Smarte LED-Streifen für draußen im Test Wetterfeste Lichtgestalter

Mit Leuchtstreifen lassen sich Lichtstimmungen auf Terrasse und Balkon erschaffen, die mit normalen Glühbirnen nicht möglich wären. Wir haben fünf Exemplare getestet.
Von Berti Kolbow-Lehradt
Da sind Schlangen im Garten, elektrische

Da sind Schlangen im Garten, elektrische

Foto: Berti Kolbow-Lehradt

Wer den Garten, die Terrasse oder den Balkon gezielt in indirektes Stimmungslicht tauchen möchte, stößt mit herkömmlichen Glühbirnen schnell an Grenzen. Präziser gelingt das mit flexiblen LED-Streifen. Die kann man sogar flexibel per App, Sprache und Automatik steuern.

Die zwei bis fünf Meter langen, millimeterdünnen Silikonstreifen flankieren zum Beispiel Rück- und Unterseite der Gartenbank, schmiegen sich an Fenstersimse oder schlängeln sich elegant durchs Beet. Dort lassen sie sich diskret, aber wirkungsvoll zur rechten Zeit per Smartphone oder Schaltautomatik erleuchten – im Weißspektrum oder in bunten Farben, zum Teil sogar mit animierten Effekten.

Für drinnen gibt es etliche Modelle, für draußen ist die Auswahl viel kleiner. Welche smarten Lichttricks sie beherrschen, mussten fünf wettergeschützte Leuchtstreifen der Marken Cololight, Innr, Ledvance, Philips Hue und Tint im Test beweisen.

Die getesteten Modelle im Überblick:

Cololight Strip (65 Euro):
Der zwei Meter lange WLAN-Strip des chinesischen Herstellers Lifesmart kann jede einzelne seiner 120 Leuchtdioden unterschiedlich färben. Die Variante mit halb so viel LEDs kostet 15 Euro weniger.

Innr Outdoor Flex Light Colour OFL 122 C (70 Euro):
Mit 220 Dioden ermöglicht der Zwei-Meter-Strip der niederländischen Marke ein sehr diffuses Licht ohne sichtbare Lichtkegel. Die doppelte Länge gibt es für 120 Euro. Beide Modelle funken mit ZigBee und benötigen eine Box als Vermittlungsstelle zum WLAN-Router.

Ledvance WIFI Smart+ Outdoor Neon Flex (85 Euro):
Die Marke Ledvance führt Osrams Sortiment für smartes Licht fort und ergänzt es um neue WLAN-Produkte wie diesen Drei-Meter-Lightstrip für draußen. Eine zwei Meter längere Version kostet 105 Euro.

Tint Outdoor LED-Strip (130 Euro):
Der Leuchtstreifen des deutschen Herstellers Müller-Licht ist mit fünf Metern länger und daher auch kostspieliger als die anderen Testprodukte. Als ZigBee-Gerät kann er über große Entfernungen Befehle empfangen.

Philips Hue Outdoor Lightstrip (130 Euro):
Vom niederländischen Marktführer für smartes Licht kommt, bezogen auf die Länge, das teuerste Produkt. Zwei Meter misst dieser ZigBee-Strip. Eine Fünf-Meter-Alternative schlägt mit 220 Euro zu Buche.

So haben wir getestet:

Lichteindruck: Wie hell leuchten die Streifen? Inwiefern gibt es zusätzliche Leuchteffekte wie etwa Pulsieren im Takt von Musik? Wie angenehm ist die Beleuchtung? Je mehr LEDs auf dem Streifen angeordnet sind, desto gleichmäßiger und diffuser wirkt das Licht.

Inbetriebnahme: Im Idealfall sind die Streifen so wetterbeständig, dass man sie bedenkenlos überall im Außenbereich platzieren kann. Wie einfach oder aufwendig die Kontaktaufnahme zum Funknetz gelingt, ist ein weiteres Kriterium.

Bedienung: Vernünftige Smartphone-Apps und Sprachbefehle sind ein Muss, viele Steuerfunktionen ein Plus und ein physischer Schalter oder eine Fernbedienung ein Bonus. Was geht noch, wenn das Internet oder das Heimnetz streiken?

