Kompaktkameras im Test Besser fotografieren (als jedes Smartphone)

Mit großen Objektiven und Fotosensoren stemmen sich Kompaktkameras gegen die Übermacht der knipsenden Smartphones. Wir haben fünf Modelle getestet – mit erstaunlich guten Ergebnissen.
Die getesteten Kameras

Die getesteten Kameras

Foto: Gerd Blank

Es stimmt, die Kameras von Smartphones werden immer leistungsfähiger. Kein Wunder, dass viele Nutzer mit der Bildqualität aktueller Mobiltelefone zufrieden sind. Gleichzeitig wollen Smartphonehersteller jedes Jahr ein neues Flaggschiffmodell verkaufen – und werben häufig mit verbesserten Kamerafunktionen. Das Problem: Das High-End-Phone aus diesem Jahr ist im nächsten Jahr nur noch Mittelklasse, die Halbwertzeit aktueller Smartphonetechnik ist kurz. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich der Kauf einer dedizierten Kamera lohnen könnte.

Mit einem Fotoapparat zu fotografieren, ist ein bisschen so, wie Musik per Schallplatte und Verstärker zu hören. Beides ginge auch mit einem Smartphone, aber es geht damit auch jede Sinnlichkeit verloren. Mit dem Smartphone werden Fotos ebenso schnell geknipst, wie sie wieder vergessen werden, auch wenn ein paar mit einem hübschen Filter aufpoliert auf Instagram und Co. landen.

Ja, es ist praktisch, ein schnelles Foto mit dem Smartphone aufzunehmen und per WhatsApp zu verschicken. Aber mir macht das Fotografieren so keine Freude. Ich liebe es, mir Zeit für das Motiv zu nehmen, den optimalen Standpunkt zu suchen, ein wenig mit den Einstellungen zu experimentieren. Nach einer Tour oder einem Spaziergang mit Kamera übertrage ich nur die Aufnahmen auf mein Smartphone oder den Computer, die ich wirklich behalten will. Es gibt eben nicht die hundert besten Fotos von einem Moment.

Die Kamerahersteller haben sich mittlerweile viel bei Smartphones abgeschaut: Fast alle bauen ein berührungsempfindliches Display ein, zum Beispiel, um den Fokus per Fingertipp zu setzen oder die Belichtung einzustellen. Mit eingebauten Filtern kann man die Aufnahmen schon in der Kamera verändern und per Bluetooth oder WLAN kabellos auf andere Geräte übertragen. Zudem sind viele Kameras auch für Filmaufnahmen geeignet oder können nebenbei als Webcam genutzt werden.

Doch nicht die smarte Technik macht die Kameras besonders, sondern deren Objektive. Da kann der Kamerabuckel auf der Rückseite eines Smartphones noch so groß sein, bislang kommt kein Smartphone an die Qualität eines guten Fotoapparats heran. Und das gilt selbst für die vergleichsweise einfach aufgebauten Kompaktkameras, die sich mit Zubehör wie Mikrofonen und Blitzgeräten zudem erweitern lassen.

Für den Vergleich habe ich folgende kompakte Kameras mit einem fest verbauten Objektiv ausgesucht:

  • Canon Powershot G7X Mark III (UVP 745 Euro)
    Die Kamera ist gut für die Haut.

  • Fujifilm X100V (UVP 1499 Euro)
    Retrostyle mit Vintage-Filtern

  • Leica D-LUX 7 (UVP 1220 Euro)
    Edler Zwerg mit starker Optik

  • Ricoh GR III (UVP 899 Euro)
    Für Puristen und Minimalisten

  • Sony RX100 VII (UVP 1299 Euro)
    Winziges Gehäuse und ein starker Zoom

So habe ich getestet:

  • Design und Verarbeitung: Wie gut lässt sich die Kamera bedienen, und wie fühlt sie sich an?

  • Funktionen, Technik und Optik: Wie leistungsstark ist die Kamera und wie gut die Optik?

  • Fotos: Wie gut funktionieren Automatik und manuelle Einstellungen?

  • Videos: Kann der Fotoapparat auch für Videos eingesetzt werden – und wie gut sieht das Ergebnis aus?

  • Smarte Features und Extras: Was hat die Kamera noch zu bieten?

