Airbus Kein Personalabbau

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hält trotz der Terroranschläge an seinen Gewinnprognosen fest. Auch die Tochter Airbus soll nicht zurückgestutzt werden.


Zeitplan unverändert: Der Riesenflieger A 380
DPA

Zeitplan unverändert: Der Riesenflieger A 380

Amsterdam - Für dieses Jahr werde weiterhin von einem Wachstum des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 15 Prozent und von einem Umsatzplus von 20 Prozent ausgegangen, teilte der EADS-Konzern Chart zeigen mit.

Auch die Flugzeugsparte Airbus korrigierte ihr Absatzziel für 2001 nur leicht von bisher 330 Flugzeugen auf 320 Maschinen. Die Entwicklung des Großraum-Flugzeugs A380 soll nach Konzernangaben wie geplant fortgesetzt werden. Der Aktienkurs der EADS stieg in Paris in einem freundlichen Marktumfeld um gut zwei Prozent auf 11,37 Euro.

Zuvor hatten zahlreiche Fluggesellschaften und der Airbus-Konkurrent Boeing Chart zeigen Gewinnwarnungen ausgesprochen und eine drastische Kürzung der Mitarbeiterzahl angekündigt. Bei der EADS war dagegen nicht von einer Streichung von Arbeitsplätzen die Rede. Es solle nur der Ausbau der Kapazitäten gestoppt werden, so die Konzernleitung. "Wir sind uns der Risiken der jüngsten Terroranschläge in den USA für die internationale Wirtschaft bewusst", erklärten die beiden EADS-Vorstandschefs Philippe Camus und Rainer Hertrich. Der Konzern sei allerdings flexibel genug, den Herausforderungen zu begegnen.

Ein Grund für die unveränderte Prognose ist die Rüstungssparte des Konzerns. Im ersten Halbjahr ist hier der Gewinn zwar nicht gestiegen, dies könnte sich aber angesichts der bevorstehenden militärischen Auseinandersetzungen schnell ändern. In allen anderen Bereichen erzielte der Konzern bereits im ersten Halbjahr mehr Gewinn. Allein Airbus brachte es auf einen Ebit-Anstieg bis Ende Juni von 52 Prozent auf 797 Millionen Euro.

Nach bereits veröffentlichten Zahlen stieg der EADS-Umsatz in den ersten sechs Monaten um 33 Prozent auf 14 Milliarden Euro. Der Auftragseingang verdoppelte sich beinahe auf 42,8 Milliarden Euro. Die EADS war im vergangenen Jahr aus der Fusion der DaimlerChrysler-Tochter Dasa mit der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Casa hervorgegangen.



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