Automatisierung: Als Lightstrips fürs Smarthome sollten sich die Modelle möglichst vielfältig per Zeit- oder Sensorautomatik in das bevorzugte Lichtkonzept einfügen oder zusammen mit anderen Geräten steuern lassen.

Cololight Strip

Foto: Berti Kolbow-Lehradt

Die getestete Variante des Cololight Strips ist mit 800 Lumen durchschnittlich hell. Das entspricht einer Neun-Watt-Birne. Mit insgesamt 120 LEDs leuchtet er aber schön gleichmäßig. An der Farbtreue ist im Praxistest nichts auszusetzen.

Energie bezieht der Strip dank USB-Buchse notfalls auch von einer Powerbank. Dadurch kann er auch ein Picknick weitab von der nächsten Steckdose erleuchten. Wer den Steckdosenbetrieb bevorzugt, muss selbst ein Netzteil beisteuern. Im Karton liegt keins. Das Stromkabel ist mit 1,4 Metern kürzer als bei den anderen Testgeräten, sodass der Leuchtstreifen nicht weit weg von der Energiequelle sein darf. Auf dem Untergrund haftet der Streifen durch eine selbstklebende Rückseite oder in verschraubten Führungsclips aus Metall.

Stationär installiert, lässt sich die dunklere Variante des zwei Meter langen Basisstreifens auf bis zu acht Meter, die hellere Variante auf maximal sechs Meter verlängern. Das geht bei keinem anderen Outdoor-Lightstrip. Das Cololight-Modell kann theoretisch nach jeder Diode gekürzt werden. Für den Außeneinsatz ist das aber keine Option, wenn es gemäß IP65 abgedichtet bleiben soll. Nur dann hält der Streifen Staub ab und Strahlwasser aus. Die kleine Schaltbox am Kabel ist gar nicht abgedichtet, sollte also regengeschützt platziert sein. Im Winter bleibt der Lightstrip am besten nicht draußen, da er nur für Temperaturen bis minus fünf Grad ausgelegt ist.

Als einziger Leuchtstreifen im Vergleich verfügt er über eine Taste am Netzkabel, mit der er sich starten und stoppen oder durch einige vorgefertigte Lichtszenen wechseln lässt. Damit bleibt er auch im Funkloch auf der grünen Wiese bedienbar. Für den vollen Funktionsumfang koppeln wir ihn per Smartphone-App mit dem WLAN-Heimnetz. Darüber lassen sich die dynamischen Szenen den eigenen Vorstellungen anpassen. Das ist empfehlenswert, weil das voreingestellte hohe Tempo des Farbwechsels nervt. Schade: Welche LED wie aufleuchtet, entscheidet die Software. Einzeln darauf zugreifen lässt sich nicht.

Die App beherrscht das Ein- und Ausschalten, Dimmen, Tönen in Vollfarben oder Farbverläufen sowie eine Gruppensteuerung und Zeitschaltpläne. Außerdem verwendet sie auf Wunsch das Mikrofon des Smartphones oder der Schaltereinheit am Netzkabel und lässt das Licht im Takt von Musik pulsen. Für die nächste Grillparty ein netter Partygag.

Ein Cloud-Konto und eine Internetverbindung sind nicht grundsätzlich nötig, nur Zeitschaltpläne und Sprachbefehle erfordern Webzugriff. Cololight lässt sich über Amazon Alexa, Google Assistant und Siri ansprechen oder mit anderen Geräten gemeinsam steuern. Alexa und Apple HomeKit ermöglichen Automatiken, zum Beispiel mit Bewegungssensoren.

+ Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

- Kein Netzadapter für USB-Kabel im Lieferumfang

+ Jede LED ansteuerbar

- Kein Wetterschutz für Steuereinheit am Kabel

+ Unterstützt alle großen Smart-Home-Plattformen

+ Offline-Bedienung ohne Cloud möglich

Innr Outdoor Flex Light Colour

Foto: Berti Kolbow-Lehradt

Innrs Streifen bietet mit 660 Lumen eine mittelmäßige Helligkeit. Für ein Dekolicht geht das in Ordnung. Dafür bietet er mit 224 Dioden das am gleichmäßigsten verteilte Licht. Der halbtransparente Schutzmantel verstärkt den diffusen, natürlichen Lichteindruck zusätzlich. Die Farbtreue gibt für den Einsatzzweck keinen Anlass zur Kritik.

