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Kommunistenjäger

Er wurde zur Symbolfigur der anti­kommunistischen Hysterie im Kalten Krieg: Joseph McCarthy verschaffte sich 1950 mit der Behauptung Auf­merksamkeit, US-Behörden seien von Kommunisten unterwandert. Der Sena­tor initiierte eine Jagd auf ver­meint­liche Verräter, die die Grenzen des Rechtsstaats sprengte - und der Ära seinen Namen aufdrückte.

Kino in Kürze

DER SPIEGEL - 09.01.2012

Kinofilm: „The Real American - Joe McCarthy“; „The Real American - Joe McCarthy“ ist ein Dokudrama über den Senator aus Wisconsin, der in den fünfziger Jahren behauptete, die Vereinigten Staaten seien von Kommunisten… mehr...

Spektakuläre Doku: CIA ließ Kommunistenjäger McCarthy bespitzeln

SPIEGEL ONLINE - 17.04.2011

Wurde er von Journalisten gestürzt - oder von seinen eigenen Parteigenossen? Das neue Doku-Drama „The Real American“ untersucht, warum die Karriere des berüchtigten Kommunistenjägers Joseph McCarthy so abrupt endete: Er hatte sich Feinde an der Spitze des Staates gemacht. mehr...

Reporter Edward R. Murrow: Wahrheit als Waffe

SPIEGEL ONLINE - 18.11.2009

Hollywood-Star George Clooney setzte ihm in „Good Night, and Good Luck“ 2005 ein Filmdenkmal. Der US-Journalist Ed Murrrow demontierte mit seiner Sendung in den Fünfzigern den Kommunistenjäger Joseph McCarthy. mehr...

IM BANN DER BOMBE: „STUNDE HÖCHSTER GEFAHR“

SPIEGEL SPECIAL Geschichte - 29.07.2008

Der kommunistische Angriff in Korea schweißte ab 1950 die Nato zusammen. Die Sowjetunion setzte den Westen an seiner empfindlichsten Stelle West-Berlin unter Druck - doch ausgerechnet die Errichtung der Mauer stabilisierte 1961 den Status quo einer gefährlich gespaltenen Welt. Von Harald Biermann mehr...

„Good Night, and Good Luck“: Futter für die Paranoia

SPIEGEL ONLINE - 05.04.2006

Das Herz am linken Fleck: George Clooneys eleganter Schwarzweißfilm „Good Night, and Good Luck“ erzählt von heroischem Journalismus in der McCarthy-Ära und stellt subtil die Frage nach dem politischen Anstand im heutigen Amerika. mehr...

„WIR HIELTEN DIE HOSE MIT BINDFADEN FEST“

DER SPIEGEL - 18.09.1967

Pensionär Chruschtschow besitzt in einem stillen Viertel Moskaus eine Fünf-Zimmer-Wohnung -- doch er verbringt die meiste Zeit in seiner Datscha, 24 Kilometer außerhalb von Moskau. Das Haus steht auf einem etwa drei Hektar großen Grundstück. Es hat vier Schlafzimmer und zwei Empfangsräume. Die Chruschtschows verfügen über zwei Köchinnen, die abwechselnd in Schichten arbeiten, zwei Chauffeure, einige Dienstmädchen und einen Gärtner. 1966 lag Chruschtschow mit einem Gallenblasenleiden drei Wochen im Krankenhaus, doch heute erfreut er sich bester Gesundheit. Er steht um 6.30 Uhr auf, trinkt ein Glas Fruchtsaft und liest drei Stunden lang Zeitung -- als erstes die „Prawda“. Nach dem Frühstück macht er gewöhnlich mit Arbat, seinem Schäferhund, einen Spaziergang. Dabei trägt er ein Transistor-Radio über -der Schulter, um die Nachrichten von Radio Moskau zu hören. Um etwa 14 Uhr wird zu Mittag gegessen. Chruschtschow schätzt russische Spezialitäten wie Brennesselsuppe mit hartgekochtem E~ oder Sauerampfersuppe. Seit seinem Krankenhausaufenthalt darf Chruschtschow nichts Gebratenes essen, er trinkt auch keinen Alkohol mehr (obwohl in seinem Keller für seine Gäste ein gutes Sortiment alkoholischer Getränke lagert). Chruschtschows Lebensstandard ist beträchtlich höher als der seiner früheren Kollegen, wie zum Beispiel Bulganin, Molotow und Kaganowitsch, die nur eine Wohnung in Moskau besitzen und monatlich zwei- oder dreihundert Rubel Pension beziehen. Chruschtschow erhält 550 Rubel (2400 Mark) im Monat. Da praktisch alle seine Rechnungen der Staat bezahlt, hat er einen hohen Lebensstandard. Er schläft tagsüber nie. Noch dem Essen liest er; viele russische Klassiker studiert er zum ersteh Male und füllt so seine Bildungslücken. Sein Hauptinteresse gilt neuerdings der Photographie: Er entwickelt seine Bilder selbst, wobei er das Badezimmer als Dunkelkammer benutzt. Auf seinem Alterssitz empfing Chruschtschow kürzlich ein Team der amerikanischen Fernsehgesellschaft NBC. Er gab den Amerikanern ein Interview, dessen deutsche Fassung DER SPIEGEL -- mit unwesentlichen Kürzungen -- veröffentlicht: mehr...

OPPENHEIMER: Das Subjekt

DER SPIEGEL - 17.04.1963

ZEITGESCHICHTE; Der Angeklagte, so urteilten die Richter, weise „grundlegende Charaktermängel“ auf. „Seine Beziehungen zu Personen, die ihm als Kommunisten bekannt sind, haben sich weit über die tragbare Grenze von Vorsicht und… mehr...

Joseph R. McCarthy

DER SPIEGEL - 02.02.1955

Joseph R. McCarthy, 45, amerikanischer Senator, war als einziger prominenter Republikaner nicht zu zwei von Präsident Eisenhower gegebenen Gala - Essen geladen worden, und zwar auf ausdrücklichen Wunsch des Präsidentenpaares. Die Frage eines… mehr...

REPUBLIKANER: Tatzelwurm im Todeskampf

DER SPIEGEL - 15.12.1954

Warum denn so viel Bitternis und harte Worte“, sagte der Senator Everett Dirksen und wiegte betrübt sein graugelocktes Haupt. „Ich möchte um Milde ersuchen in diesem Monat Dezember, da die Menschen Lieder wie ''Horcht, wie die Englein… mehr...

McCARTHY: Es fehlte der Pfeffer

DER SPIEGEL - 26.05.1954

Von allen Schlägen, die Senator Joseph McCarthy während der Untersuchungen vor dem Senatsausschuß bisher einstecken mußte, ist der wirkungsvollste in Europa gar nicht registriert worden: Seine Popularität als Fernseh-Star ist über Nacht tief… mehr...