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30. November 2018, 12:18 Uhr

Helene Fischer auf "Vogue"-Cover

Barfuß an die Spitze

"Forbes"-Ranking? Check. "Vogue"-Cover? Check. Läuft für Helene Fischer. Starfotograf Peter Lindbergh hat den Schlagerstar für die deutsche Ausgabe des Modemagazins abgelichtet - ohne viel Make-up oder Glitzer.

In die Liste der bestverdienenden Musikerinnen weltweit hat sie es schon geschafft, nun kann Helene Fischer auch den Punkt "Vogue"-Cover von ihrer Superstar-To-do-Liste streichen. Zum 40. Geburtstag der deutschen Ausgabe ließ Chefredakteurin Christiane Arp den Schlagerstar von Peter Lindbergh ablichten. Der Starfotograf zeigt die Sängerin in seinem typischen, sehr intimen Stil: schwarz-weiß, barfuß, wenig Make-up, viele Nahaufnahmen.

Diese Inszenierung habe geholfen, die Barriere aus Make-up und Kostümen zu durchbrechen, hinter der sie sich auch manchmal verstecke, so die Sängerin im Gespräch mit der Zeitschrift. "Peter hat mir heute in die Seele geschaut. Da konnte ich mich gar nicht verstecken", sagt sie im Interview, das die 24-seitige Fotostrecke flankiert. Es sei immer wieder faszinierend, wie Lindbergh die Frauen, die er fotografiert, durch seinen Blickwinkel zu einer Peter-Lindbergh-Frau werden lasse, sagt sie über die Besonderheit des Fotografen, mit dem sie schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet.

Für die 34-Jährige ist die Einladung zu einem "Vogue"-Covershooting mit einem der bekanntesten Fotografen der Welt - er hat Naomi Campbell, Kate Moss und viele andere zu Stars gemacht - ein Ritterschlag. Auch wenn die Auflagenzahlen seit einiger Zeit zurückgehen und Condé Nast in den USA und Europa eher auf dem Print-Rückzug ist, das "Vogue"-Cover ist noch immer eine Institution. Für gewöhnlich werden hier internationale Topmodels und Stars präsentiert.

Helene Fischer glaubt, dass die Einladung zu ihrem ersten "Vogue"-Covershooting nicht zufällig zu diesem Zeitpunkt kam: "Nichts kommt so schnell und so spontan ohne Grund. Womöglich war es auch ein Cut, aber für mich war es eher noch mal eine Chance, etwas so anderes zu machen." Das gilt vermutlich auch für die deutsche Ausgabe des Modemagazins, das im Oktober 1979 erstmals am Kiosk erhältlich war.

Auf die Meldung, dass der deutsche Schlagerstar mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 28 Millionen Euro nun zu den Spitzenverdienerinnen der Musikbranche zählt - hinter Beyoncé, aber vor Britney Spears und Céline Dion - reagierte die Auslandspresse noch mit Schulterzucken. Beim nächsten Mal könnte das schon anders sein.

löw

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