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Experten geben Tipps Auf den Balkon gekommen

Jedes Jahr Geranien pflanzen? Balkone können so viel individueller sein: Sechs Tipps und Projekte für Einsteiger und Fortgeschrittene. Vom Familienmenschen bis zum Pilzliebhaber.
Von Maren Keller

Balkontyp 1: Der bienenfreundliche Balkon

Balkon für Bienenfreunde: Sehr nützlich und schnell gebaut sind Insektentränken

Balkon für Bienenfreunde: Sehr nützlich und schnell gebaut sind Insektentränken

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Katharina Heuberger ist Journalistin und wohnt mitten in München, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Früher wuchsen auf ihrem Balkon lauter Blumen aus dem Gartencenter, die zwar schön aussehen, die aber - so drückt das Heuberger aus - für Vögel und Insekten ungefähr so nützlich sind wie Plastikblumen. "Death-Valley-Phase" sagt sie heute dazu. Dann besuchte Heuberger eines Tages eine Kollegin und fühlte sich von deren Natur-Balkon so inspiriert, dass sie beschloss, auch ihren Balkon zum Insektenparadies umzugestalten. Sieben Jahre sind seitdem vergangen, heute bekommt Heuberger regelmäßig Besuch von kleinen, wilden Tieren in ihrem Balkon im fünften Stock.

Das schnelle Projekt zum Loslegen: Erst einmal klingt es ganz einfach: Wer ein insektenfreundliches Naturparadies möchte, muss einfach nur Wildblumen pflanzen. Der Haken daran: In den Gartencentern gibt es in der Regel keine Wildblumen, sondern höchstens Zuchtformen davon. Wer also wirkliche Wildpflanzen möchte (als Samen oder als Pflanzen), orientiert sich besser an den Fachbetrieben des Naturgartenvereins, rät Heuberger. Es gibt Samenmischungen, die von Insektenexperten zusammengestellt werden - wie zum Beispiel die von dem Wildbienenspezialisten Paul Westrich. 

Sehr nützlich und schnell gebaut sind Insektentränken: Dafür einfach eine flache Schale - zum Beispiel einen Blumenuntersetzer - mit Wasser füllen und ein paar Steine oder etwas Moos hineinlegen, damit die Insekten darauf landen können.

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31.01.2023 17.26 Uhr

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Das kostet mehr Zeit, lohnt sich aber: Insektenhotels, die es in Baumärkten zu kaufen gibt, sind oft teuer und nicht immer gut - zum Beispiel, weil sie Tannenzapfen enthalten, die in Insektenhotels eigentlich nichts verloren haben. Oder weil die Eingänge nicht glatt genug geschliffen sind, sodass Insekten sich daran die Flügel verletzen können. So baut man ein Insektenhotel: Man braucht dafür verschiedene Stängel, es eignen sich zum Beispiel Naturstrohhalme, Bambus oder Schilf. Am Schönsten ist eine Mischung. Weil es einige Insektenarten gibt, die sich selbst ihre Nistgänge in die Stängel nagen, kann man unter die Mischung auch einzelne Stängel mischen, die nicht hohl sind - zum Beispiel von Brombeeren. Alle Stängel schneidet man auf die Länge einer leeren Dose zu und klebt sie mit etwas Gips am Boden der Dose fest, damit sie nicht von Vögeln stibitzt werden können. Einen schönen Platz für das Insektenhotel suchen, aufhängen, fertig.

Zum Weiterlesen: Heuberger betreibt das sehr empfehlenswerte Online-Magazin "Wilder Meter " und schreibt dort über alle Aspekte des Naturbalkons. Dort findet man alles von der Auswahl der richtigen Erde über Bezugsquellen für Pflanzen und auch Berichte über Heubergers größte Balkonkatastrophen. In dem Buch "Dein fantastischer Balkongarten" findet sich ebenfalls ein Kapitel, das von ihrem Balkon inspiriert wurde.

Balkontyp 2: Der Pilz-Balkon

Balkon für Pilzliebhaber: Viele Pilzarten sind absolut balkontauglich

Balkon für Pilzliebhaber: Viele Pilzarten sind absolut balkontauglich

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Wenn es darum geht, welche Lebensmittel man auf dem Balkon anpflanzen kann, dann fällt den meisten Balkonbesitzern auf Anhieb die Tomate ein und das Kräuterbeet. Aber Pilze? Pilze züchtet kaum jemand auf dem Balkon, dabei sind viele Pilzarten absolut balkontauglich. Und weil sie Schatten lieben, kann man sie auch dort anbauen, wo andere Pflanzen ihre Mühe haben - zum Beispiel unter dem Hochbeet. Die absoluten Spezialisten für selbst gezüchtete Pilze sind Magdalena Wurth und Moritz Wildenauer, Waldviertler Pilzgarten heißt ihre Pilzzucht.

