Abschwung Finanzkrise kostet Arbeitsagentur Milliarden

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet mit hohen Mehrkosten durch die Folgen der Finanzkrise. Mittelfristig könnte die Behörde wieder rote Zahlen schreiben.


Frankfurt am Main - Der Bundesagentur für Arbeit (BA) drohen neue finanzielle Belastungen durch die sich abzeichnende Wirtschaftsflaute. Für das kommende Jahr erwartet BA-Chef Frank-Jürgen Weise drei Milliarden Euro an zusätzlichen Ausgaben für das Arbeitslosengeld. Das sagte Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

BA-Chef Weise: Drei Milliarden Euro Zusatzkosten
DPA

BA-Chef Weise: Drei Milliarden Euro Zusatzkosten

Weitere vier Milliarden Euro kostet die Senkung des Versicherungsbeitrages von 3,3 auf 2,8 Prozent vom 1. Januar 2009 an. Bis zum Jahr 2011 könne die BA dies aus ihren Rücklagen von 15 Milliarden Euro decken, sagte Weise. Doch 2012 drohten ihr nach heutiger Prognose rote Zahlen, warnte er.

Weise rechnet im Jahresdurchschnitt mit einem moderaten Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 30.000. Allerdings werde die Dynamik im zweiten Halbjahr zunehmen.

Mit einem Rückfall auf ein Niveau wie in der ersten Hälfte des Jahrzehnts rechnet Weise auch im Fall einer Rezession nicht. Fünf Millionen Arbeitslose halte er für ausgeschlossen, sagte der Behördenchef.

suc/AFP



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