Aktienverkauf Wütende Telekom-Manager

Die Telekom zürnt der Deutschen Bank. Weil die Bankiers durch ungeschickte Verkäufe den Aktienkurs nach unten gerissen hätten, überlegen Telekommanager offenbar, die Zusammenarbeit abzubrechen. "Wir sind sehr, sehr unglücklich", hieß es bei der Telekom.


Trauriges T: Beim rosa Telefonriesen ist man derzeit "sehr, sehr unglücklich".
DPA

Trauriges T: Beim rosa Telefonriesen ist man derzeit "sehr, sehr unglücklich".

Frankfurt - Die Deutsche Telekom AGChart zeigen erwäge, bei künftigen Geschäften nicht mehr mit der Deutsche Bank AGChart zeigen, Frankfurt, zusammenzuarbeiten, heißt es in einem Bericht der "Financial Times Deutschland". Die Überlegungen sollen in engem Zusammenhang mit dem Verkauf der 44 Millionen T-Aktien stehen, den die Bank am Dienstag im Auftrag mehrerer Kunden ausführte. "Wir sind sehr, sehr unglücklich", sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Nach der Transaktion war der Telekom-Kurs auf den tiefsten Stand seit November 1998 gestürzt, auch am Donnerstag setzte sich der Verfall fort. "Die Deutsche Telekom wird mit der Deutschen Bank ein ernsthaftes Wort sprechen müssen und überlegen, wie man darauf reagieren kann", zitiert die Zeitung Telekom-Kreise. Die Deutsche Bank gehörte zum Bankenkonsortium beim Börsengang der Telekom 1996. Nun könnte die Telekom Geschäfte wie Anleihen und Kreditaufnahmen an andere Institute vergeben.



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