Rezept für Pimientos de Padrón Achtung, Sie spielen Zungenroulette

Peter Wagner

Von Hobbykoch

2. Teil: Rezept für Pimientos de Padrón (Tapas für 4 Personen)


Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach

Zutaten

500 g Pimientos de Padrón
5 EL erhitzbares Olivenöl (raffiniertes Öl)
1-2 EL spanisches Flor de Sal (alternativ: Fleur de sel)

Zubereitung

Pimientos de Padrón unter fließendem Wasser sorgfältig abwaschen, im Sieb abtropfen lassen und mit Küchenkrepp trocknen. Das Öl in einer großen Pfanne stark erhitzen bis es raucht. Pfanne vom Herd ziehen und Hitze etwas vermindern. Pimientos de Padrón in die Pfanne geben, zurück auf den Herd ziehen und unter stetigem Rühren so lange braten, bis sich auf der Haut der Schoten sichtbare Blasen und braune Stellen bilden. Danach rasch servieren, denn die Schoten fallen nun ratzfatz in sich zusammen.

Fertigstellen & Anrichten

Beherzt mit dem Meersalz würzen und so heiß wie möglich auftischen. Pimientos de Padrón brauchen kein Besteck, sie werden einfach mit den Fingern gegessen. Dazu passen weitere Tapas und frisches Weißbrot.

Getränketipp

Stilvoll begleitet werden Tapas wie diese mit einer selbstgemachten Cava-Sangria mit hohem Fruchtanteil, oder einem vollmundig-frischen spanischen Rosado auf Eis wie zum Beispiel dem 2016 Mas Donis, einer Fruchtbombenmischung aus Garnacha, Cariñena, Syrah und Merlot.



insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
sp13g3ll3s3r 05.08.2017
1. Der Halbspanier mit galizischen Wurzeln empfiehlt ...
1. Mehrere Knoblauchzehen je nach Größe halbieren oder vierteln und in einer Pfanne in reichlich Olivenöl bei geringer Hitze bräunen, dann aus dem Olivenöl nehmen und beiseite stellen. (Keinesfalls zu dunkel werden lassen, da diese sonst bitter werden, leichte Bräunung reicht aus). 2. Öl auf mittlere Hitze bringen und die Pimientos hinzufügen. Immer wieder umrühren und kleinere Exemplare vor größeren aus der Pfanne nehmen. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 3. Mit Flor de Sal und den Knoblauchstücken bestreuen und servieren. Schmeckt heiß und kalt. Tatsächlich ist eine genaue Mengenangabe beim Olivenöl nebensächlich. Am besten schwimmen die Dinger geradezu drin. Das Öl danach nicht entsorgen - es ist mit Aromen der Pimientos vollgesogen und eignet sich hervorragend zum Kochen anderer Gerichte. Wird das Öl wieder erkaltet durch einen Teefilter gegeben, erhält man eine dunkelgrüne Aromenbombe voller Paprika-Geschmack. Und: Pimientos nie in anderem Öl als Olivenöl zubereiten. Nur in solchem werden sie schmackhaft. Die vielen Bitterstoffe der Pimientos werden in neutralem Pflanzenöl nicht überdeckt und schmecken darin gebraten abscheulich. Wer die gebratenen Knoblauchschnitzen nicht zu den Pimientos servieren möchte, kann diese auch mit ein wenig Salz und Zucker mörsern und als Paste weiter verwenden, z. B. als Zugabe zu Frischkäse, in Eintöpfen oder Marinaden.
liquimoly 05.08.2017
2. Heutzutage nicht mehr scharf
Den modernen Pimiento-Sorten aus den Supermärkten fehlt das Attribut, dass jede 7. Pimiento ( al Padron ) dem Verzehrer Zunge und Gaumen veröden. Gottseidank, mir war früher noch nicht einmal mit einem Liter Milch zu helfen. Und wer mag schon einen Liter Milch, wenn die Tapas auf dem Tisch locken?
noch_ein_forenposter 05.08.2017
3. Vielen herzlichen Dank
Zitat von sp13g3ll3s3r1. Mehrere Knoblauchzehen je nach Größe halbieren oder vierteln und in einer Pfanne in reichlich Olivenöl bei geringer Hitze bräunen, dann aus dem Olivenöl nehmen und beiseite stellen. (Keinesfalls zu dunkel werden lassen, da diese sonst bitter werden, leichte Bräunung reicht aus). 2. Öl auf mittlere Hitze bringen und die Pimientos hinzufügen. Immer wieder umrühren und kleinere Exemplare vor größeren aus der Pfanne nehmen. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 3. Mit Flor de Sal und den Knoblauchstücken bestreuen und servieren. Schmeckt heiß und kalt. Tatsächlich ist eine genaue Mengenangabe beim Olivenöl nebensächlich. Am besten schwimmen die Dinger geradezu drin. Das Öl danach nicht entsorgen - es ist mit Aromen der Pimientos vollgesogen und eignet sich hervorragend zum Kochen anderer Gerichte. Wird das Öl wieder erkaltet durch einen Teefilter gegeben, erhält man eine dunkelgrüne Aromenbombe voller Paprika-Geschmack. Und: Pimientos nie in anderem Öl als Olivenöl zubereiten. Nur in solchem werden sie schmackhaft. Die vielen Bitterstoffe der Pimientos werden in neutralem Pflanzenöl nicht überdeckt und schmecken darin gebraten abscheulich. Wer die gebratenen Knoblauchschnitzen nicht zu den Pimientos servieren möchte, kann diese auch mit ein wenig Salz und Zucker mörsern und als Paste weiter verwenden, z. B. als Zugabe zu Frischkäse, in Eintöpfen oder Marinaden.
für die Ergänzung. Ich habe mich schon beim Lesen des Rezepts gewundert, warum da kein Knoblauch dran ist. Ich muss das unbedingt mal nachkochen. Zum Artikel: Kann es sein, dass das Rezept dasjenige mit den wenigsten Zutaten ist, das Herr Wagner jemals präsentiert hat? Ein sehr sinnvoller Rekord! Die meisten seiner Rezepte halte ich sonst für ziemlich abgehoben und komplett praxisfern.
noch_ein_forenposter 05.08.2017
4. Eine Frage kann ich mir jetzt nicht verkneifen
Was ist der Unterschied zwischen Flor de Sal und Fleur de sel? Hat das Meer an Spaniens Küsten eine andere Zusammensetzung der Salze als vor Frankreich?
tempus fugit 05.08.2017
5. Der 'Unterschied' ist,...
Zitat von noch_ein_forenposterWas ist der Unterschied zwischen Flor de Sal und Fleur de sel? Hat das Meer an Spaniens Küsten eine andere Zusammensetzung der Salze als vor Frankreich?
...dass Wagner selbst bei den einfachsten Gerichten komplizieren muss... Abgesehen davon, dass ich die Pimientos Dutzende Male in Spanien gegessen habe, sehr lecker... Noch nie habe ich eine scharfe Paprika unter die Zähne gekriegt und wenn ich sie hier einkaufe, sind die durchweg mild. Salz? da kloppe ich das rsa Himalaya-Salz ein bisschen weniger grob - tut's auch... Noch was, worauf ja hingewiesen wurde: viele übersetzen in den Restaurants mit 'pimentios padron' Paprikas vom Chef... Aber eines stimmt: saulecker, schnell und lecker! Ein kühler Rosé passt immer dazu - das kann man sehr locker angehen... Oder saurer Rotweinschorle - denn Durst macht das salzige ölige Gemüse... Dazu ein Schälchen Aioli-Sauce und mittleres Weissbrot... Na ja, im Herbst bin ich wieder dort, wenn die 'Masse' weg ist...
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