Canon Powershot G7X Mark III

Foto: Gerd Blank

Das stabile Gehäuse der G7X Mark III wiegt inklusive Speicherkarte und Akku knapp über 300 Gramm und ist leicht gummiert. Der Drehregler für die Funktionen ragt etwas aus dem Gehäuse heraus.

Der Sensor ist ein Zoll groß, Fotos werden mit 20 Megapixeln und Videos in 4K aufgenommen. Der auf- und umklappbare Touchscreen ist 7,5 Zoll groß. Ein optischer Sucher fehlt allerdings ebenso wie ein Blitzschuh. Die Blende hat einen F-Wert von 1,8 bis 2,8, das Objektiv hat immerhin eine Brennweite von 24 bis 100 Millimetern, und die ISO-Empfindlichkeit liegt bei bis zu 12.800.

Die Farbwiedergabe ist exzellent, was sich besonders bei der Darstellung von Hauttönen zeigt. Interessant ist die Möglichkeit, Videos direkt von der Kamera via WLAN auf Plattformen wie YouTube zu streamen. Auf Wunsch kann man Videos auch im Hochformat aufnehmen, um diese zum Beispiel auf Instagram zu posten.

Testfoto der Canon Powershot G7X Mark III

Testfoto der Canon Powershot G7X Mark III

Foto: Gerd Blank

Für den Ton hätte ich mir allerdings ein besseres Mikrofon gewünscht. Durch den Klinkenanschluss lässt sich ein externes Mikro anschließen, für das man dann aber noch eine Haltevorrichtung braucht. Auch ein Stativ, bestenfalls mit einer eingebauten Fernbedienung, wäre ein sinnvolles Zubehör.

Die Fotoqualität ist gut und deutlich besser, als es derzeit ein Smartphone hinbekommt, auch die damit aufgenommenen 4K-Videos sehen super aus, allerdings war im Test die Aufnahmelänge für entsprechend hochauflösende Filme auf neun Minuten begrenzt – und auch nur dann, wenn mindestens eine Speicherkarte der UHS-I-Geschwindigkeitsklasse 3 genutzt wird. In anderen Formaten dürfen es immerhin 30 Minuten Film sein und langsamere Karten genutzt werden. Leider hat sich Canon beim Betriebssystem von Sony inspirieren lassen: Die Bedienung ginge deutlich einfacher, wenn das Menü etwas aufgeräumter wäre. So erschließen sich einige Funktionen nur langsam.

Das sind die Extras:

Mit der kostenlosen App Camera Connect kann die Kamera kabellos fernbedient werden, auch Fotos und Videos lassen sich so direkt aufs Smartphone übertragen.

Das sind die Nachteile:

Der Akku ist nicht sonderlich leistungsstark, was sich besonders bei hochauflösenden Filmaufnahmen zeigt. Die zeitliche Begrenzung von 4K-Aufnahmen ist unschön. Trotz USB-C-Anschluss lässt sich die Kamera nur mit Canons USB-Netzadapter PD-E1 aufladen.

Das ist dabei:

Neben Akku, Ladegerät und Netzkabel liegt noch eine Handschlaufe im Karton.

Das gibt es optional:

Tasche, Blitzgerät, Fernbedienung, Akku, Ladegerät und -kabel

Fazit: Auch wenn die G7X Mark III in Details ihre Schwächen hat, ist sie ein guter und zuverlässiger Begleiter. In dieser Runde sie zudem das günstigste Modell.

Fujifilm X100V

Foto: Gerd Blank

Optisch wirkt die X100V etwas anachronistisch. Doch das große Gehäuse hat einen ganz besonderen Charme. Die Funktionswahlschalter sind aus Metall, der Auslöser solide, der große optische Sucher ein Highlight. Dank der Griffmulde und der rauen Oberfläche liegt die Kamera stabil in der Hand. An der Vorderseite befindet sich ein kleiner Aufhellblitz, dank Blitzschuh lässt sich ein Blitzgerät oder anderes Zubehör aufstecken. So kann man auch ein externes Mikrofon nutzen. Ein USB-C-Anschluss kann zum Aufladen verwendet werden, zusätzlich steht ein Mini-HDMI-Anschluss zur Verfügung.

Der APS-C-Fotosensor ist mit 3,6 mal 15,6 Millimetern recht groß und löst 26 Megapixel auf. Das Objektiv hat eine Festbrennweite von 35 Millimetern, die Blende ist mit Werten von F2 bis F16 sehr lichtempfindlich, die ISO-Obergrenze liegt bei 12.800.

