Mehr Wohnbefinden zu Hause Tourist im eigenen Wohnzimmer

Um zu erkennen, was das Wohlbefinden daheim stört, braucht man oft etwas Abstand. Den bekommen Sie durch die Foto- und Wahrnehmungsaufgaben, die in dieser Woche vorgestellt werden.


SPIEGEL WISSEN hat ein achtwöchiges Coaching entwickelt, mit dem Sie das Beste aus Ihren vier Wänden machen. Im ersten Teil lernen Sie, wie Sie erkennen, wo Ihr Heim Ihnen guttut und wo Sie etwas verbessern können. Viel Spaß!

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In diesem Wohn-Coaching beschäftigen Sie sich nun acht Wochen lang aus verschiedenen Blickwinkeln mit der Frage, wie es um den Zustand Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses bestellt ist - und wie Sie Ihren Wohnraum so gestalten können, dass Sie sich darin wohler fühlen. Denn wie wir wohnen, beeinflusst unsere Stimmung und sogar die Gesundheit.

Dabei ist das praktische Umgestalten letztlich gar nicht so schwer. Viel mehr Zeit und Anlauf braucht es, um überhaupt bewusst wahrzunehmen, wo die eigene Wohnung den persönlichen Bedürfnissen entspricht und zum Wohlfühlen beiträgt - und wo nicht. Dazu fehlt uns oft der Abstand, wir sind quasi betriebsblind. Jahrelang gehen wir an einer provisorischen Lampe oder einem irgendwann mal schnell gekauften Sessel vorbei und nehmen gar nicht mehr wahr, dass die Dinge nicht passen. Damit Sie erkennen, was in Wohnzimmer, Arbeitsraum oder Küche ein Wohlfühlfaktor ist und was regelrecht nervt, bekommen Sie in dieser Woche eine praktische Übung:

Tourist in der eigenen Wohnung

Nehmen Sie sich in den nächsten Tagen immer mal wieder eine Viertelstunde Zeit, um die einzelnen Räume Ihres Heims durch die "Brille eines Besuchers" zu sehen. Damit dieser Blick gelingt, stellen Sie sich jeweils mit etwas Ruhe in den Türrahmen eines Zimmers, zücken Sie Ihr Handy, und machen Sie zuerst ein Foto in den Raum hinein - und dann jeweils in alle vier Ecken des Zimmers. Gucken Sie aus dieser Position auch schon mal, was Ihnen besonders ins Auge fällt: Welche Ecke ist besonders gemütlich? Wo sammelt sich Gerümpel? Wo ist es dunkel? Was stimmt nicht mehr?

Achten Sie auch darauf, welche Empfindungen Sie beim Blick in Ihr Zimmer haben: Weite oder Enge? Freude oder Stress? Schauen Sie sich dann in einem nächsten Schritt noch die Fotos auf dem Mobiltelefon an. Das zweidimensionale Bild vergrößert die Distanz zum eigenen Wohnraum und verdeutlicht, wo die Wohnung passt und wo nicht. Halten Sie für jeden Raum zwei oder drei Punkte fest, die positiv sind, und zwei oder drei Dinge, die Sie negativ finden oder ändern wollen.

Unsere Expertin
    Dr. Barbara Perfahl hat dieses Wohn-Wohlfühl-Coaching gemeinsam mit dem Team von SPIEGEL WISSEN entwickelt. Sie ist Wohnpsychologin, Beraterin und hat eine eigene Home-Staging-Firma. In ihrem Buch "Ein Zuhause für die Seele. In fünf Schritten zum Wohlfühl-Zuhause" macht sie zahlreiche Angebote, wie Menschen ihre Wohnbedürfnisse besser verstehen und sich danach einrichten. Gleichzeitig hat sie auch einen Onlinekurs zum Thema Einrichten auf ihrer Website.

Wichtig: Überlegen Sie auch, ob Sie eher ein Wohnmuffel oder ein Wohnprofi sind. Denn bei den Übungen in den kommenden Wochen werden wir immer mal Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene unterscheiden. Der Grund: Das Interesse am Thema Wohnen ist bei manchen Menschen sehr groß, bei anderen herrscht beinahe Gleichgültigkeit.

Wenn Sie sich also eher selten und ungern mit Einrichtungsfragen beschäftigen, kann es für Sie lohnend sein, sich für die oben beschriebene Übung nur einmal eine Stunde Zeit am Stück zu nehmen und dann zügig, aber sorgfältig durch alle Räume zu gehen. Wählen Sie nach dieser Bestandsaufnahme zunächst nur einen Raum aus, den Sie sich in den nächsten Wochen genauer vornehmen wollen, entweder, weil es Ihnen Spaß machen würde, oder weil Sie großen Handlungsbedarf sehen.

Sind Sie dagegen jemand, der ohnehin Spaß am Einrichten hat, können Sie in dieser Aufgabe schwelgen: Drucken Sie die Fotos aus, legen Sie, wenn Sie wollen, ein kleines Notizbuch für die Plus- und Minus-Punkte in der eigenen Wohnung, für die anstehenden Veränderungen - und für weitere Aufgaben dieses Coachings an. Entscheiden Sie selbst, wie es Ihnen angenehm ist.

Bleiben Sie in dieser ersten Woche lediglich beim Wahrnehmen und Sondieren. In den nächsten Einheiten bekommen Sie dann praktische Anleitungen für Veränderungen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und Neugestalten.

Ihr SPIEGEL-WISSEN-Team

Zu jeder Ausgabe bietet SPIEGEL WISSEN ein praktisches, leicht im Alltag umsetzbares Online-Coaching passend zu seinem jeweiligen Heftthema an. Während dieser Zeit erhalten Sie immer freitags per E-Mail eine Übungseinheit, die Ihnen helfen kann, Ihr Leben besser zu gestalten. Hier den Newsletter bestellen:

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