Das (einigermaßen) schnelle Projekt zum Loslegen: Pilze kann man auf unterschiedlichsten Untergründen wachsen lassen: auf Stroh, auf Kaffeesatz oder auf Baumstämmen. Wer aber ohne viel Arbeit erst einmal ausprobieren möchte, ob die Pilzzucht Spaß macht, dem empfiehlt Magdalena Wurth sich erst einmal mit dem Anbau auf Pilzsubstrat zu versuchen. Es gibt Substrat-Kits fertig zu kaufen, man kann sie aber auch selbst zusammenstellen. Dazu kauft man Strohpellets, die eigentlich als Stalleinstreu für Pferde gedacht sind. Erst muss dieses Stroh fermentieren, indem man es nass macht und dann an einem warmen Ort stehen lässt, das dauert etwa 7 bis 14 Tage. Nach der Einwässerphase muss das Stroh ausgepresst werden, dazu nimmt man am besten ein altes Laken. Dazu sollte man unbedingt Handschuhe tragen, weil der leicht gärige Geruch an den Händen etwas unangenehm sein kann.

Das fertige Substrat wird als nächstes mit Pilzbrut durchmischt und in den endgültigen Behälter umgefüllt. Besonders gut sind die Austernsaitlinge für diese Zuchtmethode geeignet. Und als Gefäß kann man zum Beispiel einen Eimer nehmen, in den man einige Löcher bohrt. Jetzt beginnt die Durchwachsphase, in der zuerst nach etwa einer Woche das sogenannte Myzel wächst. Hat alles geklappt, werden bald ganze Pilzansätze sichtbar - die erste Pilzzucht naht.

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Magdalena Wurth, Moritz Wildenauer

Pilzgeflüster: Wie deine eigenen Pilze aus dem Boden schießen. Im Garten, Innenhof, auf Balkon, Couchtisch und Kaffeesatz Shiitake, Champignon.: Wie ... Garten, Innenhof, auf Balkon und Couchtisch

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Das kostet mehr Zeit, lohnt sich aber: Die nachhaltigste und schönste Möglichkeit, Pilze wachsen zu lassen, sind Baumstämme. Denn die können etwa fünf Jahre lang mehrmals im Jahr beerntet werden. Die Baumstämme sind zur Beimpfung zunächst etwa ein Meter lang und werden für die meisten Pilzarten in die Erde gesteckt oder man gräbt sie etwas ein. Auch hier gibt es bereits fertig beimpfte Stämme zu kaufen, aber natürlich kann man das auch selbst machen. Nach der Durchwachsphase drittelt man die Stämme.

Will man zum Beispiel Shiitake-Pilze auf den Stämmen wachsen lassen, setzt man mit einer Säge drei Schnitte in den Stamm, jeweils 25 Zentimeter voneinander entfernt. Der mittlere Schnitt sollte sich auf der gegenüberliegenden Seite der anderen befinden. Beim Umgang mit der Säge gilt natürlich: den Stamm gut vor dem Wegrollen sichern und jede Verletzungsgefahr vermeiden. Wer nicht mit einer Säge umgehen kann, sollte sich bei diesem Arbeitsschritt unbedingt helfen lassen. Die Schnitte sollten etwa 1,5 Zentimeter breit sein. In die Schnitte wird die sogenannte Pilzbrut gesetzt. Dafür werden die Schnitte mit einem Gewebeband zugeklebt, in das mit dem Cutter eine kleine Öffnung geschnitten wird. Durch diese Öffnung wird die Brut mit einem Stäbchen oder einem anderen Hilfsmittel in die Schnitte gestopft. Ist der Schnitt ganz gefüllt, wird auch die Öffnung mit Gewebeband verschlossen. Jetzt kann der Pilz den Stamm durchwachsen. Das dauert etwa ein Jahr. Magdalena Wurth und Moritz Wildenauer empfehlen deshalb den Stamm mit Pilzsorte und Beimpfungsjahr zu beschriften – weil man das nach so langer Zeit doch vergessen kann. Vor allem, wenn man verschiedenste Sorten auf diese Weise anbaut.

Zum Weiterlesen: Auf der Internetseite Waldviertler Pilzgarten  von Magdalena Wurth und Moritz Wildenauer gibt es die fertigen Anbaukits zu kaufen. Gemeinsam haben sie ein Buch über die Pilze geschrieben, das am 10. Juni im Löwenzahn-Verlag erscheint. Dort gibt es auch mehr Informationen zum Pilzanbau auf dem Balkon, im Garten, Haus und Innenof. Alle Anbaumethoden werden noch einmal ausführlich erklärt.