Per Software versucht die digitale Kamera, den Look verschiedener analoger Filme zu imitieren, was oft zu ansprechenden Ergebnissen führt. Wer statt per Automatik zu knipsen lieber eigene Einstellungen festlegen möchte, kann das auf dem ausklapp- und schwenkbaren Touchscreen tun. Die so erreichbare Bildqualität dürfte auch anspruchsvollere Nutzer überzeugen.

Foto: Gerd Blank

Wenn man denn die richtigen Einstellungen dafür gefunden hat, sind Videoaufnahmen bis zur 4K-Auflösung 4096 mal 2160 möglich. Allerdings beträgt die Aufnahmedauer für hochauflösendes Material lediglich zehn Minuten. Bei Full-HD-Aufnahmen sind es immerhin 15 Minuten am Stück. Die Videofunktion wirkt wie ein Add-on für gelegentliches Filmen.

Das sind die Extras:

Die aufs Wesentliche reduzierte App Cam Remote dient als Fernauslöser und zum Übertragen der Fotos aufs Smartphone. Der Akku schafft bis zu 350 Aufnahmen. Ein kleiner Joystick an der Gehäuserückseite erleichtert die Navigation im Menü.

Das sind die Nachteile:

Trotz guter Qualität ist die Videofunktion eher Beiwerk. Gewicht und Größe lassen die X100V gerade noch als kompakt gelten, andere sind deutlich kleiner und leichter. Die Menüsteuerung ist sehr komplex.

Das ist dabei:

Akku, USB-Kabel, Objektivabdeckung, Schutzhülle und Schultergurt.

Das gibt es optional:

Linsen zum Aufstecken, Blitzgeräte, Kameracase, separate Halterung, Ladegeräte, Akkus, Mikrofon und Fernbedienung.

Fazit: Die Fujifilm X100V sieht trotz ihrer aktuellen Technik aus wie eine Kamera von gestern, was manche Hobbyfotografen besonders ansprechen dürfte. Im Vergleich zu den anderen Modellen ist der Preis recht hoch.

Leica D-LUX 7

Foto: Gerd Blank

Das klassisch gestaltete Gehäuse der D-Lux 7 ist an den Kanten abgerundet, was ihren besonderen Look noch unterstreicht. Die Drehregler für die Bildeinstellungen sind auf angenehme Weise schwergängig. Bei Einstellung der Blende rastet der Ring bei jedem Schritt geräuschvoll ein. Sehr hübsch ist der Schieberegler, mit dem sich das Bildformat manuell einstellen lässt. Ein optischer Sucher und ein Blitzschuh sind an Bord. Statt eines Aufhellblitzes legt Leica einen Aufsteckblitz bei, dafür fehlt ein Mikrofoneingang. Die Haptik ist toll, das Gewicht mit gut 400 Gramm relativ hoch, Materialqualität und Verarbeitung hervorragend.

Der ASP-H-Bildsensor löst Aufnahmen mit 17 Megapixeln auf. Das Objektiv hat eine Brennweite von 24 bis 75 Millimetern und einen relativ leisen Motor, der auf Filmaufnahmen trotzdem leicht hörbar ist. Der Blendenbereich liegt bei F1,7 bis F16, für eine Kompaktkamera ausgezeichnete Werte.

Beim Fotografieren spielt die Leica ihre Stärken aus. Der Fokus nimmt jedes Motiv schnell gestochen scharf ins Visier, die Aufnahmen sind meist brillant, Farben sind intensiv, ohne künstlich oder überbetont zu wirken. Wer mag, kann vordefinierte Bildstile und Filter nutzen, von denen mir die Varianten in Schwarz-Weiß am besten gefallen. 4K-Videoaufnahmen sind mit 3840 zu 2160 Pixeln möglich. Das Stereomikrofon hat zwar einen guten Sound, dennoch ist es schade, dass man kein externes Mikrofon anschließen kann.

Foto: Gerd Blank

Das sind die Extras:

Die aufgeräumte und schön gestaltete App Leica Fotos erlaubt Feineinstellungen, dient als Fernbedienung sowie zur Übertragung der Aufnahmen ans Smartphone. Bis zu 340 Aufnahmen sind mit einer Akkuladung möglich.

Das sind die Nachteile:

Das Display lässt sich weder schwenken noch aufklappen. Beim silber-schwarzen Modell wirkt das herausgefahrene Objektiv unpassend und stört durch die nicht ganz so wertige Anmutung ein wenig den Gesamteindruck.

