Daunenschlafsäcke im Test Weich, warm, wohlig

Vom klassischen Sack bis zum Quilt: Um zu testen, welche Daunenschlafsäcke wirklich etwas taugen, ist unser Autor in acht aktuelle Modelle geschlüpft.
Harte Bedingungen: Der Autor beim Test

Harte Bedingungen: Der Autor beim Test

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Gerd Blank

Beim Camping, auf einer Hüttentour oder einer langen Fährüberfahrt, kann man den Wert eines guten Schlafsacks gar nicht überschätzen. Für mich ist es wichtig, dass er leicht ist und sich klein zusammenpacken lässt. Trotzdem soll er gut wärmen, mich aber nicht ins Schwitzen bringen.

Doch: Was zu kalt oder zu warm ist, empfindet jede und jeder anders. Da hilft es, dass Schlafsäcke in der Regel mit Temperaturwerten, für die sie sich eignen, gekennzeichnet sind. Außerdem geben die Hersteller meist an, für welche Jahreszeiten die Säcke taugen. Ich bevorzuge Modelle, die ich von Frühjahr bis Herbst nutzen kann. Sollte ich doch irgendwann im Winter im Schnee übernachten wollen, würde ich mir dafür lieber ein speziell für solche extremen Verhältnisse entwickeltes Modell besorgen.

Egal zu welcher Jahreszeit: Eine Daunenfüllung sorgt für wohlige Wärme, bleibt zugleich luftig. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Bauschkraft der Daunen, die mit dem »Cuin«-Wert ausgewiesen wird. Kurz gesagt: Je höher diese Kennzahl, desto besser ist die Wärmedämmung im Verhältnis zu Volumen und Gewicht. Alternativ werden Begriffe wie »Füllkraft« und »Loft« benutzt.

Die Pros und Contras von Daunen

Kein künstliches Material kann mit den guten Eigenschaften von Daunen mithalten. Aber es gibt auch Nachteile. Vor allem: Die weichen Federn stammen von Enten oder Gänsen. Das lässt sich nicht schönreden, aber man kann das Tierleid zumindest durch zertifizierte Produktionsbedingungen reduzieren. Bei entsprechenden Schlafsäcken erkennt man das zum Beispiel am Label RDS, was für Responsible Down Standard steht. Das hat allerdings Auswirkungen auf den Preis: Schlafsäcke mit einer zertifizierten Daunenfüllung sind relativ teuer.

Eine günstigere Alternative sind Schlafsäcke, deren Füllung aus einem Gemisch von Daunen mit einem synthetischen Material besteht. Die sind dann allerdings häufig schwerer, größer oder nicht ganz so wärmend.

Daunen sollten allerdings nicht nass werden, sonst können sie verklumpen, wärmen dann nicht mehr gut. Außerdem dauert die Trocknung länger, als bei Schlafsäcken mit synthetischer Füllung.

Ein Tipp: Der kleine Kompressionssack, der mitgeliefert wird, ist nur für den Transport bestimmt, nicht für die Lagerung des Schlafsacks, da die Daunen darin sehr gequetscht werden. In der Regel liegt für die Aufbewahrung eine größere und luftdurchlässige Tasche bei, in der sich die Federn entfalten und durchlüften können.

Für diesen Test habe ich Schlafsäcke ausgewählt, die für Temperaturen oberhalb des Gefrierpunkts geeignet sind. In und mit diesen Modellen habe ich jeweils mehrere Nächte verbracht:

Nordisk V.I.B 250 (UVP 390 Euro)
Wärme aus dem Norden

Outwell Oak Lux (UVP 208 Euro)
Die bequeme Mischung

Forclaz Trek900 (UVP 110 Euro)
Günstiger Einstieg

Sea to Summit Ember Eb II (UVP 380 Euro)
Halb Sack, halb Decke

Mammut Relax (UVP 355 Euro)
Bequem wie ein Hausanzug

Mountain Equipment Helium GT 400 (UVP 350 Euro)
Nachhaltig übernachten

Robens Gully 300 (UVP 151 Euro)
Schlafsack mit Innenleben

Rumpl Woven Daydream (UVP 240 Euro)
Daunendecke mit Aufdruck

Zum Autor
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Gerd Blank

Bereits seit einem Vierteljahrhundert schreibt Gerd Blank  über alles, was mit Strom betrieben wird, und über Campingthemen. Nach Stationen bei der »Financial Times Deutschland«, dem »Stern« und dem »Audi Magazin« arbeitet er inzwischen als freiberuflicher Redakteur und Journalist.

