Smarter leben - Der Ideen-Podcast "Ich hatte fünf Ikea-Schränke voll Klamotten, und es hat nicht gereicht"

Marie Nasemann war mal Dritte bei "Germany's Next Topmodel", und sie liebte Klamotten und Shopping. Heute setzt sie auf bewussten Konsum - und versucht, andere Menschen von fairer, nachhaltiger Mode zu überzeugen.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Eco Fashion, Slow Fashion, Faire Mode - hinter all den Begriffen steckt derselbe Grundgedanke: Kleidung darf keine billig produzierte Wegwerfware sein. Stattdessen sollte Mode nachhaltig produziert werden - und unter fairen Arbeitsbedingungen.

Auch Model und Schauspielerin Marie Nasemann sieht das so. Sie bezeichnet die Modeindustrie im Podcast als "eine der dreckigsten Branchen", weil sie der Umwelt schade - und als Branche, "in der die meisten Menschen sehr schlecht bezahlt werden". Deshalb versucht die 30-Jährige auf ihrem Blog, möglichst viele andere Menschen von fairer, nachhaltiger Mode zu überzeugen.

Dabei war Shoppen mal Maries Leidenschaft: "Ich hatte fünf Ikea-Schränke voll Klamotten, und es hat immer noch nicht gereicht". Nach ihrem dritten Platz bei der TV-Show "Germany's Next Topmodel" im Jahr 2009, nahm Marie Nasemann zunächst internationale Jobs an, modelte für konventionelle Labels, kaufte Klamotten, und bekam noch mehr Kleidung geschenkt. Über die Produktionsbedingungen machte sie sich nur wenig Gedanken.

Bis im April 2013 eine Textilfabrik in Bangladesch einstürzte - und bei Marie der Sinneswandel begann. Im Rana-Plaza-Fabrikgebäude befanden sich mehrere Textilfabriken, in denen bekannte Modefirmen zu Billigpreisen produzierten. Mehr als tausend Menschen kamen damals ums Leben, weil ausreichende Sicherheitsstandards fehlten. "Da habe ich gemerkt, ich möchte so, wie ich in der Modebranche arbeite, nicht weitermachen", erzählt Marie.

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