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IG METALL Abschluss stärkt Reformer

aus DER SPIEGEL 19/2007

Die Tariferhöhung in der Metall- und Elektroindustrie könnte auch Auswirkungen auf die im November anstehende Neuwahl des Bundesvorstands der IG Metall haben. Bei der Entscheidung spielen hohe Tarifabschlüsse traditionell eine große Rolle. Am vergangenen Freitag einigten sich die Tarifparteien in Baden-Württemberg auf eine Entgelterhöhung ab Juni um 4,1 Prozent. In einer zweiten Stufe werden ab 1. Juni 2008 die Tabellenentgelte um weitere 1,7 Prozent erhöht. Dazu zahlen die Unternehmen in der zweiten Stufe einen Konjunkturbonus in Höhe von 0,7 Prozent als flexiblen Einmalbetrag bis zum 31. Oktober 2008. Sollte er gezahlt werden, wäre die Forderung der IG Metall nach 6,5 Prozent mehr Lohn zumindest für diese Monate erfüllt. Der vergleichsweise hohe Abschluss gilt als Verdienst des baden-württembergischen IG-Metall-Verhandlungsführers Jörg Hofmann, der dem eher reformfreudigen Flügel der IG Metall zugerechnet wird. Der letzte Tarifabschluss wurde in Nordrhein-Westfalen erzielt, dessen Bezirksleiter Detlef Wetzel ebenfalls den Reformern zugerechnet wird. Nun gilt es als wahrscheinlich, dass neben dem künftigen Vorsitzenden Berthold Huber auch der neue zweite Vorsitzende aus dem jetzt gestärkten Reformerlager kommt. Da Hofmann selbst nicht antreten will, werden Wetzel intern daher die größten Chancen eingeräumt. Neben Wetzel spekulieren auch die Bezirksleiter von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie Frankfurt, Hartmut Meine und Armin Schild, auf den Posten.

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