Aufarbeitung der NS-Vergangenheit Unternehmerfamilie Reimann spendet Millionen an Holocaust-Überlebende Zwei ehemalige Firmenchefs der Reimann-Dynastie sollen überzeugte Nationalsozialisten und Antisemiten gewesen sein. Nach der Aufarbeitung der Vergangenheit spendet die Familie nun mehrere Millionen Euro.
Kunstfund Jewish Claims Conference darf an Gurlitt-Task-Force teilnehmen An der Expertenrunde, welche die Herkunft der Kunstwerke aus dem Gurlitt-Fund aufklären soll, dürfen sich jetzt auch zwei Vertreter der Jewish Claims Conference beteiligen. Ihr Vertreter Rüdiger Mahlo hatte in der vergangenen Woche darauf gedrängt.
Task-Force zum Münchner Kunstschatz Der Mann, der den Fall Gurlitt ordnen soll Eine wissenschaftliche Task-Force soll klären, woher die Kunstwerke aus dem Gurlitt-Fund stammen. Ihr Leiter ist der Diplom-Kunstwissenschaftler Uwe Hartmann. Die weitere Besetzung der Expertenrunde soll geheim bleiben. Klar ist: Vertreter der Jewish Claims Conference sind zunächst nicht dabei. Von Michael Sontheimer
Münchner Kunstschatz Jüdische Opfervertreter wollen Taskforce beitreten Erste Erben erheben Anspruch auf Bilder aus dem Kunstfund von München, die Behörden fühlen sich unter Druck gesetzt. Heftige Kritik kommt von der Jewish Claims Conference: Die Opfervertreter fordern einen Platz in der Taskforce, welche die Herkunft der Werke klären soll.
Mehr Entschädigung Deutschland zahlt 800 Millionen Euro an Holocaust-Überlebende Die Bundesregierung gibt mehr Geld für die Pflege von Holocaust-Überlebenden. In Verhandlungen mit der Jewish Claims Conference hat sich Berlin bis 2017 zur Zahlung von fast 800 Millionen Euro verpflichtet. Die Hilfsgelder sollen knapp 60.000 Menschen zugutekommen.
Holocaust Claims Conference startet neue Suche nach Erben von Nazi-Opfern 50 Millionen Euro enthält der Fonds - damit sollen die Erben jüdischer Nazi-Opfer entschädigt werden, deren Besitz erst von NS-Schergen geraubt und später in der DDR verstaatlicht wurde. Der Jewish Claims Conference zufolge ist es die letzte Möglichkeit zur Entschädigung.
Jewish Claims Conference Holocaust-Überlebende erhalten halbe Milliarde Euro Holocaust-Überlebende auf der ganzen Welt können offenbar jeweils mit mehreren zehntausend Euro Entschädigung aus Deutschland rechnen. Nach Angaben der New Yorker Jewish Claims Conference profitieren mehr als 16.000 Menschen von Neuregelungen.
Restitutions-Streit Leipzig darf ägyptische Schätze behalten Pharaonenfreunde können sich freuen: Die wichtigste ägyptologische Sammlung Deutschlands verbleibt im Besitz der Universität Leipzig, die Jewish Claims Conference verzichtet auf ihre Ansprüche. Der gütlichen Einigung ging ein jahrelanges Tauziehen voraus. Von Jan Friedmann
Betrug mit Holocaust-Geldern "Ein schamloser Plan" Das Geld war für Opfer des Hitler-Regimes bestimmt - und landete in den Händen von Betrügern. Mehr als 40 Millionen Dollar sollen Mitarbeiter eines von Deutschland finanzierten Entschädigungsfonds für Holocaust-Überlebende erschwindelt haben. Der Zentralrat der Juden fordert schnelle Aufklärung. Von Hendrik Ternieden
Millionen-Abzocke Betrüger sollen Holocaust-Entschädigungen erschlichen haben In den USA haben sich offenbar Tausende Menschen als Holocaust-Überlebende ausgegeben, um deutsche Entschädigungszahlungen zu kassieren. Insgesamt sollen 42 Millionen Dollar an die vermeintlichen Nazi-Opfer geflossen sein. Jetzt müssen sich 17 Tatverdächtige vor Gericht verantworten.
Streit um "Reichskristallnacht"-Gedenkfeier Warum Görlitzer Stadtväter Angst vor einer Tora-Rolle haben In Görlitz überstand die Synagoge die Nazi-Pogrome am 9. November 1938 - als einzige im heutigen Sachsen. Zum 70. Jahrestag möchte die Jüdische Gemeinde dort nun der Opfer gedenken - doch das lässt die Stadt nicht zu. Der bizarre Streit um die "richtige" Gedenkfeier macht sogar in Israel Schlagzeilen. Von Katharina Graça Peters
Jüdische Gedenkstätten Museum in der Mikwe In der fast vergessenen Geschichte der deutschen Hofjuden spielte Halberstadt eine bedeutende Rolle, die dort seit kurzem erforscht und dokumentiert wird. Nun steht das Projekt vor dem Aus. Von Karen Andresen