50-Stunden-Woche Clement appelliert an die Vernunft

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hält nicht viel von den Vorschlägen zur vorübergehenden Einführung der 50-Stunden-Woche. Unternehmen sollten vielmehr nach Bedarf flexibel entscheiden können, welche Arbeitszeit in welcher Situation angemessen ist.

Berlin - Als Beispiel verwies Clement auf die Handy-Produktion bei Siemens. Er sagte, mit Arbeitszeitverlängerungen könne man bei personalintensiv arbeitenden Unternehmen Kostensenkungen erreichen. Dabei müssten jedoch die Grenzen der Vernunft eingehalten werden. Andererseits gebe es Unternehmen, die auch mit 30-Stunden-Schichten profitabel arbeiteten. Dort sei eine pauschale Arbeitszeiterhöhung nicht sinnvoll.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, hatte in der "Bild"-Zeitung erklärt, als Mittel gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland müsse auch einmal 50 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Auch der Chefvolkswirt der Commerzbank, Ulrich Ramm, hält die 50-Stunden-Woche für sinnvoll, wenn dadurch Arbeitsplätze erhalten werden.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.