Geeiste Gurken-Melonen-Suppe Eiskalt serviert

Peter Wagner

Von Hobbykoch

2. Teil: Rezept für Geeistes Gurken-Melonen-Süppchen mit Räucherlachs und Quinoaknusper (Vorspeise für 4 oder sommerliches Hauptgericht für 2 Personen)


Vorbereitungszeit: 15 Minuten (plus 30 Min. Marinier- und Dörrzeit)
Zubereitungszeit: 20 Minuten (plus 4 Stunden Kühlzeit)
Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten

Geeiste Suppe
800 g Landgurken (Rohgewicht; alternativ: normale Salatgurke)
2 TL feines Meersalz
800 g Futuro-Melone (Rohgewicht; Piel de Sapo; alternativ: Charentais-Melone)
2 Knoblauchzehen
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Zitronenthymianblättchen
500 g Ziegenkefir (alternativ: Buttermilch)
300 g Ziegenjoghurt (alternativ: Skyr)
2 Zitronen, Saft davon
50 g Haselnussöl
1 Prise Salz und Pfeffer

Einlage & Topping
200 g Räucherlachs (selbst kaltgeräuchert oder zugekaufte Bio-Ware)
100 g Quinoa
0,5 TL Kurkuma
0,5 TL Zwiebelpulver
1 Prise Salz
1 Prise Knoblauchpulver
4 Thymianzweigchen

Zubereitung

Geeiste Suppe
Alle Gemüse- und Milchzutaten bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern. Von den Gurken und der Melone je 4 EL klein würfeln und als Einlage benutzen. Gurken waschen, längs halbieren, Kerne mit Löffel herauskratzen. Gurken in kleine Würfel schneiden, gut mit dem Salz vermengen und 30 Min. ziehen lassen. Melone entkernen, schälen und in kleinere Stücke schneiden. Knoblauch und Frühlingszwiebeln putzen und klein hacken. Gurken abseihen und zusammen mit den restlichen Zutaten im Mixer zu einer noch ganz leicht stückigen Masse pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 3-4 Stunden im Kühlschrank auf max. 7 °C abkühlen. Die Servierteller ebenfalls kühlen.

Einlage & Topping
Lachs klein würfeln. Quinoa mit Kurkuma 10 Min. in Salzwasser kochen, 5 Min. neben dem Herd ziehen lassen. Abseihen und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen. Im Backofen bei 80 °C Umluft mit leicht geöffneter Tür 30 Min. trocknen. Quinoa mit Salz, Zwiebel- und Knoblauchpulver portionsweise in beschichteter Pfanne bei großer Hitze ohne Fettzugabe goldbraun rösten. Dabei Pfanne immer wieder schwenken. Quinoaknusper auf Teller schütten und erkalten lassen.

Anrichten

Das kühlschrankkalte Gurkensüppchen auf zwei oder vier gekühlte Suppenteller verteilen - besser zuvor noch in einer in Eiswürfelwasser gehängter Metallschüssel auf 3 °C abkühlen. Lachs, sowie die Gurken- und Melonenwürfel in zwei bzw. vier Portionen einlegen, Quinoaknusper aufstreuen, mit dem Thymian garnieren und so rasch wie möglich servieren.

Getränketipp

Ein modern vinifizierter, trockener und dennoch vollfruchtiger Vernaccia in der eiskalten Serviertemperatur des Gurkensüppchens begleitet dieses Somergericht perfekt - der auch preislich sonnige Vernaccia di San Gimignano DOCG 2017 - Rocca delle Macíe mit seinen grünlichen Heu-Noten sogar ganz besonders.

