G20 Merkel und Xi werben für Freihandel

In ihrem Kampf gegen Protektionismus bekommt die Bundesregierung Unterstützung: Vor Angela Merkels Besuch bei Donald Trump haben die Bundeskanzlerin und Chinas Präsident Xi ihren Einsatz für offene Märkte bekräftigt.
Angela Merkel und Xi Jinping (2016)

Angela Merkel und Xi Jinping (2016)

Foto: Ng Han Guan/ AP

Die deutsche und die chinesische Regierung wollen gemeinsam für den Freihandel eintreten. "Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping haben heute in einem Telefonat bekräftigt, sich gemeinsam für freien Handel und offene Märkte einzusetzen", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Beide hätten insbesondere über die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität in China gesprochen. Das solle der deutschen Autoindustrie erlauben, weiter erfolgreich im chinesischen Markt tätig zu sein. Merkel und Xi hätten zudem vereinbart, ihre Zusammenarbeit im Rahmen der deutschen G20 -Präsidentschaft fortzusetzen, hieß es weiter.

Merkel ist am Freitag in Washington bei US-Präsident Donald Trump zu Besuch. Es ist ihr erstes Treffen mit dem neuen US-Präsidenten, der Anhänger einer protektionistischen Wirtschaftspolitik ist. International wird befürchtet, dass Trump im Welthandel eine Ära der Handelsschranken einläutet. Solche Tendenzen der neuen US-Regierung werden von den Exportnationen Deutschland und China mit Sorge beobachtet.

Trump drohte unter anderem deutschen Autobauern mit hohen Strafzöllen. Merkel will ihren Besuch in Washington unter anderem dafür nutzen, die Bedeutung des freien Handels für die Wirtschaftsentwicklung beider Länder zu betonen. Die Bundeskanzlerin möchte das Thema zudem zu einem Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft machen.

asa/Reuters/AFP
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