Farblaserdrucker im Test Nur einer überzeugte die Tester

Texte drucken alle gut, aber bei Fotos und Grafiken zeigen viele Farblaser und Kombigeräte im Test der Stiftung Warentest Schwächen. Nur eines von zwölf Geräten bekam die Note »gut«.
Farbdrucker (Symbolbild): Oft nicht so gut, wie man hofft

Farbdrucker (Symbolbild): Oft nicht so gut, wie man hofft

Foto: DivVector / Getty Images

Egal wie digital man arbeitet und lernt, früher oder später braucht fast jeder einen Drucker. Das gilt auch und gerade im Homeoffice und beim Homeschooling, wenn etwa Schüler Arbeitsblätter ausdrucken oder Angestellte Berichte per Post verschicken müssen. Und wenn man schon einen Drucker anschafft, soll der doch bitte auch mal ein paar Fotos oder ein buntes Bild ausdrucken können.

Grundsätzlich geht das alles mit Tintenstrahldruckern, die man teils schon für deutlich unter hundert Euro bekommt. Laserdrucker sind teurer, dafür aber auch schneller und gerade beim Textdruck meist besser. Zudem sind die laufenden Kosten für Tonerkartuschen oft günstiger als die für Tintenpatronen. Wer mehr als nur drucken will, greift zudem zum Multifunktionsgerät, das auch scannen und kopieren kann.

Die Stiftung Warentest hat fünf Farblaserdrucker und sieben Kombigeräte für den Heimgebrauch getestet . Alle lassen sich per Kabel oder WLAN ins Heimnetzwerk einbinden. Das ist bequem, weil man so auch vom Sofa aus Druckaufträge an den Drucker schicken kann. Vor allem aber kann auf diese Weise die ganze Familie den einen Drucker benutzen, egal wo in der Wohnung er steht. Einige der Geräte verfügen sogar über eine Faxfunktion. Das ist ganz nett, im Zeitalter von E-Mail und Chatgruppen für die meisten Anwender aber wohl ein verzichtbares Feature.

Kein Multifunktionsgerät ist »gut«

Unter den Druckern geht ein Gerät klar als Testsieger hervor, der Canon i-Sensys LBP623Cdw. Während die Tester allen Geräten sehr gute Qualität beim Textdruck zusprechen, zeichnen sie nur den Canon-Drucker mit einem »Gut« für Farbdrucke und immerhin einem »Befriedigend« für Fotodrucke aus. Teuer bezahlen muss man diese Qualität nicht. Mit einem Preis von 207 Euro liegt dieses Modell im mittleren Bereich, seine Druckkosten sind die niedrigsten im Test. Als insgesamt »gut« bewerten die Tester auch die Druckqualität des Ricoh P C300W, der beim Farbdruck aber deutlich schwächer ist als das Modell von Canon.

Bei den Multifunktionsgeräten konnte keines der sieben getesteten Modelle vollends überzeugen. In der Kategorie Fotodruck wurden drei HP-Geräte mit »befriedigend« bewertet. Alle anderen waren in diesen Kategorien nur »ausreichend«. Die insgesamt besten – aber auch teuersten – Drucke liefert der Ricoh M C250FWB. Der HP Color Laser MFP 178nwg wird für seine Kopierfähigkeiten gelobt – und für seinen geringen Platzbedarf.

Warten, bis der Drucker Streifen zieht

Zwei Details haben die Experten der Stiftung Warentest bei ihren Testroutinen ganz offensichtlich stutzig gemacht. Das ist zum einen die Tonerstandanzeige des Lexmark-Multifunktionsgeräts MC3224dwe. Sie zeigt den Beobachtungen der Tester zufolge nämlich auch dann einen sinkenden Vorrat an Farbtoner an, wenn man nur in Schwarz-Weiß druckt. »Auf diese Anzeige können sich Nutzer und Nutzerinnen nicht verlassen«, heißt es im Testbericht. Man müsse bei diesem Gerät so lange drucken, bis Streifen oder Lücken im Druckbild auf einen Mangel an Toner hinweisen.

Ebenso verwundert sind die Tester über die deutlichen Unterschiede bei der Qualität von Farbdrucken von Canons Farblaserdrucker gegenüber dem getesteten Multifunktionsgerät. Obwohl in beiden offenbar das gleiche Druckwerk steckt, ist die Farbdruckqualität des reinen Druckers deutlich besser als die des Kombigeräts. Die Experten vermuten den Grund in der unterschiedlichen Software der beiden Modelle.

Lesen Sie hier den kompletten Test der Stiftung Warentest  inklusive Testtabelle, und stöbern Sie zusätzlich in der umfangreichen Testdatenbank.

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