CSU-Politiker Huber Schröder ist schuld an der
Euro-Schwäche


Angriff auf den Kanzler: Erwin Huber
AP

Angriff auf den Kanzler: Erwin Huber

München - Erwin Huber, Leiter der bayerischen Staatskanzlei, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder für die Schwäche des Euro verantwortlich gemacht. "Wenn wir einen Regierungschef hätten, der für mutige Reformen steht und nicht für Allerlei, dann würde international der Euro-Raum anders bewertet," sagte er in einem Interview des Saarländischen Rundfunks.

Mit Blick auf die am Berichtstag anstehende Sitzung des Europäischen Zentralbankrates erklärte Huber, "ein Zinsschritt der Europäischen Zentralbank löst das Problem nicht". Die Preisstabilität und die Konjunktur in Europa seien nicht so schlecht.

Der Kurssturz des Euro sei "in erster Linie politisch, psychologisch bedingt", meinte Huber. Den Europäern würden notwendige Reformen nicht zugetraut. Als wirtschaftlich stärkstes Land stehe Deutschland im Mittelpunkt des Interesses, so Huber. In internationalen Analysen heiße es, "Deutschland ist der kranke Mann". Die Gründe dafür seien "eine Steuerreform, die zu niedrig angelegt ist", der Stillstand bei den sozialen Reformen und die Tatsache, dass für die Ost-Erweiterung der EU die Finanzierung noch nicht stehe, erklärte Huber.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.