Verbrechen an Herero und Nama Gespräche über Aussöhnungsabkommen nach Corona-Ausbruch in Namibia unterbrochen Mehrere Mitglieder der namibischen Regierung haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Nun müssen die Verhandlungen über das Aussöhnungsabkommen pausieren. Ein wichtiger Kritiker der Gespräche erlag seiner Infektion.
Deutscher Völkermord in Namibia Ein Zaun, ein Toter, zwei Welten Die Herero verloren durch den Völkermord zwei Drittel ihrer Leute. Noch heute bewirtschaften mehrheitlich weiße Farmer ihr Land. Das deutsche Entschädigungsangebot hat die Gemüter eher erhitzt, einige drohen mit Gewalt. Vom Waterberg in Namibia berichtet Heiner Hoffmann
Blutige Kolonialvergangenheit Namibias Regierung wegen Abkommen mit Deutschland unter Druck Lange hatte Namibia dafür gekämpft, dass Deutschland sich zu den Verbrechen in der Kolonialzeit bekennt. Nach dem Aussöhnungsabkommen wirft die Opposition der Regierung nun vor, »Apartheid« zu befördern.
Deutschland erkennt Völkermord an Herero und Nama an Der Preis des Genozids 1,1 Milliarden Euro und eine öffentliche Entschuldigung: Darauf haben sich die deutsche und die namibische Regierung geeinigt. »Nicht genug für das Blut unserer Ahnen«, sagen Vertreter der betroffenen Volksgruppen. Von Christoph Schult
Anerkennung von Kolonialverbrechen Vertreter der Herero und Nama fordern Hunderte Milliarden Euro Entschädigung Deutschland will die Kolonialverbrechen an den Herero und Nama als Völkermord anerkennen und mehr als eine Milliarde Euro für Projekte bereitstellen. Einige Betroffenenverbände kritisieren das – und fordern deutlich mehr Geld.
Debatte über koloniale Raubkunst Schluss mit der Verharmlosung Ein Kommentar von Ulrike Knöfel Nach der Anerkennung des Völkermords in Namibia sollten auch unsere Museen ein Schuldeingeständnis wagen: Sie haben zu lange dazu beigetragen, deutsche Kolonialgeschichte weichzuzeichnen.
Deutsche Kolonialverbrechen Namibia begrüßt die Anerkennung des Völkermords Namibia wertet es als »ersten Schritt in die richtige Richtung«, dass die Bundesregierung Kolonialverbrechen in dem Land als Genozid anerkennt. Nachfahren der Opfer sollen finanzielle Unterstützung bekommen.
Herero und Nama Deutschland erkennt Kolonialverbrechen in Afrika als Völkermord an »Anerkennung des unermesslichen Leids«: Laut Außenminister Heiko Maas stuft Deutschland die Gewalttaten im heutigen Namibia nun als Völkermord ein. Der Bundespräsident wird vor Ort um Vergebung bitten.
Laut Deutschlandfunk Aussöhnungsabkommen mit Namibia steht vor dem Abschluss Anerkennung der Verbrechen an Nama und Herero als Völkermord, offizielle Entschuldigung des Bundespräsidenten: Ein weitreichendes Aussöhnungsabkommen zwischen Deutschland und Namibia scheint zu stehen.
Genozid an Herero und Nama Völkermord verjährt nicht! Als Entwicklungshilfeministerin bat Heidemarie Wieczorek-Zeul 2004 um Vergebung für die deutsche Schuld am Völkermord an den Herero und Nama. Heute fordert sie die Bundesregierung auf, sich endlich formal zu entschuldigen.
Massaker an Herero und Nama "Verbrechen, die heute als Völkermord bezeichnet würden" Die Bundesregierung hat sich zu ihrer Verantwortung an den Massakern deutscher Truppen im heutigen Namibia vor 114 Jahren bekannt. Den Begriff Völkermord lehnt sie weiter ab. Namibische Delegierte bestehen weiter auf der Anerkennung.
Völkermord an Herero und Nama Herr Ziegenfuß ist den Schädel los In Berlin erhalten Nachfahren toter Herero und Nama von Deutschen geraubte Gebeine zurück. Dabei ist ein Kopf, der lange in einem westdeutschen Wohnzimmer stand. Die Geschichte der 18 weiteren Schädel ist ebenso düster. Von Christoph Titz
Deutscher Völkermord an Herero und Nama Worauf wartest du, Deutschland? Von Wolfgang Kaleck 114 Jahre liegt der Völkermord durch deutsche Soldaten an Herero und Nama in Namibia bereits zurück. Deutschland muss dafür endlich die Verantwortung übernehmen - juristisch, moralisch und finanziell.
Völkermord an Herero und Nama Streit über Gedenkakt zur Rückgabe historischer Gebeine In dieser Woche werden 15 Schädel und Knochenteile, die deutsche Kolonialisten in Namibia raubten, zurückgegeben. Um den Festakt und eine Mahnwache davor gibt es nun Ärger.
Völkermord in Namibia "Deutschland hat verschlafen" Seit Jahren wird darüber verhandelt, wie Deutschland sich für den Völkermord in Namibia zu entschuldigen hat. Der Afrikanist Henning Melber erklärt, warum die Aufarbeitung so schwerfällt. Von Anna-Sophie Schneider
Völkermord an Herero Delegation aus Namibia macht Druck auf Bundesregierung Als Kolonialmacht schlug Deutschland den Aufstand der Herero im heutigen Namibia brutal nieder. Eine Delegation aus dem afrikanischen Land ist nun nach Berlin gereist - mit klaren Forderungen. Von Vivien Krüger
Völkermord-Prozess gegen Bundesrepublik Von der Schuld der Deutschen in Namibia Mehr als 30 Jahre unterjochten Deutsche in Namibia die Völker der Herero und Nama. In New York läuft ein Verfahren gegen die Bundesrepublik. Der Vorwurf: Deutschland sei für den Tod von 80.000 Menschen verantwortlich. Von Christoph Titz
Herero-Klage vor US-Gericht Völkermordprozess gegen Deutschland erneut verschoben Der Gerichtsprozess der Herero und Nama gegen Deutschland wegen des Völkermordes im heutigen Namibia kommt nicht in Gang. Ein US-Gericht bestätigte dem SPIEGEL: Ein Termin für diese Woche ist geplatzt.
Völkermord-Klage der Herero "Für Deutschland ein Desaster" Eine Völkermord-Klage der Herero-Gruppe aus Namibia könnte eine Prozessflut gegen Deutschland auslösen. Kolonialismusforscher Jürgen Zimmerer wirft der Bundesregierung vor, schlecht verhandelt zu haben. Von Christoph Titz
Deutsche Entschädigung für Herero und Nama Volksgruppen erzielen Erfolg vor Gericht Die Bundesregierung bezeichnet die Massaker an den Herero und Nama im heutigen Namibia als Völkermord. Eine Entschädigung will sie nicht zahlen. Vor Gericht erzielten die Volksgruppen nun einen Erfolg.