So haben wir getestet

Material und Design: Wie gut ist die Verarbeitung und welche Extras gibt es?
Funktion und Komfort: Hält der Schlafsack warm und ist bequem?
Füllung und Produktion: Wie nachhaltig ist die Herstellung?
Preis-Leistung: Lohnt sich die Anschaffung?

Nordisk V.I.B 250

Foto: Gerd Blank

Nach der Übernahme des deutschen Herstellers Yeti lässt der dänische Outdoorspezialist Nordisk seine Schlafsäcke weiterhin von Hand in Deutschland herstellen. Dieser optisch sehr ansprechende Schlafsack ist sehr schlank geschnitten, was die Bewegungsfreiheit ein wenig einschränkt. Das sehr weiche und atmungsaktive Material ist dafür tadellos.

Für die Füllung wurden 230 Gramm zertifizierte Gänsedaunen aus Europa genutzt, die eine Bauschkraft von 750 Cuin erzielen. Den V.I.B gibt es allerdings auch in Varianten mit einem größeren Füllgewicht. In unseren Breitengraden reicht mir diese Dicke allerdings aus. Selbst bei Temperaturen im einstelligen Bereich wurde es mir darin nicht kalt.

Ganz praktisch finde ich, dass der seitliche Reißverschluss bis zum Knöchel herunterreicht und für etwas Belüftung an den Füßen auch von unten geöffnet werden kann. Er ist so vernäht, dass er sich auch bei der Nutzung mit einer Hand nur schwer mit dem Stoff verhaken kann. Die Kapuze lässt sich mit einem Zugband justieren. Die kleine Netztasche an der Innenseite habe ich gerne für die Ladebox meiner In-Ear-Kopfhörer genutzt, die ich häufig als Einschlafhilfe nutze. Sehr angenehm ist der leicht gepolsterte Nacken, wodurch man auch mal auf ein Kissen verzichten kann.

+ Gutes Design mit praktischen Details

- Relativ teuer

+ Sehr leicht und verpackt sehr klein

- Etwas zu eng geschnitten

+ Komfortabel und warm

Fazit

Die Qualität stimmt, der V.I.B punktet zudem mit geringem Gewicht, kleinem Packmaß, gutem Design und hohem Komfort. Die Fertigung in Deutschland und zertifizierte Daunen aus Europa haben allerdings ihren Preis.

Outwell Oak Lux

Foto: Gerd Blank

Der Mumienschlafsack von Outwell ist relativ voluminös, im oberen Bereich weit geschnitten und bietet auch für die Knie viel Raum. Das hat zur Folge, dass man darin, fast wie auf einem Polster, sehr bequem und weich liegt – was die Bezeichnung »Lux« erklären mag.

Das etwas biedere Design täuscht, das Innenleben ist hochmodern. Die Außenhaut wurde aus atmungsaktivem Polyester hergestellt, die Füllung besteht jeweils zur Hälfte aus RDS Entendaunen und Polyesterfasern, die Outwell »Isoball« nennt. Diese Mischung macht’s: Sogar auf einer dünnen Isomatte lag ich auf dieser Füllung sehr bequem und es war bei nächtlichen Temperaturen um fünf Grad ausreichend warm. Allerdings fühlt sich der Oak Lux schwer und unflexibel an. Ich habe ihn gerne genutzt, um darin vorm Wohnmobil zu sitzen, wenn es abends kühler wurde.

Der Schlafsack hat an beiden Seiten Reißverschlüsse, die etwa bis zum Knie reichen. Ein Vorteil dieser Konstruktion: Öffnet man beide Seiten gleichmäßig, lässt sich das komplette Oberteil umklappen. Die gepolsterte Kapuze kann man mit Zugbändern justieren. Praktisch ist der kleine Einschub für ein zusätzliches Kissen am Nacken.

+ Gute Polsterung und komfortabel

- Sehr voluminös

+ Zwei seitliche Reißverschlüsse

- Relativ schwer und großes Packmaß

+ Gute Wärmeleistung

- Daunen-Polyester-Gemisch

Fazit

Der Oak Lux ist mit seinem Polyester-Daunengemisch warm und bequem. Zwei seitliche Reißverschlüsse helfen bei der Temperaturregulierung. Für Wanderungen ist der Schlafsack allerdings zu schwer, für die Hängematte zu sperrig.

