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Geldanlagen 77 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sorgen bereits fürs Alter vor

aus DER SPIEGEL 6/2022

Mehr als drei von vier jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren in Deutschland betreiben bereits Altersvorsorge. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des SPIEGEL unter mehr als 4000 Teilnehmenden hervor. Demnach sind 46 Prozent der Befragten sozialversicherungspflichtig beschäftigt und zahlen damit automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Doch auch unter jenen, bei denen das noch nicht der Fall ist, legt eine Mehrheit – oder ihre Eltern für sie – Geld für den Ruhestand zur Seite; nur 23 Prozent der Befragten betreiben noch überhaupt keine Altersvorsorge. 35 Prozent nutzen Aktien, breit gestreute Index- oder andere Fonds, 21 Prozent haben eine betriebliche Altersvorsorge, 17 Prozent besitzen eine klassische private Lebens- oder Rentenversicherung, 16 Prozent investieren in Immobilien. Selbst die Riester-Rente, wegen niedriger Renditen und hoher Kosten in Verruf geraten, nutzen noch immerhin 12 Prozent der Befragten. Zwischen den Geschlechtern zeigen sich bei der Wahl der Anlageform Unterschiede: Junge Männer sind offenbar eher als junge Frauen bereit, für höhere Renditen ins Risiko zu gehen. In Aktien, breit gestreute Index- oder andere Fonds investieren 44 Prozent der Männer, aber nur 25 Prozent der Frauen. Moralische Aspekte spielen bei der Auswahl der Geldanlage jedoch kaum eine Rolle – das gilt für beide Geschlechter gleicher­maßen: Soziale und ökologische Kriterien sind einer relativen Mehrheit von 46 Prozent nicht wichtig; lediglich 36 Prozent messen ihnen Bedeutung bei.

fdi
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