Das ist dabei:

Objektivdeckel, AC-Adapter, Akku, Trageriemen, Blitzgerät und ein USB-Kabel

Das gibt es optional:

Handgriff, Schutzfolien, Taschen, Trageriemen

Fazit: Als Gesamtpaket gefällt mir die Leica sehr gut: Sie liegt toll in der Hand, es macht große Freude, sie als Streetkamera oder sogar für anspruchsvolle Fotografie einzusetzen. Billig ist sie allerdings nicht.

Ricoh GR III

Foto: Gerd Blank

Das schlanke Gehäuse der GR III besteht aus einer Magnesiumlegierung und wiegt 255 Gramm. Der große Griff an der rechten Seite sorgt für guten Halt. Die Bedienelemente in Gehäusefarbe geben der Kamera einen minimalistischen Look. Das Funktionsauswahlrad ist verriegelt, was unabsichtliches Verstellen verhindert. Auf einen optischen Sucher muss man verzichten, auch einen Aufhellblitz gibt es nicht, dafür aber einen Blitzschuh, der auch für Zubehör genutzt werden kann. Allerdings fehlt ein Anschluss für externe Mikrofone, für die Tonaufnahmen muss man daher das eingebaute Stereomikrofon nutzen.

Videoaufnahmen sind in Full HD bis zu einer Länge von 25 Minuten möglich. Mir erschließt sich nicht, warum es für das Aktivieren der Videofunktion einen kleinen Druckknopf an der linken Seite gibt, statt dies ins Funktionswahlrad zu integrieren.

Den 24 Megapixel auflösenden APS-C-Fotosensor der Kamera hat Ricoh bereits in Spiegelreflexkameras der Einstiegs- und Mittelklasse verwendet. Das Objektiv mit einer Festbrennweite von 28 Millimetern und einer Blende mit den Werten F2.8 bis F16 ist lichtempfindlich und leistungsstark, die ISO-Obergrenze liegt bei 102.400, die ISO-Einstellung lässt sich über ein kleines Rad schnell ändern, was allerdings viel Fingerspitzengefühl erfordert. Es dauert eine Weile, bis man in den Menüs die für einen persönlich wichtigen Funktionen konfiguriert hat.

Beim Fotografieren schwächelt der automatische Fokus manchmal. Im Test half es dann, die Einstellungen zurückzusetzen, im täglichen Gebrauch würde mich das stören. Über den 7,6 cm großen Touchscreen lässt sich der Fokuspunkt bequem setzen. Serienaufnahmen sind möglich, allerdings schafft die Kamera nur vier Bilder pro Sekunde. Ein schwacher Wert, der bei Sportaufnahmen kaum Freude bringt. Für eine Schnappschusskamera ist die Bildqualität trotzdem gut.

Foto: Gerd Blank

Das sind die Extras:

Ricohs Image-Sync-App dient als Fernbedienung und zum Übertragen von Aufnahmen aufs Smartphone. Ein USB-C-Anschluss kann zum Aufladen oder für die Daten- und Bildübertragung genutzt werden.

Das sind die Nachteile:

Der Akku ist sehr schwach, reicht nur für rund 200 Aufnahmen. Ärgerlich ist es, dass man die Kamera nicht gleichzeitig aufladen und per USB-C an einen Monitor anschließen kann, da es nur einen Multianschluss gibt. Der Touchscreen sitzt fest im Gehäuse und lässt sich weder schwenken noch ausklappen.

Das ist dabei:

Neben dem Akku, USB-Netzgerät, Netzstecker und USB-Kabel gibt es noch einen Handriemen dazu.

Das gibt es optional:

Tragegurt, Taschen, Fernbedienung, Blitz, aufsteckbaren Sucher, Linsenadapter und Weitwinkelvorsatz zum Aufstecken

Fazit: Die Ricoh GR III ist eine Kamera für Minimalisten. Trotz aller Schönheit im Detail: Im Vergleich mit den anderen hier getesteten Modellen hat sie einen schweren Stand, ist ein Produkt für Liebhaber, die sich den Spaß etwas kosten lassen wollen.

