Absatzflaute "Playboy" verzeichnet Millionenminus

Schlechte Aussichten für Playboy Enterprises: Das US-Erotikunternehmen hat im Winterquartal 2008 einen dreistelligen Millionenverlust verbucht - und blickt jetzt düster in die Zukunft. Im Frühjahr fürchtet der Konzern einen massiven Einbruch des Anzeigengeschäfts.


New York - Die Wirtschaftskrise setzt Playboy Enterprises kräftig zu. Die hohen Kosten des Konzernumbaus sowie die Werbeflaute bescherten dem US-Erotikkonzern im Schlussquartal 2008 einen Verlust von 146 Millionen Dollar nach einem fast ausgeglichenen Ergebnis ein Jahr zuvor.

"Playboy"-Heft: Weitere Sparmaßnahmen angekündigt
REUTERS

"Playboy"-Heft: Weitere Sparmaßnahmen angekündigt

Belastet haben die Bilanz nach Konzernangaben vor allem Restrukturierungs- und andere Einmalkosten von 157,2 Millionen Dollar. Der Umsatz brach unter anderem durch den Verkauf von Geschäftsteilen um fast 20 Prozent auf knapp 70 Millionen Dollar ein, wie die Gesellschaft am Mittwoch in Chicago bekanntgab. Zwar verzeichnete Playboy im heimischen TV-Segment und bei Bestellvideos deutliche Zuwächse. Im klassischen Magazinbereich brach der Umsatz aber um elf Prozent ein.

Auch die Aussichten für 2009 bleiben düster. Für das erste Quartal erwarten Playboy Enterprises einen weiterer Rückgang der Anzeigenumsätze um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Playboy-Chef Jerome Kern sagte, angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds müssten die Sparmaßnahmen der vergangenen Monate verstärkt werden. Er hatte die Konzernspitze von Christie Hefner übernommen, die im Dezember zurücktrat. Angesichts der Krise hatte erst kürzlich die Tochter des "Playboy"-Gründers Hugh Hefner, Christie, nach über 20 Jahren die Führung an ihn abgegeben.

ssu/dpa/Reuters



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