Forclaz Trek900

Foto: Gerd Blank

Der Forclaz-Schlafsack ist im Schulterbereich großzügig geschnitten, ich fühlte mich zu keiner Zeit eingeengt. Aber auch die Füße haben dank einer speziellen Ausbuchtung viel Platz. Der seitliche Reißverschluss reicht immerhin bis zur Wade. Beim einhändigen Öffnen oder Schließen blieb der Zipper ab und zu mal am Stoff hängen.

Die Außenhülle besteht aus Polyamid, für die Füllung verwendet der Hersteller zu 90 Prozent RDS-Entendaunen, der Rest sind Entenfedern. Leider ist das Ergebnis nicht so fluffig, wie der Bauschkraftwert von 800 Cuin suggeriert. Dennoch ist der Forclaz recht komfortabel.

In der Kapuze befindet sich eine Zugkordel, wodurch sie sich fast wie eine Skimütze mit kleiner Atemöffnung um Mund und Nase zusammenziehen lässt. Bei einer nächtlichen Temperatur von etwa zehn Grad fror ich nicht, kälter sollte es aber lieber nicht werden. Ich würde diesen Schlafsack fürs Camping auf Musikfestivals oder bei einem sommerlichen Zeltlager nutzen.

+ Viel Bewegungsfreiheit

- Trotz hohem Cuin-Wert wenig bauschig

+ Günstiger Preis

- Nicht für sehr kalte Nächte

+ Kapuze lässt sich eng zusammenziehen

- Zipper bleibt ab und zu hängen

Fazit

Trotz hohem Cuin-Wert fehlt es dem Schlafsack an Bauschkraft. Dennoch eignet er sich vor allem im Sommer als verhältnismäßig günstiger Einstieg in die Welt der Daunen.

Sea to Summit Ember Eb II

Foto: Gerd Blank

Mir sind Schlafsäcke manchmal zu warm und häufig zu unflexibel. Aus diesem Grund habe ich für den Test eine Alternative gesucht. Beim Ember Eb II handelt es sich um einen Quilt mit Daunenfüllung, der wie eine Decke genutzt wird. Aber – und das ist der Clou – er lässt sich mit flexiblen Schnüren an einer Luftmatratze befestigen. Am Fußteil befindet sich wiederum ein Zugband, wodurch eine Art Tasche entsteht, in die man hineinschlüpft. Das kennt man von Hotels, in denen die Bettdecken oft an den Kanten unter die Matratze gesteckt werden. Für mich eine optimale Lösung, denn so habe ich das Beste aus beiden Welten – in einer einwandfreien Qualität.

Das Material der Außenhaut besteht aus Nylon. Das Besondere ist in diesem Fall, dass sich die Luft darin hervorragend hält und die Füllung aus RDS-Gänsedaunen mit einem Bauschkraftwert von 850 Cuin genug Platz zur Entfaltung hat. Mit einem leichten Rütteln verteilen sich die Daunen locker in den Luftkammern. Allerdings rutscht die glatte Decke bei jeder Drehung zur Seite, wenn man sie nicht befestigt. Es ist schade, dass die Bänder nicht vernäht sind und in kleinen Öffnungen stecken, aus denen man sie bei Bedarf herauszieht. So muss man aufpassen, dass man sie nicht verliert, wenn man sie nicht nutzt. Praktisch sind dagegen die kleinen Taschen an den oberen Ecken, in die ich beim Zudecken meine Hände stecken kann.

Die Wärmeleistung ist sehr hoch, selbst bei Temperaturen um die fünf Grad habe ich nicht gefroren. Eine spezielle Behandlung soll die Daunen vor Feuchtigkeit schützen. Das war im Winter Sardiniens sehr praktisch, da die Luft morgens ziemlich feucht werden kann. Der Deckenschlafsack zeigte selbst unter diesen Bedingungen keine Schwäche.

+ Vielseitig einsetzbar

- Nur mit Matratze als Schlafsack nutzbar

+ Wasserabweisende Daunen mit hoher Bauschkraft

- Anbringung der Befestigungsbänder ist unpraktisch

+ Hält auch bei niedrigen Temperaturen warm

- Hoher Preis

Fazit

Der Ember Eb II ist eine Alternative für all jene, die lieber unter einer Decke schlafen, als in einem Schlafsack. Die Wärmeleistung ist hoch, der Preis allerdings auch. Das kleine Packmaß und das geringe Gewicht machen aus dem Quilt einen guten Begleiter für Trekking-Touren.