Podcast Cover

Balkontyp 3: Der Balkon für die ganze Familie

Balkon für Familien: Ein weiteres Zimmer für Eltern und Kinder

Balkon für Familien: Ein weiteres Zimmer für Eltern und Kinder

Foto: Lena Granefelt/ Getty Images

Die erste gemeinsame Wohnung von Julia Romeiss und Gregor Faubel hatte 42 Quadratmeter. Aber sie hatte auch: einen Balkon, der darum mehr war als nur ein Ort zum Blümchenpflanzen. Er war ein drittes Zimmer für die beiden. Romeiss und Faubel wissen darum, wie man aus kleinen Orten das bestmögliche herausholt. Zum Beispiel aus Familienbalkonen - auf denen Platz für das Planschbecken sein muss, für die Spielecke, die Erdbeerpflanzen. Und, ach ja, irgendwo, müssen ja auch der Zweijährige, die Fünfjährige und die Erwachsenen noch hin.

Das schnelle Projekt zum Loslegen: Julia Romeiss und Gregor Faubel haben ein Buch geschrieben, indem sie jede Menge DIY-Projekte für den eigenen Balkon vorstellen, zum Beispiel diese Box-Couch, die genug Stauraum für alle Schaufeln, Kissen und Kuscheltiere bietet. Dafür kauft man im Baumarkt eine Holzkiste und vier Multiplexplatten, die man sich dort schon zuschneiden lässt: eine Sitzplatte, eine Frontplatte, eine Rückenplatte und eine Stabilisierungsplatte. Die Maße der Platten ergeben sich aus der Größe der Kiste. Hat man alles zusammengeschraubt, verwendet man ein Standardpolster für Gartenmöbel als Auflage. Auf dieser Couch finden locker zwei Erwachsene oder drei Kinder Platz, sagt Julia Romeiss.

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Faubel, Gregor, Romeiß, Julia

Tiny Balcony: Raumwunder für Balkon und Terrasse zum Selberbauen (GU Balkon)

Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
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Das kostet mehr Zeit, lohnt sich aber: Hat man einen etwas größeren Balkon, empfiehlt Julia Romeiss eine ausklappbare Couch nach ihrer Anleitung zu bauen. Denn dann hat man eine gemütliche Sitzmöglichkeit und eine ausladende Liegefläche. Die Bauanleitung haben Julia Romeiss und Gregor Faubel selbst entwickelt. Das Bauen ist etwas aufwendiger, aber dafür kann man "Alma" - wie sie die Couch nennen - zu einem Bett ausklappen und die Kinder können im Sommer draußen auf dem Balkon übernachten und so zu Hause ein kleines Abenteuer erleben.

Zum Weiterlesen: Die Anleitungen für die Boxcouch und die Klappcouch finden sich zusammen mit vielen anderen in dem Buch "Tiny Balcony".

Balkontyp 4: Der Katzenbalkon

Balkon für Katzenbesitzer: Katzen lieben Gras

Balkon für Katzenbesitzer: Katzen lieben Gras

Foto: insonnia/ iStockphoto/ Getty Images

Yuki heißt der Kater, der zu Anja Sadowskis Familie gehört. Wie alle Familienkatzen liebt er es, auf der Computertastatur zu liegen, in Kartons oder auf dem Sofa. Aber Yuki hat auch das Glück, dass Anja Sadowski ihren Balkon mit viel Liebe pflegt und bepflanzt und daraus einen Ort gemacht hat, der für Katzen genauso schön ist wie für Menschen. 

Das schnelle Projekt zum Loslegen: Katzen lieben Gras. Am einfachsten und schnellsten, sagt Anja Sadowski, ist es, in eine beliebig große Schale oder einen Balkonkasten Katzengras zu säen. Die Grassamen findet man in jedem Baumarkt. Gras ist pflegeleicht und passt auch auf den kleinsten Balkon. Wer noch mehr für seine Katze pflanzen möchte, kann es auch mit Katzenminze probieren. Die ist nicht ganz so leicht zu finden wie Katzengras, es gibt aber Onlineshops, in denen man fündig wird. Katzen allerdings unterscheiden eh nicht so genau zwischen Pflanzen, die man extra für sie anpflanzt und den übrigen Pflanzen. Sie fressen einfach so gut wie alles mal an. Anja Sedowksis Yuki futtert sogar Salat. Darum sollte man unbedingt darauf achten, dass man sich nur ungiftige Pflanzen zulegt, wenn man sich dazu entscheidet, den Balkon zum Katzenbalkon zu machen.

Das kostet mehr Zeit, lohnt sich aber: Ganz besonders wichtig findet es Anja Sadowski, den Balkon zunächst einmal mit einem Netz katzensicher zu machen. Denn es passieren sonst womöglich Unfälle, bei denen Katzen von ungesicherten Balkonen springen oder fallen.

Zum Weiterlesen: Anja Sadowski hat auf ihrem Blog  mehr über ihre Katzen und ihren Balkon geschrieben.