Sony RX100 VII

Foto: Gerd Blank

Nicht viel größer als eine Zigarettenschachtel ließe sich die RX100 VII auch in der Hosentasche verstauen, was ich aber nicht empfehlen würde, da Gehäuse und Display sonst schnell Kratzer bekommen. Die Bedienelemente liegen aufgrund der geringen Abmessungen sehr dicht beieinander. Mit meinen großen Händen ist die Bedienung daher manchmal etwas frickelig. Dafür liegt die kleine und mit rund 300 Gramm erstaunlich schwere Kamera hervorragend in der Hand. Das große Aha-Erlebnis kommt, wenn sich das fest verbaute Zeiss-Objektiv bei vollem Zoom und einer Brennweite von 200 Millimetern weit aus dem Gehäuse herausschiebt.

Der Touchscreen lässt sich aus- und umklappen, ist mit einer Diagonale von 7,5 Zentimetern recht groß. Der optische Sucher fährt auf Knopfdruck aus dem Gehäuse, drückt man ihn wieder hinein, schaltet sich die Kamera ab. Ein kleiner Blitz für den Nahbereich ist ebenfalls an Bord, ich hätte mir stattdessen einen Blitzschuh für einen externen Blitz gewünscht. Insgesamt ist die Bedienung relativ einfach, auch wenn – typisch Sony – das Betriebssystem unnötig komplex ist.

Testfoto der RX100 VII

Testfoto der RX100 VII

Foto: Gerd Blank

Über ein Drehrad können verschiedene Aufnahmeprogramme aufgerufen und eigene Einstellungen festgelegt werden. Wer weder Lust noch Talent hat, sich mit Blende, ISO und Co. auseinanderzusetzen, wählt die recht ordentlichen Automatik-Modi. Das ist dann fast wie beim Smartphone: Anschalten, per Fingertipp das Motiv fokussieren, auslösen, fertig. Die Aufnahmen sind selbst bei dieser Vorgehensweise gut bis sehr gut.

Technisch hat die RX100 VII einen ein Zoll großen CMOS-Sensor und nimmt Bilder mit 20 Megapixeln auf. Auch die Blende hat mit F2.8 bis F4.5 gute Werte. Bis zu ISO 12.800 lassen sich einstellen, wodurch selbst bei widrigen Lichtverhältnissen rauscharme Fotos möglich sein sollten.

Der Fokus reagiert schnell, und mit der richtigen Speicherkarte sind bis zu 20 Aufnahmen pro Sekunde in hoher Auflösung möglich. Damit eignet sich die Sony gut für Sportfotografie. Videoaufnahmen in der 4K-Auflösung 3840 mal 2160 werden über einen eigenen Knopf gestartet. Besonders hat mir hier die Zeitlupenfunktion gefallen, die in Verbindung mit dem Zoom-Objektiv beeindruckende Filmchen ermöglicht. Wird das interne Mikrofon genutzt, sind die Motorengeräusche des Objektivs leicht hörbar. Für Tonaufnahmen ist ein externes Mikrofon, das per Klinke mit der Kamera verbunden wird, die bessere Wahl.

Das sind die Extras:

Die Kamera kann mit einem HDMI-USB-Kabel als Webcam verwendet werden. Mit der App Playmemories kann man die RX100 VII fernsteuern und Fotos aufs Smartphone übertragen.

Das sind die Nachteile:

Der Akku ist nicht sonderlich leistungsstark. Laut Hersteller sollen unter besten Bedingungen bis zu 260 Aufnahmen oder 70 Minuten Videoaufnahmen möglich sein. Das gilt aber nicht bei bester Auflösung oder der Nutzung von Sonderfunktionen. Die Bedienung ist etwas fummelig, und beim Multifunktionsanschluss setzt Sony auf Micro-USB statt USB-C.

Das ist dabei:

Neben Akku, Netzteil und Micro-USB-Kabel liegen eine Handgelenkschlaufe und ein Schultergurt-Adapter im Karton.

Das gibt es optional:

Akkus, Schultergurt, Taschen, Stative

Fazit: Sieht man von der komplexen und nicht immer selbsterklärenden Software ab, gibt es in dieser Kompaktheit kaum eine leistungsstärkere Kamera. Die RX100 VII ist klein, vielseitig einsetzbar, bietet hervorragende Automatikmodi, eine tolle Optik und viele manuelle Einstellmöglichkeiten.

Anmerkung: Bei den Angaben zur Brennweite wurde das Äquivalent zum Kleinbild genannt, da dies den gängigen und gelernten Wert darstellt.

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