Mammut Relax

Foto: Gerd Blank

Der Name Relax trifft es: In diesem Test war kein Schlafsack bequemer, in keinem habe ich lieber eine Nacht verbracht. Hätte der Relax Ärmel, ich hätte ihn auch als Hausanzug getragen, um darin einen verregneten Sonntag zu verbringen.

Das Polyester fürs Außenmaterial wurde so gut verarbeitet, dass es sehr angenehm auf der Haut liegt. Für die Füllung wurden mindestens 90 Prozent RDS-Gänsedaunen verwendet und um Gänsefedern ergänzt. Der Hersteller gibt eine Bauschkraft von 700 Cuin an, was nicht übertrieben wirkt. Allerdings sind die Daunen innerhalb der Luftkammern nicht gleichmäßig verteilt. Immer wieder sieht man Lücken, besonders wenn man den Schlafsack gegen das Licht hält. Bei niedrigen Temperaturen könnte das zu kalten Zonen führen.

Sehr praktisch finde ich, dass sich der Reißverschluss nicht an der Seite befindet, sondern mittig angebracht wurde und bis zu den Füßen reicht. Die große Kapuze lässt sich durch Zugbänder fast komplett um den Kopf schließen, nur eine kleine Öffnung für Mund und Nase bleibt frei. Und damit man die Außenwelt möglichst komplett ausblenden kann, finden sich in der Seitentasche der Kompressionshülle noch eine Schlafmaske und Ohrenstöpsel.

Für den Test habe ich bei einer Außentemperatur von etwa sieben Grad im Zelt übernachtet und nicht gefroren. Das Packmaß ist klein, das Gewicht ist gering. Mir gefällt, dass selbst das Design der Kompressions- und Aufbewahrungstaschen gelungen ist.

+ Das weiche Material ist sehr angenehm

- Hoher Preis

+ Viel Platz bietet großen Komfort

- Daunenverteilung nicht optimal

+ Durchdachte Details

Fazit

Der Mammut ist flauschig, weich und warm, bietet praktische Extras. Ein Allrounder, den man nur ungern auszieht. Bei dem hohen Preis trüben die Lücken in der Daunenverteilung allerdings das Gesamtbild.

Mountain Equipment Helium GT 400

Foto: Gerd Blank

Der Name ist Programm: Dieser Schlafsack von Mountain Equipment ist so dick und flauschig, als würde man sich für eine Bergwanderung ausrüsten. Gleichzeitig ist er verpackt so klein und leicht, dass man das Gewicht im Rucksack kaum bemerkt.

Das geschmeidige Außenmaterial aus recyceltem Polyamid fühlt sich hochwertig und angenehm an. Bei der Füllung setzt der Hersteller auf 90 Prozent Down-Codex-zertifizierte Entendaunen, die um Entenfedern ergänzt werden. Der Bauschkraftwert liegt bei 700 Cuin. Doch im Vergleich zu den anderen hier aufgeführten Modellen könnte der Wert deutlich höher liegen, so prall gefüllt und flauschig wirkt der Schlafsack – was an der Qualität der Daunen liegt. Bereits 2009 hat Mountain Equipment den »Down Codex« etabliert: Kunden können mit dem individuellen Zahlencode eines Daunenproduktes die Lieferketten nachvollziehen. Hat man den Heliumschlafsack registriert, bekommt man zudem einen kostenlosen und »schlafsacklebenslangen« Reparaturservice.

Der Helium GT 400 ist sehr bequem und kuschelig warm. Selbst bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt wärmte er noch ausreichend gut. Sehr praktisch sind die magnetischen Verschlüsse für Hals und die Kapuze. Der seitliche Reißverschluss reicht etwa bis zur Wade, leider verhakt er sich bei einhändiger Bedienung ab und zu im Stoff. Das Packmaß ist relativ klein, mit einem Gewicht von rund 700 Gramm ist der Schlafsack noch gut fürs Trekking geeignet.

