Herbstliche Rosenkohl-Bowl Kohlossal

Peter Wagner/ Foodbild

Von Hobbykoch

2. Teil: Rezept für Herbstliche Rosenkohl-Bowl (Hauptgericht für 4 Personen)


Vorbereitungszeit: 25 Minuten

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten

500 g Rosenkohl
3 EL erhitzbares Olivenöl
100 ml Noilly Prat (trockener Wermut)
5 EL helle Sojasauce
2 EL Honig
1 starke Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 Prise Salz und Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft
3 EL kaltgepresstes Haselnussöl

300 g dicke Möhren in verschiedenen Farben
20 g Butter
300 ml Geflügelfond
1 Prise Salz und Pfeffer


2 rote Äpfel (z.B. Cox, Jonagold, Braeburn)
50 g Bauchspeck in dünnen Scheiben
2 EL brauner Rohrzucker

200 g saisonale Pilze, z.B. Trompetenpfifferling, Totentrompeten oder Buchenpilze
1 EL Olivenöl
1 Prise Salz und Pfeffer
75 g Frühlingszwiebelringe
2 EL krause Petersilie, fein gehackt

125 g Büffelmozzarella

Zubereitung

Rosenkohl waschen, putzen und längs in ca. 5mm dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in großer Pfanne stark erhitzen, Rosenkohl zugeben und unter häufigem Rühren oder Schwenken goldgelb anbraten - der Kohl soll deutlich geröstet werden, aber nicht verbrennen. Noilly Prat, Sojasauce, Honig und Muskat unterheben, Hitze reduzieren, Pfannendeckel aufsetzen und den Kohl ca. 8 Min. bissfest dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Direkt vor dem Aufteilen auf die Bowls das Haselnussöl unterrühren.

Möhren putzen und längs in Achtelstreifen schneiden. In beschichteter Pfanne mit der Butter anschwitzen, Fond zugeben und langsam einkochen bis die Möhren noch bissfest gegart sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Äpfel waschen, an den Enden gerade schneiden, entkernen und in ca. 5 mm dünne Halbmonde schneiden. Speck in feine Stiftchen schneiden, in beschichteter Pfanne bei mittlerer Temperatur auslassen. Entnehmen und im Speckfett die Apfelscheiben anrösten. Mit dem Zucker karamellisieren und am Ende den Speck wieder unterheben.

Pilze putzen und evtl. entsanden. In beschichteter Pfanne im Öl anbraten, sofort pfeffern und salzen. Nach ca. 5 Min. Frühlingszwiebeln und Petersilie unterheben und die Pfanne vom Herd ziehen.

Mozzarella klein würfeln. Backofen auf 250 °C Umluft vorheizen.

Anrichten

Alle Komponenten dekorativ auf vier Bowlschüsseln verteilen, Käsewürfel aufstreuen und alles 5 Min. im sehr heißen Backofen überbacken. Dazu passt ein ofenwarmes Weizensauerteigbrot, man kann die Bowl aber problemlos ohne weitere Beilagen genießen.

Getränketipp

Ein sehr kalt servierter naturtrüber und stark säurebetonter Apfelsaft passt hier perfekt. Wer Wein dazu trinken will, greift zu einem spät angesetzten und Mitte November auf nicht mehr so süße 11-12 Prozent gereiften Federweißen oder einen sehr trockenen Cidre.

  • 1. Teil: Kohlossal
  • 2. Teil: Rezept für Herbstliche Rosenkohl-Bowl (Hauptgericht für 4 Personen)


insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
dasfred 16.11.2018
1. Nee, so denn doch nicht
Ich bleibe vorerst beim Rosenkohl mit zerlassener Butter. Vielleicht werde ich auch die erste Hälfte des Rezeptes ausprobieren, eventuell sogar noch mit den Speck Äpfeln aber was dann noch die Pilze und der Mozzarella an diesem Rezept zum Geschmack und Mundgefühl beitragen sollen, erschließt sich mir nicht. Ich war erinnert an Streifen von Weisskohl, die ich gerne mal vorab für asiatisch angehauchte Gerichte anbrate. Insofern scheint mit ein Versuch mit Rosenkohl nicht verkehrt zu sein. Wenn ich ein Rezept lese, entsteht im Kopf eine Erwartung und hier bin ich doch im Zweifel.
deadhorse 16.11.2018
2. Nachkochen
Besonderen Dank an den Hobbykoch Peter Wagner, dass der dem Olivenöl das "erhitzbar"vorangestellt hat. Viele wissen nicht, dass man das handelsübliche Olivenöl nicht über 200. Grad erhitzen darf. Ich koch's nach und freue mich schon darauf.
kaltmamsell 16.11.2018
3. Man muss nicht unbedingt einen halben Hirschen dazu servieren. Prima.
Es mag mich als Verschwenderin kennzeichnen, aber die Kohl-Röschen gewinnen doch sehr stark, wenn man sie auch gründlich schält und die Außenblätter weitgehend entfernt. Da kann schon mal ein Gewichtdrittel weggehen. Dann allerdings sind sie so zart, dass Sojasauce hast flegelhaft heftig dominiert. Rustikal, gemütlich darf der Bauchspeck sein. Gerne nobel italienisch. Fein, dass Haselnussöl nur so kurz vor dem Finish zugegeben wird. Das wäre sonst mein nächster Punkt. Bunte Vielfalt bei Möhren macht Freude. Abschließend: Wer in aller Welt hat die krause Petersilie erfunden oder zu einem Kräutergewürz hochgelobt? Das war noch nie was und wird auch nix. Danke für die tolle herbstliche Anregung. Da kommen auch Kritikaster wie ich auf den Geschmack.
Papazaca 16.11.2018
4. Der lange Weg zum Rosenkohlwunder
Zitat von dasfredIch bleibe vorerst beim Rosenkohl mit zerlassener Butter. Vielleicht werde ich auch die erste Hälfte des Rezeptes ausprobieren, eventuell sogar noch mit den Speck Äpfeln aber was dann noch die Pilze und der Mozzarella an diesem Rezept zum Geschmack und Mundgefühl beitragen sollen, erschließt sich mir nicht. Ich war erinnert an Streifen von Weisskohl, die ich gerne mal vorab für asiatisch angehauchte Gerichte anbrate. Insofern scheint mit ein Versuch mit Rosenkohl nicht verkehrt zu sein. Wenn ich ein Rezept lese, entsteht im Kopf eine Erwartung und hier bin ich doch im Zweifel.
Rosenkohl ist eines meiner puristischen Gerichte: Putzen, dünsten und fertig. dann etwas Butter und Pfeffer. Ich gebe zu, das ich ist sehr sehr simple. Wenn jetzt dieses Rosenkohl-Wunder nachkoche und es mir gelingt, werde ich dann in die SPON- Kochgemeinde aufgenommen? Vielleicht probeweise? Ich weiß, aller Anfang ist schwer. Ich würde dann auch meine Ausritte in eine der nahen Dönerbuden einstellen. Ist mein Antrag der erste Aufnahmeantrag? Eine Schürze hab ich schon!
horstborschtsch 16.11.2018
5. Schuster, bleib bei deinen Leisten
Herr Wagner, ich schätze Ihre Beiträge sehr und koche sie desöfteren gerne mal nach. Aber: Ihre Ausflüge in die Chemie verunglücken gelegentlich. Zum Beispiel hier: "Der "Brüsseler" galt früher als der Bitterste unter den Kohlen. Verantwortlich dafür sind die Glucosinolaten, chemische Verbindungen aus Schwefel und Stickstoff. " Glucosinolate (Senfölglycoside) enthalten unter anderem Schwefel und Stickstoff, sind aber mitnichten Schwefel-Stickstoff-Verbindungen. Schwefelnitride sind eine chemisch reizvolle Verbindungsklasse, haben aber auf der Speisekarte nichts zu suchen!
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