  • 1. Teil: Eiskalt serviert
  • 2. Teil: Rezept für Geeistes Gurken-Melonen-Süppchen mit Räucherlachs und Quinoaknusper (Vorspeise für 4 oder sommerliches Hauptgericht für 2 Personen)


insgesamt 8 Beiträge
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dasfred 11.08.2018
1. Geeistes Süppchen als Vorwand
Im Grunde möchte Herr Wagner hier mal wieder ein kleines Feuerchen im Garten veranstalten. Na ja, meinen Segen hat er. Wer den Platz und die Zeit hat, sollte gern mal frisch geräuchertes aus dem eigenen Fass genießen. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit, als Seefisch vom Kutter billig war und Opa im Garten die Räuchertonne angeheizt hat. Heute ist das eher ein teures Hobby geworden. Das Süppchen Rezept klingt eigendlich recht lecker, kommt aber wohl für dies Jahr zu spät. Zum Lachs: Wer nicht schon fertig geräucherten kaufen, aber auch nicht die Nachbarn einnebeln will, kann Lachs auch mit reichlich Zucker, Salz und Dill beizen. Orangensaft und Schale können dabei noch eine besondere Note geben, die auch zur Gurken und Melonen Basis passt.
autocrator 12.08.2018
2. chic
Mal ein "gelungener Wagner". Klar, man könnte hier und da was anders machen, die neuerliche Begeisterung Wagners für Kurkuma und Quinoa, was er inzwischen an fast alles dran macht, ist offenbar so ne spleenige Phase und sei ihm ja auch gegönnt, ... doch insgesamt: Sehr Nett. Als Kaltschalen-Vorsuppe in einem Mehrgänge–Sommer–Dinner ganz eventuell etwas zu aufwändig, aber gut, dann wird eben jemand als Extra-Suppenkoch abkommandiert :-) .
FrieFie 12.08.2018
3. Tolles Rezept für Gartenbesitzer,
aber auf dem Balkon werde ich sicher nichts räuchern. @dasfred hat völlig recht: Spannender als die Alternative "Bio-Räucherlachs kaufen" wäre selbst beizen, und bei Zitrus-Aroma bin ich sowieso immer dabei. :) Was hat es eigentlich mit Skyr auf sich, außer dass er wenig Kalorien hat? Schmecken tut er wie Magerquark mit Joghurt, also nicht verkehrt aber auch nicht so, dass er mir je gefehlt hätte. Quark und Joghurt sind obendrein günstiger. Ich denke, dass die Herkunft aus Island dem ganzen so einen Touch von "natürlich und ursprünglich" gibt (weil auf Island der Bauer noch auf dem struppigen Pony zur Weide reitet und seine Kühe melkt, die nur Kräuter und Moos fressen, während im Hintergrund Geysire und Vulkane brodeln und Elfen kichern) auch wenn´s aus der gleichen Großmolkerei kommt wie die anderen Produkte im Supermarktregal.
ruhepuls 12.08.2018
4. Kann man machen - nur wozu?
Klar, Lachs ist heute eine Massenware. Er wird - mehrheitlich - in Kulturen aufgezogen, deren ökologische Bilanz verheerend ist - wodurch die gesundheitlichen Vorteile (viele Omega-3-FS) des Fisches inzwischen ebenfalls verschwunden sind. Wer Lachse mit Soja füttert reichert eben vermehrt Omega-6-FS an. Nur, das gilt für den selbst geräucherten Lachs genauso, wie für den fertigen aus dem Supermarkt. Außer, man kauft Wildfang (den es aber auch schon fertig gibt). Insofern ist das Selbsträuchern ein netter Gag. Abgesehen davon, dass Kalträuchern im Gegensatz zum Heißräuchern aufgrund der niedrigen Temperatur hygienisch nicht ganz einfach zu kontrollieren ist.
ginorossi 12.08.2018
5. @FrieFie #3
Volle Zustimmung! Was da am Skyr geschmacklich besonders sein soll, erschließt sich mir nicht. Aber ein schicker Name, ein gutes Marketing, ein hoher Preis und schon isses ein "Must" oder gar "Kult". Es muss ja gut sein, wenn es so teuer ist. Sonst hätte man sich am Ende selbst veräppelt. Für das aufwendigst um die halbe Welt geschipperte Quinoa gilt vermutlich nichts anderes. Naja, wer's braucht ...
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