Käsekuchen mit Gemüse Vielen Dank für die Blumen

Peter Wagner

Von Hobbykoch

2. Teil: Rezept für Cauliflower-Cheesecake (Vorspeise für 6 Personen)


Vorbereitungszeit: 30 Minuten (plus 12 Stunden Kühlzeit)

Zubereitungszeit: 60 Minuten

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Zutaten

Creme

500 g Blumenkohlröschen
0,5 TL frisch gemahlene Muskatnuss
1 TL feines Meersalz (gestrichener TL)
1 Prise weißer Pfeffer aus der Mühle
500 g Frischkäse
4 Eier
50 g Sahne
50 g sehr fein geriebener Parmesankäse
1 Prise Salz und weißer Pfeffer aus der Mühle

Boden & Dekoration

200 g salzige Cracker
50 g Panko (Asia-Panierung; ersatzweise Semmelbrösel)
50 g Butter
25 g sehr fein geriebener Parmesankäse
100 g sehr dünn aufgeschnittene Coppa oder Tiroler Bauchspeck
20 g sehr fein geriebener Parmesankäse

Zubereitung

Creme

Blumenkohlröschen waschen, würzen und weich dämpfen (Kombidämpfer oder Dämpf-Einsatz im Wasserbad; Kohl nicht kochen), etwas auskühlen lassen.

Restliche Zutaten außer dem Parmesan mit Elektroquirl zu einer glatten Masse vermengen. Zusammen mit dem Käse und dem Blumenkohl in sehr starkem Mixer (z.B. Blender, Thermomix oder Smoothie-Bereiter) 5 Min. auf höchster Stufe mixen. Masse durch Feinsieb pürieren.

Boden & Dekoration

Butter schmelzen. Cracker und Panko in Mixer mittelgrob zerkleinern, Butter und Käse zugeben und kurz mixen. Masse auf dem Boden einer eingefetteten Springform verteilen (besser: Form mit exakt zugeschnittenem Backpapier auslegen) und mithilfe eines Glasbodens oder Dessertring-Stopfers gleichmäßig fest andrücken. 20 Min. in den Kühlschrank stellen.

Die Dekoration erst 1 Stunde vor dem Servieren zubereiten: Backofen auf 250°C Umluft aufheizen. Coppa oder Speck auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen, zweites Papier auflegen, mit weiterem Blech beschweren. 7-8 Min. backen. Krosse Scheiben auskühlen lassen.

Für die Käsecracker Parmesan mithilfe von Dessertringen zu hauchdünnen Kreisen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech aufteilen. Unter dem Backofengrill max. 2 Min. schmelzen, abkühlen lassen.

Fertigstellung

Backofen auf 150°C (keine Umluft) temperieren, unterstes Blech mit Wasser füllen. Crememasse in die Springform füllen und auf Backofengitter oberhalb des Wasserbleches stellen. 50 Min. backen. Ofentür öffnen und Cheesecake langsam abkühlen lassen (sonst bilden sich hässliche Risse). Wenn der Kuchen handwarm ist, Springform mit Alufolie abdecken (darf Cheesecake nicht berühren) und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Anrichten

Cheesecake nach Belieben auf mehrere Teller aufteilen (z.B. mit quadratischen Dessertringen ausstechen. Mit den Speckchips ausdekorieren (Vegetarier bekommen Parmesanchips) und mit Kuchengabeln servieren. Dazu passen auch gemischte Wildkräutersalate als Garnitur.

Küchen-Klang

Die aus dem Dorf Mutzenwinkel im Bayrischen Wald stammende Familie Franz Josef, Johanna, Xaver, Ludwig und Franz Himpsl hatte 2012 mit ihrer vom Goethe-Institut geförderten Musikreise in die Türkei und der daraus resultierenden Crossover-CD "Bavaturka" einen derart großen Weltmusik-Erfolg landen können, dass sie nun unter dem gleichen Titel ein "Vol.2" (Himpslrecords) hinterherschieben - wieder alias Unterbiberger Hofmusik und mit weiteren waghalsig-schönen Verbindungen aus bayerischer Volksmusik und anatolischer Folklore, immer wieder auch jazzig umgesetzt.

Getränketipp

Wir degustierten eine Reihe von Weißweinen zu dem herzhaften Käsekuchen, die aber größtenteils Probleme mit der Cremigkeit des Gerichtes hatten und ihre Fruchtigkeit in der unmittelbaren Essensbegleitung verloren. Nicht so der wackere Pimonteser Langhe Arneis DOC 2014* aus der Kellerei Cordero di Montezemolo, die den Wein aus der seit dem 15. Jahrhundert dokumentierten säurearmen und spätreifenden Rebsorte Arneis in Stahltanks zu einem harmonischen und feinfruchtigen Speisen-Kameraden ausbaut.


*Bezugsquellen
Langhe Arneis DOC 2014



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FrieFie 30.09.2015
1.
Vielleicht ist das das traurigste Urteil über ein Rezept in den Zeiten des interaktiven Internets: Überhaupt keine Reaktion hervorzurufen. Sieht so aus, als wäre da ein kulinarischer Sack Reis umgefallen, der einem nichtmal ein "nette Anregung" entlocken kann. Eine mächtige, fettige Vorspeise, die irgendwie auch vegetarisch sein könnte, und bei allem Aufwand für´s Kochen doch irgendwie hausbacken daher kommt. Vielleicht irritieren mich daher die Rezepte dieser Kolumne immer wieder, weil es keinen Stil, keine Richtung, keine Handschrift gibt. Auf Fleischorgie folgt veganes, auf streng regionales folgen exotische Extravaganzen, auf die Hymne auf saisonale Produkte gibt´s prompt Salat mit Blüten ... im Winter. Und angerichtet wird mal minimalistisch, mal wie ein Teller bunte Knete. Insofern ist auch dieses Rezept konsequent zwischen alle Stühle platziert. Schade, dass ein solch prominenter "Sendeplatz" nicht sinnvoller genutzt wird. Viel mehr Lust auf Kochen macht da schon Ottolenghi, bei dem man bei aller Vielfalt eine Handschrift findet, und oft nichtmal auffiele, ob es nun ein vegetarisches, veganes Rezept ist oder nicht, stünde es nicht in der Überschrift. So lange man aber in jedem Einleitungstext ein Riesen-Bohei darum macht, und sich doch nie entscheiden kann, bleibt es eben Attitüde und dem Zeitgeist hinterher gelaufen. Denn warum sollte jemand, der Kobe-Rind geradezu verehrt, in anderen Rezepten vegane Ersatzprodukte für irgendwas verwenden? Vegan sind auch Spaghetti mit Tomatensauce, die kulinarisch ein Gedicht sein können, ohne dass man "Veggie-Pasta" dranschreibt, Mehl aus Timbuktu verwendet und Kräuter darüber streut, die erst in 6 Monaten auf dem Markt zu bekommen sind. So, jetzt gibt es wenigstens einen Kommentar. ;)
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