Balkontyp 5: Der Balkon für Vielbeschäftigte

Balkon für Vielbeschäftigte: Es muss keine Betonwüste sein

Balkon für Vielbeschäftigte: Es muss keine Betonwüste sein

Foto: AleksandarNakic/ Getty Images

Man kann sich auf jedem Balkon selbst verwirklichen, dort Stunden damit verbringen, Tontöpfe hübsch anzumalen, Jungpflanzen zu päppeln und prächtige Stauden aufzuziehen. Aber wenn man all das nicht will - oder schlicht keine Zeit dafür hat - muss man nicht mit einer Betonwüste vorliebnehmen. Denn es gibt Pflanzen, die so anspruchslos sind, dass sie auch mit wenig Pflege gut gedeihen. Und Hilfsmittel, dank derer man viel Zeit sparen kann. 

Das schnelle Projekt zum Loslegen: Zu den Pflanzen, die mit wenig Aufmerksamkeit auskommen, zählen zum Beispiel Rucola, der gute Heinrich oder Zitronengras. Wer Zitronengras auf seinem Balkon pflanzen möchte, kauft zum Beispiel einfach ein paar Stängel im Supermarkt, stellt diese in ein Glas mit Wasser, wartet, bis sich Wurzeln bilden und pflanzt sie dann in einen Topf. Und wer selbst dafür nicht genug Muße hat, für den gibt es trotzdem die perfekte Pflanze: Kresse. 

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Das kostet mehr Zeit, lohnt sich aber: Wer nicht ständig gießen möchte, sollte darüber nachdenken, einmal etwas Zeit und Geld in ein Bewässerungssystem zu investieren. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, sogenannte Gießkegel aus Ton auf alte Wein- oder PET-Flaschen zu schrauben. Die Flaschen werden mit Wasser gefüllt und in die Balkonkästen oder Blumentöpfe gesteckt. Über die Kegel geben sie das Wasser langsam ab. Wer handwerklich etwas geschickter ist oder vielleicht sogar Zugang zu einem Wasseranschluss hat, kann sich auch mithilfe eines Rohrs und mehrerer Töpfe ein Pflanzenbehältnis mit Wasserbett bauen oder sogar das Micro-Drop-System verwenden. 

Zum Weiterlesen: In dem Buch "Dein fantastischer Balkongarten" aus dem Löwenzahn-Verlag findet sich ein ganzes Kapitel für Vielbeschäftigte, aus dem auch diese Tipps sind. Eine ausführliche Anleitung für einen Topf mit Wasserbett findet sich bei Mark Ridsdill Smith .

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Balkontyp 6: Der Homeoffice-Balkon

Balkon für die Arbeit: Warum nicht mal draußen arbeiten

Balkon für die Arbeit: Warum nicht mal draußen arbeiten

Foto: horstgerlach/ Getty Images

Seit der Coronakrise ist der Balkon vieler Büroangestellter überraschend und plötzlich noch etwas anderes geworden: das temporäre Homeoffice an der frischen Luft als Alternative zum Küchentisch. Und plötzlich ist das wacklige Balkontischchen vom Flohmarkt vielleicht doch nicht mehr so praktisch, auch wenn es wirklich hübsch aussieht. Und die Hängematte bewährt sich auch nicht so recht. Die gute Nachricht: Wer auf dem Balkon zwischendurch auch mal arbeiten möchte, braucht nicht seinen Bürostuhl rauszurollen. Julia Romeiss und Gregor Faubel sind Experten dafür, wie sich dieser Raum zwischendurch auch anders nutzen lässt. 

Das schnelle Projekt zum Loslegen: Wer auf seinem Balkon auch arbeiten möchte, braucht auch Platz dafür. Mindestens ein Tisch muss schließlich irgendwo hin. Es empfiehlt sich also, in die Höhe zu pflanzen, damit nicht der gesamte Balkonboden mit Töpfen vollgestellt ist. Am einfachsten geht das mit einem Rankgitter - vielleicht sogar mit solch einem, das gleichzeitig als Regal fungiert, wie das, das Julia Romeiss und Gregor Faubel in ihrem Buch zum Nachbauen entworfen haben.

Das kostet mehr Zeit, lohnt sich aber: Wer regelmäßig auf seinem Balkon arbeitet, möchte sich vielleicht den Klappsekretär von Julia Romeiss und Gregor Faubel nachbauen. Das ist ein Tisch, der an der Brüstung des Balkons befestigt wird und einfach eingeklappt werden kann, wenn der Feierabend naht und man den Platz für die Liege braucht.

Zum Weiterlesen: Die Bauanleitung für den Klappsekretär findet sich in dem Buch "Tiny Balcony" von Julia Romeiss und Gregor Faubel.

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