Angebliche Hilfe für Iran USA bestrafen chinesische Firmen

Die Bush-Regierung hat Wirtschaftssanktionen gegen mehrere chinesische Firmen verhängt. Sie sollen dem dem Mullah-Regime bei der Planung von Langstreckenraketen geholfen haben.

Washington - China wies die Sanktionen, die die Firmen unter anderem von öffentlichen Aufträgen in den USA ausschließt, als ungerechtfertigt zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking erklärte, sein Land sei gegen jede Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Die betroffenen Firmen wie etwa China Great Wall Industry und China North Industry haben enge Kontakte zum chinesischen Militär.

Die Sanktionen gegen die Unternehmen sind Teil einer umfassenden Kampagne der Bush-Regierung gegen die von den USA gesehene atomare Bedrohung des Iran. Die USA werfen dem Land vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Energieprogramms Atomwaffen zu entwickeln, was Iran bestreitet.

Bush hatte am Montagabend in einem Fernsehinterview einen Militäreinsatz in dem Atomstreit nicht ausgeschlossen. Die Regierung in Teheran reagierte darauf scharf und und erklärte, militärisch stark genug zu sein, um einen Angriff zu verhindern.

Bush-Sprecher Scott McClellan betonte dann am Dienstagnachmittag in Washington, die USA arbeiteten gemeinsam mit den europäischen Verbündeten weiter an einer diplomatischen Lösung des Atomstreits mit Iran. Dabei sei entscheidend, ob das Land seinen Verpflichtungen nachkomme.