Allianz-Konzern Aufstand der Versicherungsvertreter

Allianz-Vertreter machen Front gegen die neuen, billigeren Zweittarife des Konzerns für Autoversicherungen. Aus Furcht vor niedrigeren Provisionen droht die Interessengemeinschaft der Vertretervereinigungen damit, im Gegenzug den Vertrieb anderer Konzernprodukte einzustellen.


Vertreterin: Revolte der Vertriebsleute
GMS

Vertreterin: Revolte der Vertriebsleute

München - Die bundesweite Interessengemeinschaft (IG) der regionalen Vertretervereinigungen erwarte Einbußen bei den Provisionen ihrer Mitglieder. Deshalb habe die IG gedroht, ihre Vertriebstätigkeit für bestimmte provisionsschwache Produkte der Allianz-Tochter Dresdner Bank wie beispielsweise Bankkarten einzuschränken, sagte ein Sprecher der Allianz Versicherungs-AG in München.

Die Bankkarten gehören zu den Produkten, über die der Versicherer seine Vertriebskooperation mit der Dresdner Bank zunehmend mit Leben füllen will. Insgesamt rund 300 000 neue Kunden für Produkte wie Konten, Kreditkarten und Kredite sollen Allianz-Vertreter der Dresdner Bank in diesem Jahr verschaffen.

Vor kurzem hatte die Allianz angekündigt, die Preise für bestimmte Autoversicherungen von September an zu senken und damit einen neuen Preiskampf in der Branche eingeläutet. Damit will der Marktführer die Position im hart umkämpften Autoversicherungsmarkt ausbauen.

Nach Angaben des Sprechers hatte sich der Konflikt mit der IG an einer frühzeitigen Erstveröffentlichung der neuen Kfz-Zweittarife in einer Zeitung entzündet. Diese Veröffentlichung sei aber nicht von der Allianz selbst ausgegangen.



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