Stiftung Warentest Das sind die besten Waschmaschinen

Im Test zeigt sich: Richtig gute Waschmaschinen sind teuer, ziemlich gute nicht. Zudem werden viele beim Sparen nicht richtig warm - und manche können im Notfall nicht das Wasser halten.
Waschmaschinen auf der Ifa (Archivbild)

Waschmaschinen auf der Ifa (Archivbild)

Foto: Serdar Acar / EyeEm / Getty Images

Das Testlabor der Stiftung Warentest muss aussehen wie ein gewaltiger Waschsalon. Zum einen, weil die Tester dort so viele Maschinen prüfen. Zum anderen, weil die Tests so lange dauern: Bei der Dauerprüfung muss jede Maschine mehr als 1800 Waschzyklen abarbeiten.

Erfreulicherweise hat diese Tortur, die etliche Jahre Waschmaschinenleben simulieren soll, beim letzten großen Test nur wenigen Maschinen Probleme bereitet. Zwei Geräte von Gorenje versagten nach einem Zeitraum, der etwa sechs und acht Jahren entsprach, mit kaputten Heizstäben den Dienst. Den Testern zufolge kein großes Problem, weil der Austausch dieses Bauteils leicht zu erledigen ist. Bei einer dritten Maschine desselben Typs trat nach rund 800 Wäschen ein Wasser-Öl-Gemisch aus, was die Experten schon als ernsthaften Schaden einordnen.

Waschmaschinen in einem Prüflabor der Stiftung Warentest

Waschmaschinen in einem Prüflabor der Stiftung Warentest

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa

Aber zu Gorenje mögen die sowieso nicht raten, weil sie den Schutz der Maschine gegen Wasserschäden als mangelhaft bewerteten. Solche Geräte sollte man vorsichtshalber nur in einem Waschkeller mit Bodengully laufen lassen, weil die Seifenlauge dort direkt ablaufen kann, sollte sie mal überlaufen.

Solche Macken sind im Test freilich die Ausnahme gewesen, bei fast alle anderen getesteten Waschmaschinen wurde der Schutz gegen Wasserschäden mit "Sehr Gut" bewertet. Ähnlich zufrieden waren die Tester auch mit dem Verbrauch von Strom und Wasser, der bei allen Modellen, die zwischen sechs und acht Kilogramm Wäsche aufnehmen können, als niedrig bewertet wird.

Die Sache mit den 60 Grad

Niedrig, sogar zu niedrig, sind leider auch die Temperaturen, mit denen die Maschinen waschen. Zumindest oft und bei den meisten. Bosch, Siemens, Samsung und Hanseatic kamen im 60-Grad-Sparprogramm nicht über 33 bis 35 Grad hinaus und auch die meisten anderen erreichten gerade mal Temperaturen um 40 bis knapp 50 Grad. Einzig die Testsiegerin, das Modell WDB 330 WPS Speedcare von Miele, kam mit 55 Grad zumindest knapp an die vom Programm genannte Temperatur heran.

Dass die Tester diese Ergebnisse messen konnten, haben sie einer neuen Messmethode zu verdanken: Statt die Temperatur des Waschwassers im sogenannten Sumpf, also unter der Waschtrommel, zu messen, haben sie neuartige Messfühler verwendet, die beim Waschen in der Trommel bleiben können.

Durch die im Sparprogramm verlängerte Waschzeit würden Bakterien auch bei niedrigen Temperaturen von der Seifenlauge ausgewaschen, erklären die Tester. Anders sieht es demnach aber bei Pilzen aus, die erst ab 50 bis 60 Grad zuverlässig ausgewaschen werden. Für die zu niedrigen Temperaturen bekamen viele Geräte deshalb ein "Mangelhaft" in die Ergebnistabelle geschrieben. Immerhin: Im 60-Grad-Normalprogramm kamen alle Maschinen auf Temperaturen von 55 bis 65 Grad.

Testsieger wurde die oben genannte Waschmaschine von MieIe, die als einzige sowohl die eingestellten Temperaturen als auch, bei einem Schaden, das Wasser halten konnte. Mit einem mittleren Preis von 940 Euro ist sie aber fast doppelt so teuer wie die zweitplatzierte L6FB64470 von AEG. Auf dem dritten Platz landeten zwei Geräte von Bosch (WAN 28270) und Siemens (WM14N270), die, wie so oft bei der weißen Ware dieser Firmen, laut Hersteller baugleich sind und sich nur optisch leicht unterscheiden. Mit der WW7XM642OPA landete auf Platz 4 ein mit "Gut" bewertetes Samsung-Gerät.

Lesen Sie hier den kompletten Test der Stiftung Warentest  inklusive Testtabelle und stöbern Sie zusätzlich in der umfangreichen Test-Datenbank.