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STEUERN Agenturen ärgern sich

aus DER SPIEGEL 25/1998

Kurz vor Beginn ihrer Europa-Tournee sagten die Rolling Stones alle Konzerte in Großbritannien ab - aus Steuergründen: 36 Millionen Mark hätten sie an den britischen Fiskus zahlen müssen, rechnet Mick Jagger vor. Seine deutschen Auftritte sind von dem Wirbel nicht betroffen, obwohl die hierzulande auf 25 Prozent des Umsatzes angehobene Künstlersteuer immer noch für Ärger in den Konzertagenturen sorgt. Das neu eingeführte »vereinfachte Erstattungsverfahren« soll zwar helfen, komme aber vor allem den gutverdienenden Topstars zugute, schimpft Jens Michow, Chef des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft. Er macht sich Sorgen um kleinere Acts und Newcomer, die mit demselben pauschalen Spitzensteuersatz torpediert würden wie die Großen: »Für Veranstalter rechnet sich das oft nicht mehr.« Erste Folge: In Deutschland habe ein »Clubsterben« begonnen.

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