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Gudrun Ensslin

Gudrun Ensslin bildete zusammen mit Andreas Baader die Führungsspitze der Roten Armee Fraktion. Die Tochter eines evangelischen Pfarrers galt als kühle Intellektuelle und war die moralische Instanz der Gruppe. Sie wurde 1972 festgenommen und unter anderem wegen Mordes an vier US-Soldaten zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 18. Oktober 1977 erhängte sich Gudrun Ensslin im Hochsicherheitstrakt der JVA Stuttgart-Stammheim.

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RAF-Suizide in Haft Die Todesnacht von Stammheim

Drei führende RAF-Mitglieder starben in der Nacht zum 18. Oktober 1977 in Haft. Das Ereignis erschütterte die Bundesrepublik - und mündete in einen der größten Justizskandale der Nachkriegszeit. Von Jasmin Lörchner
16. Oktober 2017, 14:36 Uhr

RAF Wie sich Rudolf Augstein und Ulrike Meinhof näherkamen

Es geht um Geld, Franz Josef Strauß und die RAF: Bislang unveröffentlichte Briefe zwischen Rudolf Augstein und Ulrike Meinhof zeigen, wie sich der SPIEGEL-Herausgeber und die Terroristin näherkamen und wieder entfremdeten. Von Michael Sontheimer
15. Mai 2017, 12:04 Uhr

70 SPIEGEL-Jahre Terror - von der RAF bis zum "Islamischen Staat"

In den Siebzigerjahren hatte es der Westen mit Gruppen wie der RAF zu tun, heute sind es al-Qaida und der "Islamische Staat". Die Welt verändern wollen sie alle und haben ein gemeinsames Mittel: Terror. Von Mathieu von Rohr und Britta Sandberg
30. Dezember 2016, 00:00 Uhr

Ensslin, Merkel, Motörhead Die berühmtesten Pfarrerskinder der Welt

Sie hatten die gleiche Kinderstube, dann wurden sie Terroristen, Rockstars oder Bundeskanzlerin: Kinder von Geistlichen spielen in der Gesellschaft immer wieder eine besondere Rolle. einestages zeigt die weltweit berühmtesten Töchter und Söhne aus Pastorenfamilien - und was aus ihnen wurde. Von Simon Broll
17. September 2013, 10:23 Uhr

Offensive des Ensslin-Bruders Das Rätsel der Stammheimer Todesnacht

Wie kam RAF-Gründerin Gudrun Ensslin am 18. Oktober 1977 im Gefängnis zu Tode? Bruder Gottfried Ensslin will endlich wissen, was in jener Nacht in Stuttgart-Stammheim geschah. Er prangert Ungereimtheiten bei der Untersuchung an und hat die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Von Michael Sontheimer
19. Oktober 2012, 10:57 Uhr

RAF-Vorgeschichte Sex als Exorzismus, Liebe als Gewalt

Vom Fremdgehen zur RAF? Am Beispiel des Paars Ensslin und Vesper zeigt der Film "Wer wenn nicht wir", wie sehr 1968 von nackter Verzweiflung geprägt war - und wie wenig von lustvollem Aufbruch. Der Historiker Gerd Koenen findet: Das ist der erste ernstzunehmende Film über das Schicksalsjahr.
11. März 2011, 11:07 Uhr

RAF-Drama "Wer wenn nicht wir" Bombe im Bett

Wenn Erotisierung und Militarisierung Hand in Hand gehen: Andres Veiel erklärt in seinem Film "Wer wenn nicht wir" die Vorgeschichte der RAF anhand der sexuellen Kraftströme zwischen Baader, Ensslin und dem Schriftsteller Bernward Vesper. Ein gewagter Versuch. Von Christian Buß
8. März 2011, 16:26 Uhr

RAF-Regisseur Veiel "Der Sex ist mehr als Gymnastik"

Darf man die Vorgeschichte der RAF als Liebesdrama erzählen? Andres Veiel hat es in seinem Berlinale-Beitrag "Wer wenn nicht wir" getan. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der Regisseur, weshalb Politik im Bett anfängt - und Gudrun Ensslin keine kaltblütige Mörderin war.
18. Februar 2011, 06:04 Uhr

Chiffren und Decknamen Die geheimen Codes der RAF-Terroristen

Christian Klar trat als "Ede" auf, Gudrun Ensslin als "Grete", und Ulrike Meinhof war "Anna" - die Terroristen der RAF arbeiteten mit Decknamen und Codeworten. Wenn es den Fahndern gelungen wäre, den Code zu entschlüsseln, hätten sie wohl einige tödliche Aktionen verhindern können. Von Michael Sontheimer
14. Juni 2010, 06:28 Uhr

RAF-Todesmasken Dem Terror ins Gesicht sehen

Nur eine Nacht nach ihrem Selbstmord hat der Bildhauer Gerhard Halbritter die Totenmasken der RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe angefertigt. Nun will sie Kunsthändler Andreas Albrecht an ein Museum geben.
9. September 2009, 17:49 Uhr

Kalenderblatt: 3.4.1968 Fanal in Frankfurt

Dieser Brand erschütterte die Republik: Am 3. April 1968 legten radikale Anhänger der APO in zwei Frankfurter Kaufhäusern Feuer. Unter ihnen waren Gudrun Ensslin und Andreas Baader - später führende Köpfe der RAF. Was dilettantisch begann, war die Initialzündung des Linksterrorismus in Deutschland.
3. April 2008, 16:46 Uhr

RAF "Holger, der Kampf geht weiter!"

Nach sieben Wochen im Hungerstreik starb am 9. November 1974 der RAF-Gefangene Holger Meins. Sein Tod im Gefängnis wurde für die radikale Linke zum Fanal. Er trieb eine ganze Generation von Sympathisanten in den Untergrund, die den irrwitzigen Krieg der RAF gegen den Staat weiterführten. Von Michael Sontheimer
9. November 2007, 10:13 Uhr

Stammheim-Urteile Beispiellose Blamage für den Rechtsstaat

Zwei der fünf Angeklagten waren tot, als das Urteil fiel - drei bekamen lebenslang: Vor 30 Jahren endete der "Stammheim-Prozess" in Stuttgart gegen die Führung der RAF. Er geriet zu einem Desaster auf der ganzen Linie. Von Michael Sontheimer
28. April 2007, 08:08 Uhr
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