In 20 Sekunden zubereitet So gelingt das perfekt fluffige Omelette

Sie bekommen das Omelette in der Pfanne nie so federleicht und luftig hin wie die Köche im Fernsehen? Kein Wunder. Das fluffigste Omelette der Welt entsteht ganz ohne Pfanne. Und so geht's.

Peter Wagner/ Foodbild

Von Hobbykoch


An den herbstlich verregneten Wochenenden nehmen sich viele mal wieder Zeit, um ausgiebig zu frühstücken. Und wenn nicht gerade Veganer oder gestrenge Vegetarier zu versorgen sind, schlägt man gern schon am Morgen mal das eine oder andere Ei drüber. Deren Konsum steigt in Richtung Jahresende zusätzlich durch all die Weihnachtsbäckerei. Ein Glück, wenn man ein paar Hühner hinter dem Haus hat.

Doch so einfach ist das nicht, denn ein Huhn als Haustier im Garten darf man in Deutschland zwar überall halten. Aber nur eines. Das kann bekanntlich auch ohne Hahn Eier legen, leidet als Solist aber an Vereinsamung. Größere Gehege müssen behördlich genehmigt werden. Je urbaner, um so geringer die Chancen für eine Erlaubnis. Wer sie dennoch bekommt, sollte ruhig einen Hahn halten, der sorgt für sozialen Frieden. Denn der ist gefährdet, wenn die falschen Hühner sich das Gehege teilen müssen.

Generell gilt: Hühner, die weiße Eier legen, sind oftmals launischer und schwieriger in größeren Gruppen zu halten als die Artgenossen, die braune Eier legen.

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Wer dieses Gegacker vertiefen möchte, landet automatisch bei der 2015 erschienenen Bibel der privaten Hühnerhaltung - Mark Diaconos "Huhn & Ei: Haltung, Rassen und Rezepte". Was die Rezepte angeht, ist mit dem Kochsachbuch "Alles Huhn: Altes Wissen, neu gelebt" nun allerdings ein gut gemachtes Konkurrenzwerk auf den Markt gekommen.

Die österreichischen Autorinnen Gabriele Halper und Irena Rosc behandeln Haltungsfragen zwar nicht so detailliert, kennen aber die besseren Tipps und Kochrezepte (für Hühner und Eier).

So erfährt man zum Beispiel, dass es kein Qualitätsmanko sein muss, wenn hartgekochtes Eigelb einen grünlichen Rand aufweist. Hier haben einfach nur Eisenatome im Dotter mit den Schwefelverbindungen im Eiklar chemisch reagiert. Geschmacklich ist das kein Problem. Gegen den Grünstich hilft folgende Methode: Die Eier nicht über 90 °C oder zu lange kochen und danach mit wirklich kaltem Wasser abschrecken.

Preisabfragezeitpunkt:
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Beim Omelette dagegen fällt den Österreicherinnen auch nicht viel mehr ein, als die mit Milch verquirlten Eier in einer beschichteten Pfanne mit Butter bei mittlerer Temperatur zu braten. Nicht schlecht, so machen das Millionen Menschen jeden Tag. Was aber tun, wenn man zum Beispiel nichts Gebratenes so früh am Morgen essen möchte, oder der Doktor magenschonendere Zubereitungen verschrieben hat? Oder das Bratomelette nie so federleicht und fluffig wird wie bei Frank Rosin im Fernsehen?

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In Windeseile fertig: Anleitung für das Kochtopf-Omelette

Kein Problem - dank der Methode des kalifornischen Zweisternekochs Daniel Patterson. Wie alle Profiköche chronisch unter Zeitdruck, dachte er sich, das geht schneller. Kurzerhand kippte er zwei verquirlte Eier in kochendes Wasser, und siehe da: nach 20 Sekunden mit einem Schaumlöffel herausgeangelt, lag ein megafluffiges Rührei auf seinem Teller.

Kochbeuteltrick für Familien und WGs

Das Ergebnis ist verblüffend lecker, wie unser heutiges Hobbyküchenrezept mit seinem himmlisch dahinschmelzenden Käsekern zeigt. Klar im Nachteil ist die Kochtopfmethode allerdings, wenn mehr als zwei Portionen gemacht werden müssen - dann nämlich garen die zuerst gekochten Omeletts beim Warmhalten im Backofen zu sehr nach.

Für Familien, WGs und den Morgen nach der Party eignet sich deshalb der Kochbeuteltrick besser: Verquirlte Eier und weitere Zutaten wie Reibekäse, Frühlingszwiebeln, Speck, Schinken oder Pilze pro Portion in je einen Ziplock-Beutel geben, Luft herausstreichen, verschließen und in einen großen Topf mit siedendem Wasser geben. Allerdings haben diese Tütenomeletts im Vergleich zum offenen Garen deutlich längere Kochzeiten von acht bis zwölf Minuten und sind am Ende auch nicht so fluffig.



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
runandrock 16.11.2019
1. Rezept ??
Wenn ich wissen will, wie ein fluffiges Omelette geht, möchte ich keine halbwissenschaftliche Abhandlung über die Hühnerhaltung. Thema verfehlt. 5 minus.
dasfred 16.11.2019
2. Ei,ei, da ist wohl ein poschiertes Ei zerlaufen
So bin ich jedenfalls auf die Garmethode gekommen. Nachdem ich das Ergebnis durchaus essbar fand, habe ich sowas dann gezielt gemacht. Wenn man statt Wasser Brühe nimmt, bekommt das Ei noch mehr Aroma. Außerdem eignet es sich als Suppeneinlage, statt Eierstich, der erst langsam stocken muss. Ich habe einen Wasserkocher aus Edelstahl, den ich zum Erhitzen von Würstchen zweckentfremdet habe. Darin hat man dieses Omelette schneller gar, als ein Frühstücksei im Stück. Ich glaube, heute gibt es kaum was zu kritisieren. Zutaten überall erhältlich, unter zwei Euro und kaum Aufwand. Bleibt nur, dass es nicht vergan ist. Trotzdem lecker!
Das Pferd 16.11.2019
3.
siedendes Wasser, nicht kochendes
tillerwald 16.11.2019
4.
Braucht man zwei Backöfen oder bin ich zu blöd?
martinwind 16.11.2019
5. Modewort
Kann man das derzeit überstrapazierte Wort "fluffig" auch durch luftig, weich etc. ersetzen?
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