Pfeil nach rechts

Warschauer Ghetto

In Warschau pferchten die Nationalsozialisten ab 1940 eine halbe Million Juden zusammen. Nach der Deportation der meisten Ghetto-Bewohner in Vernichtungslager wehrten sich die Zurückgebliebenen. Wehrmacht und SS schlugen die Erhebung nieder. Der Warschauer Aufstand war die größte jüdische Widerstandsaktion im Holocaust.

Alle Beiträge

Getto Lodz "Väter und Mütter, gebt mir eure Kinder!"

1942 schickten die deutschen Besatzer alle Kinder aus dem Getto Lodz in den Tod. Der Judenälteste beschwor die Eltern, sie auszuliefern - Chaim Rumkowskis Rede zählt zu den erschütterndsten Dokumenten in der Geschichte des Holocaust. Von René Schlott und Jochen Leffers
26. Januar 2018, 09:15 Uhr

Vergessene Judenretter Das Versteck im Zoo

Warschaus Zoodirektor Jan Zabinski und seine Frau Antonina riskierten im Zweiten Weltkrieg ihr Leben. Wo einst Löwen und Eisbären lebten, fanden viele Verfolgte Zuflucht - unter den Augen der Nazibesatzer. Von Katja Iken
13. September 2017, 12:27 Uhr

Holocaust-Drama "Lauf Junge lauf" Geschichte, gehetzt

Ein Achtjähriger entkommt dem Warschauer Ghetto und schlägt sich allein im besetzten Polen durch: Der Kinofilm "Lauf Junge lauf" beruht auf einer wahren Geschichte. Klingt spannend, hat aber einen Haken. Von Matthias Dell
17. April 2014, 17:20 Uhr

Sprung aus Waggonfenster Wie Halina Ashkenazy der Deportation entkam

In letzter Sekunde entkam die polnische Jüdin Halina Ashkenazy durch einen Sprung aus dem Waggonfenster dem Tod im Konzentrationslager. Danach musste sie sich allein durchschlagen. Die Literatur war ihre Rettung nach dem Holocaust. Sie begann zu schreiben und ist heute - mit fast 90 - umtriebiger denn je. Von Annette Langer
24. Januar 2014, 13:44 Uhr

Holocaust-Experte Israel Gutman ist tot

Er überlebte das Warschauer Ghetto sowie Auschwitz, war Zeuge im Eichmann-Prozess und Historiker des Holocaust. Jetzt ist Israel Gutman im Alter von 90 Jahren in Jerusalem gestorben.
1. Oktober 2013, 18:08 Uhr

Aufstand im Warschauer Ghetto Entkommen, bevor die Nazis Rache nahmen

Dem kurzen Moment der Hoffnung folgte für Tausende der Tod: Am 19. April 1943 begann der Aufstand im Warschauer Ghetto. Als die Nazis rücksichtslos zuschlugen, konnte Marek Edelman, einer der Anführer, fliehen. Jahrzehnte später schilderte er seine Erlebnisse. Von Fabienne Hurst
19. April 2013, 10:58 Uhr

Holocaust-Debatte in Polen Der Hass von gestern

Das ZDF-Epos "Unsere Mütter, unsere Väter" gilt in Polen als infamer Versuch, das polnische Volk als antisemitisch darzustellen. Zum 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto geht die Opfer-Täter-Debatte weiter - samt wüster Ausfälle. Und auch in Russland empört man sich über den Film. Von Ulrich Krökel
18. April 2013, 18:53 Uhr

Warschau Gedenken hinter Ghettomauern

Nalewki, Mila, Nowolipka: Auf den ersten Blick ist vom Warschauer Ghetto nicht mehr geblieben als ein paar Straßennamen. Doch bei einem Rundgang durch das Viertel, aus dem die Nazis vor 70 Jahren Hunderttausende Juden deportierten, erzählen Denkmäler Geschichten vom Widerstand und Leid.
17. April 2013, 10:32 Uhr

Entschädigung für NS-Opfer Gericht begrenzt Ghetto-Renten

Zwei Urteile des Bundessozialgerichts dürften den Unmut von noch lebenden jüdischen NS-Opfer wecken. Sie hatten versucht, die Auszahlung ihrer sogenannten Ghetto-Renten rückwirkend zu verlängern - und scheiterten. Das spart den Rentenkassen bis zu einer halbe Milliarde Euro.
7. Februar 2012, 16:40 Uhr

Deutschland und Polen Wulff würdigt Brandts Kniefall

Vierzig Jahre nach dem Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hat Bundespräsident Wulff der historischen Geste gedacht. Am Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghetto-Aufstands legte er gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Komorowski einen Kranz nieder.
7. Dezember 2010, 18:18 Uhr

Willy Brandt in Warschau Kniefall vor der Geschichte

Es war eine Geste, die die Welt bewegte. Im Dezember 1970 kniete Bundeskanzler Willy Brandt in Warschau vor dem Mahnmal für die Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Für seinen Mut wurde der Sozialdemokrat von der Welt gefeiert - nur die Deutschen reagierten skeptisch. Von Michael Sontheimer
3. Dezember 2010, 18:14 Uhr

Lazarettschwester im Warschauer Ghetto Zeugin des Grauens

Die Lazarettschwester Helmy Spethmann schlich sich während des Zweiten Weltkriegs trotz aller Warnungen ins Warschauer Ghetto - und fotografierte heimlich das Elend hinter den Mauern. Gesprochen hat sie darüber nie. Erst nach ihrem Tod fand ihre Nichte Ingelene Rodewald zufällig ihre Bilder.
25. September 2010, 08:10 Uhr

Gedenktag in Polen Streit über Ghetto-Aufführung

Das Projekt wird in Polen heftig diskutiert: In der Stadt Bedzin soll die Zerstörung des jüdischen Ghettos durch die Nazis in einem Theaterstück nachgespielt werden. Kritiker sehen in dem Vorhaben eine Verhöhnung der Opfer. Von Dominik Peters und Marta Solarz
10. September 2010, 17:00 Uhr

Warschauer Ghetto Brandsatz in der Blechkiste

Sie wurden Chronisten des eigenen Untergangs: Bewohner des Warschauer Ghettos vergruben während des Zweiten Weltkriegs 35.000 Blatt Papier - Tagebücher und Zeichnungen, Erlasse und Plakate, Essensmarken und Briefe. Mit ihrem geheimen Archiv dokumentierten sie den Holocaust, während er geschah. Von Jan Friedmann
22. Juli 2010, 15:54 Uhr

Fernsehen Glücksfall des Schicksals

"Mein Leben", die Autobiografie von Marcel Reich-Ranicki, war ein Millionenerfolg - jetzt ist die Geschichte des Holocaust-Überlebenden glänzend verfilmt worden. Von Volker Hage
6. April 2009, 00:00 Uhr

Irena Sendler gestorben Der Engel des Warschauer Ghettos

Die polnische Widerstandskämpferin Irena Sendler schmuggelte 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto. Die Gestapo fasste sie 1943 und folterte sie grausam. Der Exekution konnte sie gerade noch entkommen - jetzt ist die "Gerechte unter den Völkern" 98-jährig in Warschau gestorben. Von Hans Michael Kloth
12. Mai 2008, 16:22 Uhr