Am Einsatzort lässt sich der LED-Strip mit verschraubten Metallclips in Position bringen. Wie die meisten Outdoor-Modelle lässt es sich weder verlängern noch kürzen, damit es nicht an den Schnittstellen versehentlich undicht wird. Weil der Streifen den IP67-Standard erfüllt, ist er nicht nur staubdicht, sondern hält auch ein halbstündiges Pfützenbad aus. Das IP44-Netzteil verträgt aber nicht mehr als ein paar Spritzer und sollte deshalb überdacht sein. Eine Überwinterung ist wegen des Frostschutzes bis minus 20 Grad Celsius kein Problem.

Einen physischen Schalter gibt es nicht. Bedienen lässt sich der Streifen nur smart. Weil er mit dem ZigBee-Standard funkt, Smartphones aber nicht, ist die Innr Bridge BG220 (40 Euro) als Bindeglied zum WLAN-Heimnetz nötig. Sie ist nicht wettergeschützt und benötigt ein Plätzchen im Trockenen. Der Vorteil von ZigBee-Geräten: Sie bilden ein vermaschtes Netzwerk und geben Schaltsignale weiter. Mit zusätzlichen Streifen lässt sich daher die Funkreichweite bis weit in den Garten hinein verlängern. Mit drei weiteren Fertigleuchtenmodellen ist das Innr-Sortiment für draußen aber relativ klein.

Innrs Smartphone-App bietet mit Funktionen fürs manuelle Schalten, zeitgesteuerten Schaltplänen und Verbindungen zu Amazon Alexa und Google Assistant einen guten Umfang. Praktisch ist die Geofence-Automatik: Sie schaltet die Außenbeleuchtung ein, wenn sich ein verknüpftes Smartphone der Adresse nähert, und aus, wenn es sich entfernt. Ohne Cloud geht nichts, bei einem Internetausfall ist der Streifen nicht bedienbar. Alternativ lässt sich der Streifen dank des ZigBee-Funks auch mit den Bridges von Philips Hue, Homey und Samsung SmartThings koppeln und dann lokal steuern.

+ viele Lichtquellen bieten sehr gleichmäßige Ausleuchtung

- Zwei-Meter-Variante nur durchschnittlich hell

+ per ZigBee-Funk gut gegen Funklöcher gewappnet

- Hersteller-App mit Cloud-Zwang

+ gute App mit Geofence-Automatik

Ledvance WIFI Smart+ Outdoor Neon Flex

Foto: Berti Kolbow-Lehradt

Der LED-Streifen von Ledvance bietet mit bis zu 520 Lumen die geringste Helligkeit im Vergleich. Er punktet aber, wenn Licht im Weißspektrum gefragt ist. Neben einer Farbdiode für Rot, Grün und Blau verfügt er über gleich zwei für kaltes und warmes Weiß. Dadurch kann er Farbtöne präziser mischen. Zudem sorgt die halbtransparente Diffusorschicht für ein schön gleichmäßiges Licht. Bei der Sichtprüfung zeigt der Leuchtstreifen keinen wahrnehmbaren Farbstich.

Gemäß IP65-Schutzklasse ist der Lightstrip gegen Staub und eine kurze Dusche aus dem Gartenschlauch abgedichtet. Das IP44-Netzteil verträgt aber nur ein paar Spritzer. Am Einsatzort findet der Leuchtschlauch Halt auf verschraubten Kunststoffclips. Die Steckdose darf wegen der Zwei-Meter-Zuleitung nicht allzu weit weg sein.

Das Modell reagiert ausschließlich auf smarte Fernsteuerung und hat keinen physischen Schalter. Wegen des eingebauten WLAN-Chips braucht es keine Vermittlungsstelle und funkt ohne Umweg mit dem Heimnetz. Ledvances Smartphone-App für WLAN-Produkte verlangt ein persönliches Konto in der Hersteller-Cloud. Ohne Kontakt zu den Webservern ist der Leuchtstreifen nicht bedienbar. Die Internetverbindung sollte also am Einsatzort also stabil sein.

