Saudi-Arabien Frauenrechtlerinnen werden offenbar aus Gefängnis entlassen Da sie sich für Gleichberechtigung von Frauen einsetzten, wurden zwei Aktivistinnen aus Saudi-Arabien verhaftet. Nun kommen Samar Badawi und Nassima al-Sadah nach drei Jahren angeblich frei. Doch eine Ausreise wird ihnen verwehrt.
Wahlsieger in Iran Raisi – eiserner Verteidiger der Reaktionäre Der Ausgang der Wahl in Iran lässt wenig Gutes für die Zukunft erwarten. Mit Ebrahim Raisi kommt ein Hardliner an die Schaltstellen der Macht, der für Skrupellosigkeit und Härte gegen seine Widersacher berüchtigt ist.
Aserbaidschan-Affäre Die sonderbaren Reisen des Staatssekretärs Thomas Bareiß Immer wieder reiste er nach Aserbaidschan, pflegt Kontakte zu fragwürdigen Politikern und Lobbyisten: Er sei nicht bestechlich, versichert der CDU-Politiker Thomas Bareiß – räumt aber Fehler ein. Von Boris Kartheuser, Martin Knobbe, Sven Röbel und Gerald Traufetter
Arbeiterrechte im WM-Gastgeberland Amnesty International fordert mehr Druck von der Fifa auf Katar Die Menschenrechtsorganisation beklagt, dass Reformen im WM-Gastgeberland noch immer nicht genügend umgesetzt werden. Die Fifa habe jedoch die Möglichkeit, Katar mit zu einem besseren Ort zu machen.
Istanbul-Konvention Türkei tritt aus internationalem Schutzabkommen für Frauen aus In der Türkei steigt die Zahl der Morde an Frauen. Dennoch ist das Land unter Präsident Tayyip Erdoğan aus der Istanbul-Konvention ausgetreten. Das Schutzabkommen fördere Scheidungen, so die Begründung.
Tigray-Konflikt Human Rights Watch wirft Truppen Eritreas Massaker vor Soldaten sollen willkürlich auf Zivilisten geschossen haben, Zeugen berichten von Plünderungen: Menschenrechtler werfen dem Militär Eritreas Gräueltaten im Nachbarland Äthiopien vor.
Status als »Gewissensgefangener« aberkannt Amnesty, Nawalny und der Spott des Kreml Amnesty International will weiter für Alexej Nawalny eintreten, äußert aber plötzlich Zweifel an seiner Gewaltlosigkeit. Ist die Menschenrechtsorganisation Opfer russischer Einflussnahme geworden? Von Christian Esch, Moskau
Amnesty-Bericht über ägyptische Gefängnisse »Folter, Misshandlungen und gezielte Unterversorgung« Die Zustände in ägyptischen Haftanstalten sind auch zehn Jahre nach dem Arabischen Frühling laut Amnesty International erschütternd. Ein besonderes Problem in Corona-Zeiten: die rettungslose Überbelegung.
Unzureichende Reformen Amnesty kritisiert prekäre Lage von Arbeitern in Katar Zwei Jahre vor der Fußball-WM in Katar sind Tausende Arbeiter und Hausangestellte skrupellosen Ausbeutern ausgeliefert. Immerhin: Fortschritt ist erkennbar, sagt Amnesty – auch dank des Turniers.
Kämpfe in Äthiopien Amnesty International spricht von "Massaker" mit Dutzenden Toten In Äthiopien dauern die Kämpfe um die abtrünnige Region Tigray an. Amnesty International meldet nun Dutzende tote Zivilisten bei dem Überfall auf eine Stadt. Die Angst vor einer humanitären Krise wächst.
Gefahr durch Bürgerwehren Amnesty fordert US-Regierung zum Schutz von Wählern und Demonstranten auf Weniger Waffen in Parks, Wahllokalen und bei Versammlungen: Die Menschenrechtler von Amnesty International warnen vor Gewalt rund um die US-Präsidentschaftswahl - und richten einen Appell an die Regierung.
Amnesty-Bericht Unmenschliche Bedingungen für Hausangestellte in Katar Sie werden beleidigt, geschlagen und schuften oft 16 Stunden am Tag: Rund 173.000 Frauen arbeiten im WM-Ausrichterland Katar als Haushaltskräfte - laut Amnesty unter teils erschütternden Verhältnissen.
Menschenrechtsorganisation Amnesty International stellt Arbeit in Indien ein Eingefrorene Konten, erzwungene Entlassungen: Amnesty International wirft der indischen Regierung Schikane vor - und hat nun seine Tätigkeit im Land fürs Erste beendet.
Bericht von Amnesty International EU-Firmen liefern Überwachungstechnologie nach China Von 360-Grad-Kameras über Software zur Emotionserkennung: Mehrere Firmen aus der EU helfen den chinesischen Behörden offenbar bei der Überwachung von Bürgern.
Studie zu befreiten jesidischen Kindern Albträume vom "Islamischen Staat" Sie wurden versklavt, missbraucht, in den Krieg geschickt: Der IS hatte Tausende jesidische Kinder in seiner Gewalt. Die Überlebenden werden mit den massiven gesundheitlichen Folgen alleingelassen. Von Anna-Sophie Schneider
Äthiopien Sicherheitskräfte sollen an Tötungen und Massenverhaftungen beteiligt gewesen sein Gezielte Tötungen, Vergewaltigungen und Tausende Verhaftungen: Amnesty International wirft den Sicherheitskräften des äthiopischen Premiers und Friedensnobelpreisträgers Abiy Ahmed schwere Menschenrechtsverletzungen vor.
Umstrittener Parlamentsbeschluss Ungarn beschneidet Rechte von Trans- und intersexuellen Menschen Das Geburtsgeschlecht darf in Ungarn nach einem Parlamentsbeschluss nicht mehr geändert werden. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Entscheidung als Rückfall in "dunkle Zeiten".
Vorwürfe von Amnesty Syrien und Russland sollen gezielt Schulen und Krankenhäuser angreifen Auch Fassbomben wurden laut dem Bericht eingesetzt: Amnesty International wirft den Streitkräften von Machthaber Assad und ihren russischen Verbündeten eine ganze Reihe massiver Verstöße in Syrien vor.
Vietnam Amnesty International wirft Facebook Beteiligung an Zensur vor Mehr als die Hälfte der Vietnamesen hat Facebook-Accounts, das Netzwerk ist wichtig für Aktivisten. Menschenrechtler warnen Facebook nun davor, mit seiner Moderation der Regierung zu sehr entgegenzukommen.
Amnesty-Jahresbericht zur Todesstrafe Zahl der Hinrichtungen auf niedrigstem Stand seit zehn Jahren Mehr als 600 Exekutionen wurden im vergangenen Jahr erfasst. Allein in Iran wurden 251 Menschen hingerichtet – darunter vier Minderjährige. Weltweit ist die Zahl aber weiter gesunken.