35-Stunden-Woche IG Metall beschließt Streiks in Berlin und Brandenburg

Die Streiks zur Durchsetzung der 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie werden auf weitere Bundesländer ausgeweitet. Das beschloss der IG-Metall-Vorstand am Montagabend.

Frankfurt am Main - Bislang wird der Arbeitskampf nur in Sachsen geführt. Die IG Metall streikt ab Dienstag auch in Ostberlin und Brandenburg. Insgesamt kann die Gewerkschaft dort 4500 Beschäftigte zum Streik aufrufen. In der sächsischen Metall- und Elektroindustrie ging der Streik unterdessen in die dritte Woche.

Der zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, sagte: "Mit der Ausweitung des Arbeitskampfs wollen wir den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen, um möglichst bald einen akzeptablen Tarifabschluss zu erreichen." 13 Jahre nach der deutschen Einheit müsse für die Beschäftigten der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie jetzt ein Stufenplan zur Einführung der 35-Stunden-Woche vereinbart werden. Peters verwies dabei auf den Tarifabschluss in der ostdeutschen Stahlindustrie. "Diese Steilvorlage sollte auch in der Metall- und Elektroindustrie aufgegriffen werden."

Die Gewerkschaft fordert für die insgesamt rund 310.000 Beschäftigten der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie die Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf das Westniveau von 35 Stunden. Die Arbeitgeber lehnen dies strikt ab. In der ostdeutschen Stahlindustrie haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft bereits auf eine stufenweise Absenkung der Arbeitszeit geeinigt.

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