Der Funktionsumfang der App überzeugt. Neben der üblichen manuellen Steuerung, Zeitplänen und einem Ausschalt-Timer bietet sie auch einen Musik-Sync. Dadurch pulsiert der LED-Strip mithilfe des Smartphonemikrofons im Takt eines Sommerhits oder anderen Songs der Wahl. Eher für die Grundbeleuchtung im Innenbereich sinnvoll ist die Option, die Farbtemperatur im Tagesverlauf automatisch vom kühlen Weiß am Morgen zu warmem Weiß am Abend wechseln lassen zu können.

Soll der LED-Strip aufs Wort hören, akzeptiert er Befehle von Alexa und Google Assistant. Per Alexa lässt er sich mit Bewegungssensoren steuern. Eine Geofence-Automatik hat die Hersteller-App selbst an Bord. Mit anderen Automationsplattformen versteht sich das WiFi-System von Ledvance vorerst nicht.

+ schön gleichmäßiges Dekolicht

- nicht sehr hell

+ kein Hub nötig

- ohne Cloud-Verbindung nicht bedienbar

+ gute App mit vielen Steuerfunktionen

- noch kaum in Automationssysteme integriert

+ großes Licht-System

Philips Hue Outdoor Lightstrip

Foto: Berti Kolbow-Lehradt

Mit maximal 850 Lumen bietet die getestete Zwei-Meter-Variante eine leicht überdurchschnittliche Helligkeit. Das übertrumpft unter anderem eine typische Neun-Watt-Birne des gleichen Herstellers. Die anderen Leuchteigenschaften heben sich nicht vom Testfeld ab. Die Diffusorschicht sorgt für ein gleichmäßiges Licht, die Farbtreue ist nicht nennenswert höher als die der günstigeren Produkte.

Vorteile bietet der Lightstrip bei anderen Kriterien. Außer dem Leuchtkörper selbst sind auch die Steuereinheit und das Netzteil gemäß IP67 staubdicht und für ein Tauchbad gewappnet. Damit ist das Hue-Modell die robusteste Wahl für den Outdoor-Einsatz. Die Zuleitung ist fast drei Meter lang. Im Winter kann es dank Frostschutz bis minus 20 Grad Celsius draußen bleiben. Ein wenig knauserig ist, dass der Hersteller nur Clips aus Kunststoff statt aus Metall für die Montage spendiert.

Mangels Schalter am Netzkabel reagiert der LED-Streifen einzig auf smarte Steuerbefehle. Der Betrieb erfordert eine nicht wettergeschützte ZigBee-Funkbox als Verbindungsstelle zum WLAN. Eine solche »Hue Bridge« kostet 60 Euro extra. Direkt vom Smartphone verschickte Bluetooth-Steuerbefehle akzeptiert der Outdoor-Strip im Unterschied zu anderen aktuellen Hue-Produkten nicht.

Der größere Aufwand des ZigBee-Setups lohnt sich. Zusammen mit weiteren Outdoor-Leuchten des Herstellers lässt sich selbst auf großen Grundstücken ein lückenloses Funknetzwerk aufbauen, das Signale automatisch untereinander weitergibt und somit auch die hinterste Gartenecke erreicht.

Zudem bietet die App für Hues ZigBee-Sortiment eine komplette Ausstattung an manuellen Steuerfunktionen, Zeitschaltplänen sowie Bewegungssensor- und Geofence-Automatiken. Wer ein Spotify-Abo hat, kann zudem den Hue-Strip mit den Klängen seiner Playlists abgleichen. Weil beide Apps dazu direkt Daten austauschen und nicht den Umweg über das Smartphonemikrofon benötigen, harmoniert die Lichtdisco besser als bei Cololight und Ledvance.

Darüber hinaus ist der Hue-Strip so anschlussfähig wie kein anderes Modell. Außer mit Alexa, Google Home und Apple HomeKit lässt er sich auch mit praktisch allen anderen relevanten Automationssystemen koppeln. Dadurch lassen sich besonders viele Geräte anderer Hersteller kombinieren und in Schaltszenarien einbinden. Ein Cloud-Konto bei Philips Hue ist zwar für das Zusammenspiel mit anderen Systemen, Sprachbefehlen und den Fernzugriff nötig, nicht aber für den lokalen Betrieb. Daher ist der Lightstrip auch während eines Internetausfalls bedienbar, sofern WLAN und ZigBee-Bridge erreichbar bleiben.

Weil sich die Hue Bridge als eine Art Universalgerät etabliert hat, lässt sie sich mit günstigeren Lightstrips etwa von Innr und Tint koppeln, falls die Originalprodukte das Budget überschreiten.

