Abbau Ost Wirtschaftsforscher wollen Förderung beerdigen

Die führenden deutschen Wirtschaftsforscher fordern ein Umdenken beim Aufbau Ost. Um dem Aufholprozess neuen Schwung zu geben, sollten die Programme zur Investitions- und Innovationsförderung allmählich auslaufen.


Rezepte der Vergangenheit erweisen sich als untauglich: Flughafen Leipzig
DDP

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Berlin - Die bisherige Strategie, durch massive Hilfen an die Unternehmen den Aufbau Ost zu fördern, erweise sich mit zunehmender Deutlichkeit als unwirksam, betonen die Experten in ihrem am Montag in Berlin vorgelegten zweiten Forschungsbericht zur wirtschaftlichen Entwicklung in Ostdeutschland. Die Unternehmensförderung und die Arbeitsmarktpolitik seien daher in Teilen reformbedürftig.

In Zukunft müsse verstärkt die Effizienz der eingesetzten Maßnahmen zum Maßstab gemacht werden, sagen die Experten weiter. Einer sorgfältigen Prüfung bedürfe in diesem Zusammenhang die bislang geübte Praxis der Arbeitsbeschaffung und bei den beruflichen Weiterbildung.

Allerdings, so räumen die Experten ein, sei erst dann mit einer deutlich verbesserten wirtschaftlichen Lage in Ostdeutschland zu rechnen, wenn die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprobleme in ganz Deutschland gelöst seien.

Der Bericht wurde im Auftrag des Bundesfinanzministeriums vom Berliner Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, dem Kieler Institut für Weltwirtschaft, dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Institut (ZEW) und dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle vorgelegt.



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