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ENERGIE Absprachen mit Konkurrenten?

aus DER SPIEGEL 22/2008

Die beiden deutschen Energiekonzerne RWE und E.on bereiten sich auf einen neuen Schlag der Brüsseler Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes vor. Die Niederländerin will in den kommenden Wochen zwei Kartellverfahren im Gasmarkt zum Abschluss bringen, in denen die deutschen Energiemultis eine gewichtige Rolle spielen. So will die Kommissarin belegen, dass E.on sich mit seinem französischen Konkurrenten Gaz de France bei einem gemeinsamen Pipeline-Projekt (Megal) darüber abgesprochen haben soll, kein Gas in das jeweilige Nachbarland zu liefern. RWE soll bewusst Kapazitäten und Investitionen im Gasbereich zurückgehalten haben, um den Wettbewerb zu behindern. Beide Konzerne streiten die Vorwürfe ab. So heißt es etwa bei E.on, dass die monierte Vereinbarung aus dem Jahr 1975 stammt und schon lange aufgehoben worden sei. RWE bemüht sich derzeit in intensiven Verhandlungen mit der EU-Wettbewerbskommission, die Vorwürfe auszuräumen. Wie hoch eine mögliche Strafe ausfällt, ist offen. Theoretisch könnte Brüssel eine Buße von bis zu zehn Prozent des Umsatzes verhängen.

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