Foto: Helga Lugert / I LOVE FOOD

Nervennahrung Heute gibt es Frittata mit Erbsen und Majoran

Die Kitas sind immer noch zu, und im Homeoffice gibt es keine Kantine. Da hilft nur eins: selbst kochen. Die Köchin Verena Lugert hat ein Rezept - schnell, einfach und lecker.

Nach dem sonnigen Frühlingswetter mit fast sommerlicher Wärme ist es schlagartig wieder so kalt geworden, dass man daheim die Heizung aufdreht. Auch wenn es zwischendrin draußen wieder aufreißt, strahlend und hell, und man weiß: Es ist Mai.

Das wechselhafte Wetter ist wie der Majoran. Der kann winterlich wirken, passend zu Wild, zu Ente oder Bratkartoffeln. Majoran ist - getrocknet - mildwürzig, harzig, aromatisch, holzig. Und passt damit so perfekt in eine Brat- und Leberwurst, dass diese ohne ihn kaum denkbar ist, Majoran heißt im Volksmund deshalb auch Wurstkraut, Bratenkräutel, Kuttelkraut.

Der frische Majoran jedoch, mit seinen zarten, jungen Blättern, hat noch ein anderes, subtiles, leichteres Aromenspiel zu bieten: Die ätherischen Öle des frischen Krautes, die sich später beim Trocknen verflüchtigt haben, sind blumig, zitrus-kiefernartig, übermütig, minzig, also schön frühlingshaft.

Wir machen heute eine Eierspeise. Eine leichte Frittata mit jungen, grünen Erbsen, mildem Schafskäse - und zarten Majoranblättchen, die ihr Würze und gleichzeitig Munterkeit verleihen. Übrigens soll Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, den Majoran als Symbol für die Glückseligkeit bezeichnet haben. Weswegen sich im alten Griechenland frisch getraute Paare mit Majorangirlanden schmückten.

Und auch das passt doch ganz wunderbar zum schönen Monat Mai.

Nervennahrung

Einfach kochen - aber trotzdem raffiniert: Jedes Wochenende haben wir hier für Sie ein besonderes Rezept unserer Köchin. Ihr Credo: Gutes Essen macht nicht nur satt, sondern auch glücklich. Hier finden Sie alle bisher erschienenen Rezepte.

Frittata mit Erbsen und Majoran

Für 4 Personen

  • 300 g junge Kartoffeln

  • 50 g Butter

  • 6 - 7  Eier, je nach Größe

  • 150 ml Sahne

  • 150 g Schafskäse, gewürfelt

  • 2 Schalotten

  • ½ EL Olivenöl

  • 1 - 2 Knoblauchzehen

  • 200 g junge Erbsen - frisch oder tiefgekühlt

  • 10 Stiele frischer Majoran

  1. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Butter sanft in einer Pfanne schmelzen, sie soll nicht bräunen. Zwei ganze Stiele Majoran und eine angedrückte Knoblauchzehe zugeben, in der warmen Butter ziehen lassen. Frische Erbsen palen (also aus der Hülse lösen) und blanchieren oder Tiefkühlerbsen in einem Sieb mit kochendem Wasser überbrühen. Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden, in kochendem Wasser in wenigen Minuten (nicht ganz) weichkochen, das geht schnell, weil sie so klein sind. Quiche- oder Auflaufform mit einem Teil der flüssigen Majoranbutter auspinseln, (Majoranstiele und Knoblauchzehe entsorgen), über die Kartoffelwürfel geben. 

  2. Schalotten fein hacken, in einer Pfanne in etwas Olivenöl glasig werden lassen. Wer mag, gibt noch eine sehr fein geschnittene Knoblauchzehe hinzu.

  3. Eier mit der Sahne in einer Schüssel verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen, die Blättchen des übrigen Majorans zugeben, ebenso die gedünsteten Schalotten und den Knoblauch.

  4. Kartoffelwürfel, Erbsen und gewürfelten Feta in der Quicheform verteilen, die Eiersahne angießen, die Frittata in 20 - 30 Minuten goldbraun backen. Dazu passt grüner Salat. Die Frittata lässt sich wunderbar aufheben und schmeckt am nächsten Tag vielleicht sogar noch besser, weil sich dann alle Aromen miteinander verbunden haben. Sie schmeckt auch kalt, deswegen ist es keine schlechte Idee, das Rezept zu verdoppeln und gleich zwei dieser freundlichen Frühlings-Frittatas zuzubereiten. Lassen Sie es sich schmecken!

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