein reichlich Gräser und Stauden in die Erde gesetzt. Zum Beispiel Blauraute und Zartes Federgras, das sich im Wind biegt. In Form und Farbe greifen die Pflanzen das maritime Thema auf. Eine 20 Zentimeter dicke Sandschicht und die rechteckigen Holzpaneele komplettieren die private Strandlandschaft.

Foto: Gary Rogers
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