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400 Quadratmeter Luxus: Rundgang durch das Parkhaus

Foto: Think Architecture/ Foto: Simone Bossi/ Callwey

Villa am Zürichsee So klein kann groß sein

Auf einem parkartigen Grundstück verstreuten zwei Schweizer Architekten mehrere Wohnwürfel. Dank geschickter Planung wirkt das Haus wie ein Naturkunstwerk und viel kleiner, als es eigentlich ist.

5000 Quadratmeter mit Blick auf den Zürichsee verdienen ein entsprechendes Bauwerk (wenn nicht sogar mehrere). In diesem Fall sollte es aber nur ein Haus werden. Mit 400 Quadratmeter Grundfläche groß genug, damit es nicht verloren wirkt auf dem Hanggrundstück, allerdings so geplant, dass seine wahre Größe kaschiert wird. Vollbracht haben dieses Kunststück die Architekten Ralph Brogle und Marco Zbinden. Gemeinsam betreiben sie seit 2008 Think Architecture in Zürich.

Auf den halben Hektar Land setzten Brogle und Zbinden mehrere eingeschossige Kuben, gruppiert um einen Innenhof. Die Höhe der einzelnen Wohnwürfel folgt dem Hangverlauf und bildet auch die Nutzung der Räume ab, so haben die Repräsentationsräume mit Blick hinab ins Seebecken höhere Decken als die restlichen Zimmer. Verbunden werden die Volumen über eine Dachkante, ihr Sichtbeton hält die Kuben optisch zusammen.

Die Architekten wollten ein Haus bauen, das aussieht wie aus dem Boden wachsende steinerne Körper. Diesen Effekt erzielen sie durch horizontal geschichtete Natursteinriemchen. Diese Wandverkleidung passt das Gebäude seiner parkartigen Umgebung an und erdet das Gebäude optisch.

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400 Quadratmeter Luxus: Rundgang durch das Parkhaus

Foto: Think Architecture/ Foto: Simone Bossi/ Callwey

Im Inneren weicht die Natur-pur-Optik polierten Böden und glatt verputzten Wänden. Das Material wirkt schlicht, passt aber zur reduzierten Innenarchitektur. Betreten wird die Villa über einen zentralen Raum. Der Blick fällt sofort auf eine Spindeltreppe und ein dahinterliegendes Fenster in den Lichthof. Durch die dünnen Stahlprofile als Handläufe wirkt die Treppe - mehr Skulptur als Steige - filigraner, als sie ist.

Auf klassische Korridore wurde verzichtet in dieser Villa. Vom Eingangsbereich aus führt ein Rundlauf in die anderen Teile des Hauses. Jeder Raum hat einen direkten Gartenzugang und bodentiefe Verglasung. Je nach Himmelsrichtung bieten sich den Bewohnern Park-, Berg- oder Seepanoramen. Mit dem Kopf im Nacken sind durch Oberlichter teilweise der Himmel und die Baumkronen sichtbar.

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Das Untergeschoss ist außer im Bereich der Stützmauer nicht sichtbar. Hier wurde unter anderem ein Wellnessbereich mit Schwimmbecken untergebracht. Dank des Innenhofes kommt auch in diesem Teil des Hauses genügend Sonnenlicht an.

"Ralph Brogle und Marco Zbinden von Think Architecture  haben es verstanden, eine räumlich vielschichtige Erlebniswelt voller Atmosphäre zu kreieren, die an diesem Ort einen überzeugenden Mehrwert schafft", urteilte die Jury zum Architekturwettbewerb Häuser des Jahres und sprach dem Architektenduo für das "Haus in einem Park" eine Auszeichnung zu.

löw

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