+ Sehr bequem mit ausreichend Platz

- Hoher Preis

+ Hält auch bei niedrigen Temperaturen warm

- Reißverschluss zu kurz

+ Lange Garantie und nachhaltige Produktion

- Reißverschluss klemmt ab und zu

Fazit

Der Helium GT punktet nicht nur mit seiner hohen Bauschkraft, sondern vor allem mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit. Der hohe Preis wird mit einer extralangen Garantie abgemildert.

Robens Gully 300

Foto: Gerd Blank

Außenmaterial und Innenbezug dieses Mumienschlafsacks bestehen auch hier aus Polyester. Die Verarbeitung ist zwar gut, fühlt sich aber nicht sonderlich hochwertig an. Im Gegensatz zur Darstellung auf dem offiziellen Produktbild ist der Gully 300 in natura bei Weitem nicht so aufgebauscht. Es wirkt fast so, als hätte man aus einem Ballon etwas Luft herausgelassen.

Das liegt wahrscheinlich am verwendeten Füllgemisch: In der Vorderseite stecken zu 50 Prozent RDS-Entendaunen, in der Rückseite dagegen eine Füllung mit sogenannten MicroThermo Balls aus Polyester. Die sollen dafür sorgen, dass es kaum Wärmeverluste und nur eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme gibt. Und hier punktet der Schlafsack. Der leichte Materialmix ist in der Nacht recht angenehm. Bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad fror ich darin kein bisschen.

Besonders angenehm fand ich den geräumigen Fußsack. Der seitlich angebrachte und leichtgängige Reißverschluss hakt nicht, endet aber bereits auf Höhe meines Knies. So muss ich umständlich aus dem Schlafsack steigen, wenn mich nachts die Blase drückt. Die große Kapuze lässt sich mit einem Zugband justieren und mit einem Klettverschluss fixieren. Für mehr Komfort kann in eine Öffnung am Nacken ein Kissen geschoben werden. In den Innentaschen kann man wichtige Dinge oder Papiere griffbereit verstauen.

+ Gute Wärmeleistung bei gemäßigter Temperatur

- Außenmaterial fühlt sich billig an

+ Viel Platz und ein geräumiger Fußsack

- Reißverschluss endet zu früh

+ Praktische Details wie Innentaschen und Klettverschluss

- Relativ hohes Gewicht und großes Packmaß

Fazit

Der Gully 300 hat für die Füllung die richtige Mischung gefunden – auch wenn dadurch die Bauschkraft nicht sonderlich hoch ist. Praktische Details und der verhältnismäßig niedrige Preis gleichen das mäßig angenehme Außenmaterial aus.

Rumpl Woven Daydream

Foto: Gerd Blank

Manchmal ist ein kompletter Schlafsack dann doch zu viel. Wenn ich in einer Hängematte liege oder am Strand den Sonnenuntergang anschauen möchte, bevorzuge ich eine Decke. Auch hier dürfen mir gerne Daunen Wärme spenden.

Die Decke von Rumpl ist leicht und kann winzig verpackt werden. Praktisch ist ein Verschluss, mit dem ich sie wie ein Cape tragen kann. Der Hersteller verwendet bei der Produktion seiner Decken nach eigener Aussage recycelte Materialien und nachhaltig produzierte Daunen. Ein spezielles Zertifikat findet sich aber weder auf der Decke noch auf der Website.

Die Außenhülle besteht aus Polyester. Vor allem in der Hängematte oder wenn ich abends vor dem Camper sitze, verrichtet die Decke, auf die Beine oder um die Schulter gelegt, gute Dienste. Für mich ist sie allerdings einen Tick zu kurz. Der Preis ist für eine dünne Daunendecke alles andere als angemessen.

+ Attraktives Design

- Teuer

+ Praktischer Verschluss

- Nicht-zertifizierte Daunen

+ Leicht und kleines Packmaß

- Etwas zu klein

Fazit

Packmaß und Gewicht der Daunendecke sind gering, das Design ist ansprechend. Die Rumpl ist ein nettes Outdoor-Accessoire, aber kein Ersatz für einen Schlafsack. Sie ist schön – aber auch ganz schön teuer.

Hintergrund: Produkttests im Ressort Tests

Anmerkung der Redaktion: In der ersten Version dieses Textes wurden die Daunen des Mountain Equipment Helium GT 400 als RDS-zertifiziert bezeichnet. Tatsächlich sind sie Down-Codex-zertifiziert. Wir haben die Textstelle korrigiert.

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