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Ärzte jammern zu laut

aus DER SPIEGEL 43/1992

Die anstehende Gesundheitsreform, klagen die deutschen Kassenzahnärzte seit Monaten, gefährde ihre Existenz. Ein hessischer Finanzamtschef, der die Steuerunterlagen der Ärzte in seinem Steuerbezirk überprüft hat, ist da ganz anderer Meinung. In einem Brief an Minister Seehofer ließ er wissen, ein Zahnarzt in der hessischen Provinz verdiene durchschnittlich etwa 500 000 Mark im Jahr - also weit mehr als die 200 000 Mark, die Ärztefunktionäre als Durchschnittseinkommen angeben. Etliche Zahnärzte, so entnahm der Finanzbeamte den Steuerakten, seien als Großverdiener mit über 750 000 Mark eingestuft. Offen bleibt allerdings, wie repräsentativ die von dem Finanzamtschef erfaßten Einkommen für die gesamte Ärzteschaft sind.

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