+ Viele, tolle Lichtsteuerfunktionen

- Sehr hoher Preis

+ Große Auswahl an Systemkomponenten

- Leuchteigenschaften sind nur Standard

+ Besonders gut vor Wettereinflüssen geschützt

Tint Outdoor LED-Strip

Foto: Berti Kolbow-Lehradt

Der LED-Streifen ist mit fünf Metern der längste aller Testkandidaten und daher auch der hellste. Die Maximalleistung von 1200 Lumen eignet sich nicht nur für Dekozwecke, sondern auch für die Grundbeleuchtung. Das durch die Diffusorschicht gleichmäßig verteilte Licht und die Farbtreue gefallen. Dem Leuchtkörper machen Staub und Regen nichts aus, weil er nach IP65 abgedichtet ist. Das Netzteil (IP44) ist etwas weniger robust. Im Karton liegen Kunststoffclips für die Befestigung.

Nach der Montage am Einsatzort ist der LED-Streifen noch längst nicht einsatzbereit. Mangels physischen Schalters benötigen wir zusätzliche Technik. Der Hersteller selbst bietet keine App und keine Bridge für den verwendeten ZigBee-Funkstandard. Also benötigt man entweder die ZigBee-Fernbedienung aus dem herstellereigenen Zubehör (25 Euro) oder eine Funkbrücke einer anderen Marke. Die Technik klappt zum Beispiel mit den Steuerzentralen von Philips Hue, Telekom Magenta SmartHome und Samsung SmartThings.

Mit der nicht wettergeschützten Tint-Fernbedienung lässt sich der Outdoor-Streifen ein- und ausschalten, dimmen, färben und mit einer Farbtemperatur versehen. Wer Farbe und Helligkeit nicht immer manuell einstellen möchte, wählt mit einer von sechs Tasten eine vorprogrammierte Lichtszene. Gekoppelte Tint-Leuchtmittel kann die Fernbedienung zu drei Gruppen bündeln und gemeinsam steuern.

Wer sich darüber hinaus eine Zeitsteuerung, Sprachbedienung, Fernbedienung außer Haus und Sensorautomatiken mit Drittgeräten wünscht, ist davon abhängig, welche Funktionen der Outdoor-Strip im Verbund mit Schaltzentralen anderer Hersteller bietet. Im Praxistest lässt sich der Strip problemlos mit einer Hue Bridge koppeln und dann nahezu genauso bedienen wie ein herkömmliches Hue-Produkt. Nur wenige Dinge klappen dann nicht. Er lässt sich etwa nicht mit Spotify synchronisieren. Auch Firmware-Updates mit neuen Funktionen sind auf diese Weise derzeit nicht möglich.

+ Einsteigerfreundlich dank Fernbedienung statt Gateway-Zwang

- Fernbedienung kostet extra

+ mit vielen anderen Systemen kompatibel

- Richtig smart nur mit Fremd-App und -Gateway

+ guter Outdoor-Schutz

Fazit

Die meisten Steuerfunktionen, den robustesten Wetterschutz und die größte Anschlussfähigkeit an Smart-Home-Systeme bietet der Philips Outdoor Lightstrip. Das rechtfertigt den hohen Preis und lässt darüber hinwegsehen, dass die Lichteigenschaften nichts Besonderes bereithalten.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Strip von Cololight, der für kleines Budget tolles Dekolicht inklusive dynamischen Laufbandeffekten in petto hat und mit den großen Smart-Home-Plattformen harmoniert. Wegen des USB-Steckers ist er in begrenztem Maße auch mobil einsetzbar. Der fehlende Wetterschutz für die Steuerelektronik am Netzkabel schränkt den Montageort im Freien ein.

Zudem kommen Cololight und Ledvance in Betracht, wenn die Einrichtung möglichst wenig Aufwand bereiten soll. Sie benötigen keine zusätzliche Schaltzentrale und lassen sich ohne Umweg ins WLAN einbinden. Tint bietet viel Helligkeit fürs Geld und ist daher eine gute Einsteigerlösung für alle, die zunächst eine klassische Fernbedienung bevorzugen, sich aber die Option auf smarte Funktionen offen lassen wollen.

Hintergrund: Produkttests im Ressort Tests

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