Ärztestreik abgewendet Kommunen wollen verhandeln

Um Ärztestreiks in kommunalen Kliniken abzuwenden, hat die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände dem Marburger Bund nun doch Tarifverhandlungen angeboten. Die Medizinervereinigung sagte daraufhin die für Februar geplanten Ausstände ab.


Berlin - "Es wird keine Ärztestreiks geben während der Verhandlungen", erklärte der Marburger Bund unmittelbar nach dem Gesprächsangebot der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände. Der Chef der Klinikärztevereinigung, Frank-Ulrich Montgomery, freute sich über die Offerte von Arbeitgeberseite. Das Verhandlungsangebot sei die richtige Entscheidung.

Die große Tarifkommission der Gewerkschaft hatte im Dezember beschlossen, den Bundesangestellten-Tarifvertrag (BAT) für die bei den Kommunen beschäftigten Ärzte zu kündigen. Kurz zuvor hatte die Vereinigung einen für den 13. Dezember geplanten bundesweiten Streik kurzfristig absagen müssen. Grund war ein Beschluss des Landesarbeitsgerichts Köln, der den Arbeitskampf wegen des ungekündigten Tarifvertrags als nicht rechtens beurteilt hatte.

Im Februar sollten die Ausstände eigentlich nachgeholt werden. Ziel des Marburger Bundes ist ein eigenständiger Tarifvertrag für Ärzte. Diese sind seit langem unzufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen und vor allem mit den langen Arbeitszeiten, die sie absolvieren müssen.



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