Irrlichternde Bestsellerautorin

Luise Rinser war eine der prominentesten Autorinnen der Nachkriegszeit. Ihre Romane um rebellische Frauen verkauften sich weltweit über fünf Millionen mal. Politisch war die katholische Esoterikerin unberechenbar: Sie kämpfte für mehr Frauenrechte, unterstützte Brandts Ostpolitik und kandidierte 1984 als Präsidentschaftskandidatin für die Grünen. Aber sie sympathisierte auch mit Diktator Kim Il Sung und hat in der Nazi-Zeit ein Gedicht auf Hitler verfasst.

Luise Rinser

DER SPIEGEL - 21.05.1984

Luise Rinser kandidiert bei d. Wahl d. Bundespräs.; Luise Rinser, 73, deutsche Schriftstellerin, kandidiert bei der Wahl des Bundespräsidenten am Mittwoch dieser Woche auf Wunsch der Grünen gegen Richard von Weizsäcker (CDU). Die Linkskatholikin und… mehr...

Wer Israel verläßt, den verläßt es

DER SPIEGEL - 04.04.1977

Luise Rinser über russische Juden in einem Elendslager in Rom; Hitler war barmherziger. Er hat die Juden schnell getötet in den Gaskammern, hier läßt man uns langsam vor die Hunde gehen."Das sagen die 300 russisch-jüdischen Emigranten, die seit über… mehr...

„Man lebt mit der Polizei wie mit Bazillen“

DER SPIEGEL - 19.04.1976

Vier Wochen hat sich die deutsche Schriftstellerin Luise Rinser ("Gefängnis-Tagebuch“, „Mitte des Lebens"), 64, kürzlich in Südkorea aufgehalten, wo sie als Autorin und Linkskatholikin überraschend weit bekannt ist. Frau Rinser, im Dritten Reich zeitweilig wegen „Wehrkraftzersetzung“ inhaftiert, redete vor Tausenden koreanischer Studenten über Marx und Sartre und sprach mit Oppositionellen und Verfolgten des rechten Park-Regimes. mehr...

„WAS FUR EINE RAFFINIERTE MISCHUNG“

DER SPIEGEL - 02.03.1970

Eine Konferenz bei „Eltern“ und eine Unterhaltung mit Axel Springer, ein Essen mit Kiesinger und dem Senegal-Präsidenten und Lyriker Senghor, ein Abend in Rom mit Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld, Ernst Bloch und Ingeborg Bachmann gehören zu den Begegnungen und Erfahrungen, die Luise Rinser, 58, katholische Schriftstellerin ("Mitte des Lebens"), in ihrem neuen Buch „Baustelle. Fast ein Tagebuch“ beschreibt. Dem in diesem Monat beim S. Fischer Verlag erscheinenden Band Notizen und Reflexionen sind die folgenden Auszüge entnommen. mehr...

Luise Rinser

DER SPIEGEL - 10.04.1963

Luise Rinser, 51, Schriftstellerin ("Die vollkommene Freude"), antwortete bei einer Umfrage der Schweizer Frauenzeitschrift „Annabelle“ ("Darf man die moderne Literatur als unsittlich bezeichnen“?): „Eros und Sexus offenbaren… mehr...

NEU ERSCHIENEN: „Ich weiß Deinen Namen - Dreiundsiebzig Fotografien gedeutet von Luise Rinser“.

DER SPIEGEL - 13.02.1963

Mit missionarischemEifer und melodramatischem Pathos betextete die katholische Romancière Rinser ("Die vollkommene Freude") durchaus unpathetische Photos - vornehmlich deutscher, zum Teil prominenter Lichtbildner - von Alltagsszenen und… mehr...

NEU IN DEUTSCHLAND: Luise Rinser: „Die vollkommene Freude“.

DER SPIEGEL - 18.07.1962

BÜCHER; Ein unreligiöser und unglücklicher deutscher Professor mit „fein gezeichnetem Mund“ kann seiner französischen Ehefrau, die Reinheit“ ausstrahlt und Cembalo spielt, noch so viel seelische Grausamkeit antun - die sanfte Marie… mehr...

BAYERN / BUNDESLÄNDER: Wer ist schuldig?

DER SPIEGEL - 13.04.1955

Unpäßlichkeit durch Spritzen Reden aus dem Klosterkeller Mit Wein zu besseren Zeiten Die Geistlichkeit hält sich zurück Vierspännig durch Rosenheim Fürst Erich schenkt ein Gut; Die Welt, die uns zwar nicht gerade aufs beste geordnet erscheint, aber… mehr...